Antitrust (2001)

Antitrust (2001)

Startup
  1. 108 Minuten

Filmkritik: Open Source? Open Communication!

"GATE'S no?!?"
"GATE'S no?!?" © Studio / Produzent

Startups schiessen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden, nur um bald darauf (meistens) wieder klang- und sanglos einzugehen. Doch wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Computercracks Milo Hoffman (Ryan Phillippe), Larry Banks (Tygh Runyan), Teddy Chin (Yee Jee Tso) und Brian Bissel (Nate Dushku) wittern das grosse Geld und sind deshalb am planen ihrer eigenen Garagenfirma. Jedenfalls bis ihr Projekt die Aufmerksamkeit von Microso- äh NURV erweckt. NURV ist die multimilliardenschwere Softwareschmiede von Enthusiast Gary Winston (Tim Robbins). Gates lässt grüssen!

"Darf ich euch meine Briefmar- äh Iconsammlung zeigen?"
"Darf ich euch meine Briefmar- äh Iconsammlung zeigen?" © Studio / Produzent

Während Teddy grundsätzlich gegen alles ist für was Gary und NURV stehen, lässt sich Milo von NURV einlullen. Kein Wunder, das Angebot ist verlockend: Extrem gut bezahlter, äusserst interessanter und anspruchsvoller Job, Sportwagen inklusive. Nicht schlecht, oder? Was sein Job jedoch sein wird, erfährt Milo erst an seinem ersten Arbeitstag: NURV plant eine weltweite Vernetzung von Kommunikationsgeräten über Satellitenverbindung. Und da gilt es nun noch zahlreiche Bugs zu entfernen... Die Zeit drängt: Deadline ist in einem Monat.

Legopower!
Legopower! © Studio / Produzent

Eigentlich alles perfekt... Nicht ganz! Nachdem Milo mysteriöse Codezeilen zugespielt werden, und kurz darauf einer seiner Freunde ermordet wird, kommen ihm Zweifel an Gary's idealistischen Zukunftsplänen. Bald wird sein Traumjob zum Albtraum.

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Was auf den ersten Blick wie ein Standard-Paranoia-Movie mit unglaubwürdiger Computertechnik zu scheint, enpuppt sich erstaunlicherweise als ein intelligender und ansprechender Hightech-Thriller. Endlich wird einmal realistische Computertechnologie dargestellt... Kein Vergleich zu The Net und ähnlichem.

Nicht nur das: Ein gutes Script verbunden mit guten schauspielerischen Leistungen präsentieren das Katz-und-Mausspiel uns Zuschauer unterhaltend und spannend. Klischeebehaftete Charakter gibts für einmal kaum, jeder handelt einzigartig.

Vielleicht bin ich ein wenig zu technikfixiert und hab den Sinn für Realität schon lange verloren. Vielleicht muss man einfach Computerfreak sein und einen gewissen Background mitbringen um Conspiracy.com zu mögen. Kann gut sein, aber das wird sich ja noch zeigen...

/ Thomas Hägi [th]