Batman Beyond: Return of the Joker (2000)

Batman Beyond: Return of the Joker (2000)

Batman of the Future - Der Joker kommt zurück
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  2. 73 Minuten

Filmkritik: Aufgedeckt und aufgeklärt!

Nix mit Anti-Hai-Spray!
Nix mit Anti-Hai-Spray! © Studio / Produzent

Bruce Wayne ist alt geworden und hat sein Batman-Kostüm an den Nagel gehängt. Oder besser, er hat es einem jungen Nachfolger, Terry McGinnis, übergeben, der nun in Gotham für Recht und Ordnung sorgt. Als der Senior endgültig in den Vorstand der Familienfirma eintreten soll, wird die Party empfindlich gestört - von einem lachenden und weiss geschminkten Mann, der eigentlich gar nicht mehr unter den Lebenden weilen sollte: dem Joker (Stimme von Mark Hamill).

Why so old?
Why so old? © Studio / Produzent

In der Bathöhle stecken Wayne und McGinnis dann die Köpfe zusammen und versuchen zu erruieren, wie der Joker überhaupt noch am Leben sein kann und was genau sein Plan ist. Der Zusammenhang wird ihnen aber erst klar, als Wayne bereit ist, einen Vorfall aus der Vergangenheit zu enthüllen, der nicht nur Commissioner Gordons Tochter Barbara (Ex-Batgirl) beinhaltet, sondern auch die Tragik von "Robin" Tim Drake. Denn dieser spielte damals eine entscheidende Rolle und hat sich auch in der Gegenwart noch nicht davon gelöst.

Batman Beyond: Return of the Joker ist ein richtig guter Film, der eine spannende Story erzählt und mit einiger Brutalität auffährt. Das ist aber richtig so, denn die Geschehnisse sind nicht leicht und luftig, sondern ernst und bedrohlich. Und wenn man jetzt noch die "Uncut"-Version anschauen kann, dann merkt man bald, dass dieser Film eher für die erwachsenen Comicfans ist denn für die kleinen Batmans und Robins.

Man mag ja über die Serie Batman Beyond denken, was man möchte (zu schnell geschnitten, wirre Storys, lasche Bösewichte, unmögliches Design), aber Batman Beyond: Return of the Joker spielt alle die Stärken dieser Animationsreihe aus. Zwar ist die TV-Serie inzwischen längst wieder Geschichte, doch dieser "abendfüllende" (74 Minuten) Film erzählt eine Story, die man auch gerne mal als Realverfilmung gesehen hätte. Wenn man dann noch die Liste der Schauspieler sieht, die den Figuren ihre Stimme leihen, freut sich der Fan grad doppelt.

Zugegeben, die "moderne" Art von Batman, der sich mit dem ewig grantelnden Bruce Wayne rumschlagen muss, ist gewöhnungsbedürftig. Jedoch schwenkt die Story von Batman Beyond: Return of the Joker bald in die Vergangenheit, wo wir nicht nur einen anderen Animationsstil zu Gesicht bekommen, sondern auch eine Geschichte, die einerseits tragisch ist, aber andererseits absolut interessant. Zumal die jungen Recken von damals in der Gegenwart wichtige Positionen einnehmen und die Frage, wieso der Joker heute noch genau so aussieht wie damals, für Diskussionsstoff sorgt.

Gesprochen werden die animierten Figuren von bekannten Stars wie Mark Hamill, Dean Stockwell, Melissa Joan Hart oder auch Henry Rollins. Damit verleiht man den Figuren etwas Tiefe, wobei vor allem "Luke Skywalker" Mark Hamill als Jokers Stimme hörbar grossen Spass hatte.

/ muri