Final Fantasy: The Spirits Within (2001)

Final Fantasy: The Spirits Within (2001)

Final Fantasy - Die Mächte in dir
  1. , ,
  2. ,
  3. 106 Minuten

DVD-Review: Was zum Gaya?

Lästige Untermieter
Lästige Untermieter

Die Erde im Jahr 2065. Die "Phantoms", scheinbar beinahe unbesiegbar, haben die Herrschaft an sich gerissen. Die Städte sind zerstört und die meisten Menschen von den Aliens durch Extraktion ihres Geistes getötet. Genau dieses Seelenstehlen scheint der Theorie von Doktor Sid (mit der Stimme von Donald Sutherland) und Wissenschaftlerin Aki Ross (Ming-Na) eine Grundlage zu geben. So solle jede Lebensform einen Geist besitzen, und die Gesamtheit aller Lebenswesen forme "Gaya", das Leben.

"I believe I can fly... öh ich kann's ja wirklich!?!"
"I believe I can fly... öh ich kann's ja wirklich!?!"

Mit Hilfe der "Wellentheorie" von Dr. Sid sollen die Invasoren geschlagen werden können: Durch Extraktion der acht "Spirits", spezielle Lebensgeister verschiedener Organismen, soll die Energie der Phantoms durch gegenseitige Überlagerung neutralisiert werden. Bisher ist Aki gelungen, sechs der acht für die Neutralisationswelle benötigte Schlüsselgeister zu sammeln. Nun sind sie auf der verwzeifelten Suche nach den beiden letzten Geistern. Und die Zeit drängt...

first come - first serve
first come - first serve

Einerseits entwickelt das Militär die Zeus Cannon, eine gigantische Laserwaffe mit dem die Aliens ein für alle mal erledigt werden sollten. Sollten, denn noch ist der Beweis nicht erbracht. Die Regierungen fürchten deshalb den Einsatz der gewaltigen Waffe. General Hein (James Woods) kann mit der Wellentheorien nicht viel anfangen und drängt deshalb auf einen baldigen ultimativen Einsatz. Und ihm ist jedes dafür nötige Mittel recht und billig.

Perfekter Halt - 3 Welten-Taft.
Perfekter Halt - 3 Welten-Taft.

Andererseits wird auch für Aki die Zeit knapp. Bei einem Experiment wurde sie mit einem Phantom infisziert. Normalerweise tödlich, ist es Dr. Sid mit Hilfe der unfertigen Neutralisationswelle das Phantom im Körper Akis zu bändigen. Doch täglich nimmt dessen Kraft zu. Je mehr das Alien Kontrolle über Aki gewinnt, desto komischer wird die täglich wiederkommenden Albträume von fernen Planeten, Wesen, Kämpfen und Tod. Für Aki nehmen die Träume jedoch langsam einen Sinn und Inhalt an, sie beginnt die fremde Macht und die Krise, die sie zur Erde brachte, zu verstehen. Doch werdens auch die anderen verstehen?

Eines ist klar: Zeus darf nicht zum Einsatz kommen, die Gaya Erde könnte vital verletzt werden! Aki und Sid werden in ihrer Suche nach den verbleibenden zwei Spirits von Captain Gray Edwards (Alec Baldwin) und seiner kleinen aber unerschrockenen Truppe "The Deep Eyes" - bestehen aus Ryan (Ving Rhames), Neil (Steve Buscemi) und Jane (Peri Gilpin) - unterstützt.

Was zum Gaya war das? Ich geb zu, ich war ein bisschen müde beim Drücken auf den Play Knopf, aber dass ich gleich einschlief, überraschte mich. Als ich dann wieder aufwachte und in die Geschichte "hineinfinden" wollte, wurde es logischerweise schwierig. Doch auch wenn ich ths Zusammenfassung lese, verstehe ich nicht ganz, um was es da genau gehen soll. Final Fantasy ist wohl einfach nicht mein Film. Eine Review zu schreiben wird deshalb schwierig. Sicher ist, die Stimmen sind trotz Staraufgebot (u. a. Steve Buscemi) ziemlich monoton eingespielt, was einschläfernd wirken kann. Ich hab mir die DVD ursprünglich besorgt, um einen Vergleich der Animation hier mit der von The Polar Express vorzunehmen. Die Fortschritte in der Technik sind denn auch zu sehen, wenn man der Story nicht folgen kann, obwohl schon Final Fantasy rein vom visuellen ziemlich beeindruckend war.

Es verwundert nicht, dass bei dieser Art von Film die Extras im Überfluss vorhanden sind. Wem Games und solche Art von Filmen gefallen, hat meist auch eine Affinität für Techniklastiges. Die beiden vollbeladenen Discs haben toll animierte Menus und bieten dem Fan stundenlange Unterhaltung. Drei separate Tonspuren auf Disk 1 kann man sich anhören. Erstens vier Japaner, die es recht lustig haben; zweitens drei Amerikaner, die alle für irgendein Spezialgebiet in diesen Film zuständig waren und drittens den Soundtrack gratis als isoliertes Score mit zwischenzeitlichen Kommentaren vom Komponisten Elliot Goldenthal. Wenn man so den Film schon dreimal gesehen hat, kann man ihn nochmals gucken als Melange aus Storyboardbildern, einer Rohfassung und der finale Fassung, wahlweise mit einem weiteren Kommentar und/oder Zusatzinfos in Pop-up Windows. Fraglich, wer Final Fantasy in dieser Art sehen will, aber wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist es mir bei Final Fantasy auch in der Standardfassung ein Rätsel.

Disk 2 bietet, dann nochmal eine Tonne Zusatzmaterial, für das ich Überstunden nehmen müsste, wenn ich alles aufzählen wollte. Das ist mir dieser Film nicht wert. Deshalb nur die Highlights: Aki im Bikini, ein Easteregg mit dem Cast, wie es Michael Jacksons Thriller-Choreographie nachtanzt, was witziger ist als die Bloopers, die nicht ganz an die von Pixar rankommen. Wie bei Pixar ist übrigens auch hier die Bildqualität herausragend. Was nicht überrascht, denn Film im herkömmlichen Sinn war ja nie im Spiel. Die voll aufgedrehte Tonspur wird die Nachbarn freuen. Dass es dann auch noch DVD-ROM Material gibt, ist Ehrensache. Wer nach dieser Doppeldisk noch Fragen an die Macher hat, muss während dem betrachten eingedöst sein. Deshalb muss von meiner Seite die Frage erlaubt sein: "Warum habt ihr nicht auch ein paar Emotionen in den Film gepackt, statt nur an Akis Haaren herumgetüftelt?"

/ rm

Kommentare Total: 7

db

Final Fantasie ist ein Film über den man streiten kann. Ich mag Science Fiction, Endzeitszenarien und verfallene Städte, darum gefiel mir Final Fantasie sofort. Danach musste ich gestehen, das ist es einer der schönsten (visuell) Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe. Das ist kein film das ist ein sich bewegendes Kunstwerk.

Allerdings hatte ich schon immer mühe die Kunst zu verstehen und das ist auch bei diesem Film so. Was anfänglich wie ein guter Endzeitfilm anfängt wird immer mehr zur spirituellen Reise und was anfänglich wie Angreifer aus dem Weltraum aussieht wird immer mehr zu etwas ganz anderem. So wird ein gutes Szenario verschenkt und durch nur schwer nachvollziehbaren Gaya Theorien und verlohrenen Spirits vollgeladen, die so nur mässig interessant sind. Die Gegner sind zwar ausgezeichnet Modelliert und bringen etwas auf den Bildschirm, das wirklich noch nie zufor zusehen war und entwickeln sich auch immer mehr zu harten Widersacher.

Die "Schauspieler" wirken etwas arg hölzern und schleifen irgendwie immer an der richtigen Emotion vorbei. Aber das heisst noch lange nicht, dass sie sind schlecht. Den arroganten General hasst man recht schnell, und die anderen werden recht schnell sympatisch und gehören bis heute zu den schönsten CGI Figuren, obwohl sie Technisch inzwischen überrundet wurden. (sprich Gollum)

Fazit: Ein Film, der zwar wunderschön aussieht, und anfänglich durchaus interessant ist. Dann wird die Story immer wirrer und obwohl das Szenario nicht schlecht ist, hätte es viel besser gewirkt, wenn sie die ganze Gaya Theorien weggelassen hätten. So bleibt man am Schluss beim Abspann sitzen und fragt sich. "War ja schön, aber was sollte das?" Schade um eine Geschichte mit viel Potential.

[Editiert von Skynet am 2006-01-13 15:00:48]

Mandella

visuell gelungen --- aus der story hätte man allerdings wirklich mehr machen können. Wenn schon Love - Story, dann bitte auch richtig!😄

lonelywriter

Sekunden von Animationsgenialität, unterbrochen von langweiligen und manchmal sogar blöden Dialogen. Der Film hat kein Spirit.

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen