Earth vs. the Spider (2001)

Earth vs. the Spider (2001)

Spinnen des Todes
  1. , ,
  2. 90 Minuten

DVD-Review: Der missratene Spider-Man

Die Wurzel allen Übels
Die Wurzel allen Übels © Impuls Home Entertainment

Quentin (Devon Gummersall) liebt Comichefte, ist Stammgast bei Han (John Cho) in dessen Laden und träumt davon, einmal selber als Held durch die Strassen zu rennen, schöne Frauen zu retten und in der Zeitung zu stehen. Doch der Alltag sieht anders aus. Quentin lebt mit seinem Hund in einer kleinen Wohnung, arbeitet als Wächter in einem Labor und schwärmt für seine Nachbarin Stephanie (Amelia Heinle).

Als eines Tages Fremde ins Labor eindringen und Quentins Arbeitskollegen töten, sieht der Junge rot. Er hat bei einem seiner Rundgänge mitgekriegt, dass mit Spinnenserum experimentiert wurde und sieht die voll geladene Injektionsspritze parat liegen. Natürlich überlegt Quentin nicht lange und spritzt sich das Mittel in den eigenen Arm, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

Auch diese Diät ist nicht das Wahre
Auch diese Diät ist nicht das Wahre © Impuls Home Entertainment

Was nun folgt, ist eine Transformation eines harmlosen Jungen in einen anfänglich einfach superstarken Helden. Seine Kräfte wachsen, er verprügelt die vor der Wohnung herumlungernden Strolche und macht somit Eindruck bei Stephanie. Als Quentin aber bemerkt, dass er Markierungen am Arm erhält und sich plötzlich ein Spinnenfaden aus seinem Bauchnabel schiessen lässt, nimmt das Drama seinen Lauf. Denn wie eine echte Spinne hat nun auch Quentin enormen Hunger, und die Arachnid-Merkmale, die seinen Körper nach und nach bedecken, lassen ihn zum Monster werden.

1958 wurde ein Film veröffentlicht, in dem eine gigantische Spinne Jagd auf Menschen machte. 2001 übernahm man den Titel Earth vs. The Spider, liess aber die Originalgeschichte einfach mal kurz in der Schublade und versuchte, ein bisschen (nur ein bisschen) auf den Spuren der Story Spider-Man zu wandeln.

Die Geschichte eines jungen, smpathischen Verlierers, der durch Spinnenkräfte zum "Helden" mutiert, gleicht natürlich den bekannten Geschehnissen von Peter Parker, wird jedoch im Lauf des Films ein bisschen abgeändert. Denn während Parker zum Superhelden wurde, mutiert unser Quentin zum Monster und hat somit auch klare Ähnlichkeiten zu The Fly. Jedoch kriegte man bei der Fliege mehr Monsteraction zu sehen als hier, wo versucht wird, eine Story zu erzählen, die eigentlich nicht gross interessiert und leider auch nur wenige Monstermomente zu bieten hat.

Dass Earth vs. The Spider fürs Fernsehen gedreht wurde, sieht man dem Film auch an. Zwar tauchen bekannte Gesichter wie dasjenige von Dan Aykroyd (Ghostbusters, The Blues Brothers) oder Theresa Russell (Wild Things), die immerhin einen Hauch von Schauspiel in den Film bringen. Von Hauptdarsteller Devon Gummersall kann man das nämlich leider nicht behaupten.

Fazit: Was wie eine flotte Spinnen-Horror-Produktion aussieht, entwickelt sich bald zur Enttäuschung. Der Film kommt einfach nicht an den Punkt heran, wo man als Zuschauer gespannt (oder geekelt) vor dem Bildschirm hockt und sich ab dem Gesehenen freut. Zudem kommt das Spinnenmonster viel zu wenig vor und braucht eine gefühlte Ewigkeit, bis es überhaupt mal zuschlägt.

Viel zu lesen und anzugucken gibt es im Bonusmaterial zur DVD von Earth vs. The Spider. Hauptsächlich Filmographien und Fotogalerien. Dazu kommen ein kurzes, aber nicht grad informatives Making-of sowie verschiedenen Trailer. Qualitativ wird keine überragende Kost geboten, wobei der Ton immerhin in passablem Dolby-Digital daherkommt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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