Heidi (2001)

Heidi (2001)

  1. 135 Minuten

DVD-Review: Hinter den sieben Bergen, bei den sieben Alpöööööis

Isch bin Lo... äh, Haidi, et toi?
Isch bin Lo... äh, Haidi, et toi? © Studio / Produzent

Wer kennt's nicht. Die Geschichte des kleinen schweizer Mädchens, ihrem mürrischen Grossvater und den Erlebnissen in der Grosstadt. Doch anstatt in idyllischen Zeiten, spielt diese Verfilmung in der Gegenwart.

Heidi, die soeben ihre Mutter verloren hat, wird zu ihrem Grossvater in die Berge geschickt. Als ihre Tante Dete sich entschliesst, das Mädchen nach Berlin zu nehmen, wird Heidi aus ihrem "Traum" gerissen. In der Grosstadt warten allerlei Probleme sie, von denen ihre Cousine Klara (der immerzu maulende und zickige Teenager) das schlimmste ist.

Nach kurzer Zeit wird Heidi klar, dass sie in der grossen Stadt nicht glücklich wird und sie setzt alles daran, wieder in die (Schweizer) Berge zu kommen...

Hä? Was soll das? Heidi mit blauen Haaren? Sie bleibt per E-mail im Kontakt mit Peter (der ständig am PC hockt...)? Strassenbahn fährt man jetzt schwarz? Klara als zickiger Teenager, der französisch lernt und ein Fan der Gruppe "Scream" ist? Der (Geissen-)Peter kommt von Boston und ist ein Vorhof-Gangster? Der "Alpöhi" ist (viel zu wenig) grummlig und schon nach ein paar Minuten haben sich die beiden lieb.

Überhaupt, da wird ge-mailt, natelefoniert und gesprochen wie es sich halt (meiner Meinung nach) für ein solches Thema nicht unbedingt gehört.

Die Schauspieler sind grösstenteils unbekannt und die "bekannten" Gesichter tauchen nur mal kurz im Film auf. "Heidi" ist allerdings eine süsse Bohne und sie rettet den Film eigentlich auch vor dem totalen Niedergang. Die Musik bleibt (leider) nicht in Erinnerung.

Die Aufnahmen der Bündner Berge sind hingegen sehr schön und liessen mich auf ein "versöhnliches" Ende hoffen. Leider kam's nicht dazu, da sich am Schluss allesamt am Konzert von "Scream" lieb hatten... *kopfschüttel*

Nennt mich altmodisch. Nennt mich unflexibel. Aber mit dieser Verfilmung von "Heidi" konnte ich echt nichts anfangen. Aus einer klassischen Geschichte wird ein moderner Kinderfilm gemacht, der jegliche Art von Charme, Witz und Herz-Schmerz vermissen lässt. Da hätte man lieber mal die Geschichte im klassischen Sinn nochmals erzählt. Dann wären wenigstens ein paar Herzen warm geworden...

Die DVD an sich bietet nichts besonderes. Ein Making-of und "der besondere Filmtipp" sind hier abrufbar. Dazu noch Tafeln mit den Informationen über die Crew und die Darsteller. Ein wenig dürftig für einen "Nationalfilm"...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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