No Man's Land (2001)

Niemandsland

No Man's Land (2001) Niemandsland

Oder: Auf Minen schläfts sich schlecht...

"Wo bleibt denn nur Godot?"

"Wo bleibt denn nur Godot?"

Krieg ist gefährlich, da sollte man sich nicht in unnötige Gefahrenlagen bringen. Vorallem nicht zwischen den bosnisch-serbischen Fronten. Deshalb macht sich die bosnische Frontverstärkung im Schutze der Nacht auf den Weg zum Schützengraben. Aufgrund dichtem Nebels müssen die Männer jedoch auf Tagesanbruch warten... sicher ein weiser Entscheid, die Felder sind vermint. Oder auch nicht: Mit Tagesanbruch wird die Sicht besser - die Sicht auf den feindlichen Graben. Und der Feind schläft nicht: Schutzlos sind die Bosnier dem Kugelhagel ausgesetzt. Nur Ciki (Branko Djuric) kann sich angeschossen in einen verlassenen Schützengraben zwischen den Fronten - das No Man's Land - retten...

"Stopp, hier wird nicht geschlumpft!"

"Stopp, hier wird nicht geschlumpft!"

Dort trifft er kurz darauf auf zwei serbische Soldaten, die auf Erkundungsmission geschickt wurden um die toten Bosnier zu verminen. Nach einem kurzen Schusswechsel bleiben drei Männer im Graben lebend übrig: Ciki, der serbische Soldat Nino (Rene Bitorajac) und auf einer Springmine liegend der Bosnier Cera (Filip Sovagovic).

Es beginnt ein Kampf um Kriegsschuld, Überlegenheit und Überleben, der keiner der drei Soldaten für sich entscheiden kann. Selbst die inzwischen von den beiden Fronten herbeorderte UNFOR-Einheit kann nicht schlichten. Den "Schlümpfen", wie die Blauhelmen von den Kriegsparteien genannt werden, sind die Hände gebunden. Erst als TV-Reporterin Jane Livingstone (Katrin Cartlidge) und ihr Team auf die verzwickte Lage aufmerksam wird, scheint sich langsam etwas zu tun...


Film-Rating

Darf man über die Geschehnisse in Ex-Jugoslawien überhaupt eine Satiere machen? Danis Tanovic - der während des Krieges als Kameramann der bosnischen Armee diente - jedenfalls bringt das nötige Wissen und Taktgefühl mit und schafft es, den Zuschauer auf eine einfache und doch beeindruckende Weise zum Nachdenken zu bringen. Dabei schiebt er weder den Serben noch den Bosniern die Schuld zu, prangert aber umissverständlich die zu neutrale Haltung der UN-Truppen während dem Kriegsgeschehen an.

Die Filmbesetzung ist ausgezeichnet gewählt, die Schauspieler machen ihre Sache überzeugend und glaubhaft, ihre Dialoge sprühen von Situationskomik, die einem ab und an zu ein verstohlenes Lächeln bewegen: So richtig Lachen sollte man schliesslich ob des tragischen Inhaltes doch lieber nicht...


OutNow.CH:

Bewertung: 5.5

 

07.01.2002 / th

Community:

Bewertung: 5.3 (31 Bewertungen)

 

 

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