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Dr. T and the Women (2000)

Dr. T and the Women (2000)

Oder: Zielgebiet: untere Gürtellinie

Dr. Sullivan Travis (Richard Gere), bekannt als "Dr. T", ist so ziemlich der begeherteste Gynäkologe von Dallas. Sein Terminkalender, sowie sein Wartesaal sind jeweils übervoll ausgebucht. Die weiblichen Geschöpfe kommen von fast überall her, um sich von "Dr. T" untersuchen und behandeln zu lassen. Das interessante daran: Die Damen repräsentieren meist die Upper-Class.

Oberschwester Carolyn (Shelley Long) versucht unterdessen mit grosser Mühe die wartende Meute rechtzeitig nach Plan einzuteilen. Vergeblich. Dr. T versprüht einfach den absoluten Charme, dem Frauen unmöglich widerstehen können.

Aber das ist nicht nur beruflich so. Viele Schönheiten umringen den Doktor auch privat @home. Dr. Ts wunderhübsche Frau Kate (Farrah Fawcett) aber verhält sich von Tag zu Tag komischer. Sie leidet am sogenannten Hestia Complex, der sie langsam aber sicher wieder auf das geistige Niveau eines Kleinkindes bringt. (Fragt sich, wieviel höher der Stand ihrer Hirnzellen vorher war. Ev. ist der langsame Abstieg doch nicht allzu schlimm...) Weitere Beautyqueens sind seine Cheerleader Tochter Dee Dee (Kate Hudson), die bald heiraten wird und Connie (Tara Reid), die irgendwie neidisch auf Dee Dee ist. Im Übrigen scheint Letztere einen gleichgeschlechtlichen Hang zu Marilyn (Liv Tyler) zu haben.

Well, Dr. T ist wirklich ein armer Siech. Soviel zu seinem Umfeld und Leben. Ein bisschen Ausgleich bringen ihm die Leidenschaften Jagen und Golfen. Die neue Profigolferin und Assistentin Bree Davis (Helen Hunt), welche nicht so überschwenglich eingesnoppt ist wie seine Patientinnen, tut ihr Gutes dazu. Sie, als einzig Normale, gewinnt bald einmal Dr. Ts Herz. Das wird richtig interessant und kompliziert und, und, und... Was macht Mann da nur?


Film-Rating

Dr. T and the Women ist ein guter, unterhaltsamer Film, mit welchem die Zeit nicht bloss verguckt wird. Das Aufgebot an bekannten und talentierten SchauspielerInnen wirkt sich natürlich positiv auf Story und Bild aus. Sogar musikalisch hält er, was er an Angenehmen in der Vorschau verspricht. Der Humorgehalt ist auch angepasst, manchmal etwas zu kitschig. Aber das muss wohl so sein.

Was dennoch gesagt sein muss: Damen, Frauen, Weiber sind derartig karikiert (Reichtum, Oberflächlichkeit, Tratsch, etc.) schlimmer als die Auswirkung einer Atombombe. Hilfe! Und wenn sie wissen, wer das sagt, dann muss wirklich 'was dransein. Eine Meute läufiger, aufgetakelter Hündinnen rennt einem wohlhabenden, gutaussehenden Gynäkologen nach. Tragisch.

Obwohl Richard Gere nicht mein Lieblingsschauspieler ist, brilliert er in dieser Rolle mit und neben Helen Hunt. Ich habe mich an ihnen regelrecht festgeklammert, den sole Normalen. Der Rest ist ein Dauerdurcheinander an unkonventionellen Weiblichen. Und das Harmonischste an der ganzen Geschichte ist das Ende. Speziell. Empfehlenswert.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.5

 

31.12.2000 / nd

Community:

Bewertung: 2.2 (29 Bewertungen)

 

 

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