The Virgin Suicides (1999)

The Virgin Suicides (1999)

The Virgin Suicides - Verlorene Jugend
  1. ,
  2. 97 Minuten

Filmkritik: Big girls don't cry

Diesmal zieht es uns back in time in Richtung 1970 (und etwas dazu). Die 13jährige Cecilia Lisbon (Hanna R. Hall) hat soeben einen Selbstmordversuch gestartet - ein Versuch. Die Handgelenk-Venen-Variante. Weder ihre sehr disziplinierende und strenge Mutter (Kathleen Turner) noch ihr Vater (James Woods) verstehen oder sehen eine Antwort auf: "Warum hat sie das bloss getan??!!??". Auch die vier Schwestern von Cecilia, die 17jährige Therese (Leslie Hayman), die 16jährige Mary (A.J. Cook), die 15jährige Bonnie (Chelse Swain) und die 14jährige Lux (Kirsten Dunst) sind sichtlich geschockt. Dr. Horniker (Danny DeVito), der Cecilia zu therapieren versucht, wird aus ihr auch nicht schlau genug, um präzise Hilfe leisten zu können.

Trotz der ungewöhnlichen Umstände und der täglichen Rücksichtnahme wegen Cecilia geht das Leben der Familie Lisbon weiter. Ein auflockernder Versuch, die Suizid-Patientin mit einer Party für Freunde wieder zur lustigen Seite des Lebens zu bringen, endet tragisch: Jung Cecilia springt aus dem Fenster des oberen Stockes und wird vom darunterliegenden Zaun aufgespiesst. Die ganze Familie Lisbon sowie die geladenen Gäste sind am Boden zerstört.

Nach dieser Tragödie verstärkt sich die Kontrolle der Eltern über ihre vier Kinder noch zusätzlich. Trip Fontaine (Josh Hartnett), der beliebte Football Machoman der Schule, ist derjenige, der schliesslich die Familie wieder gegen aussen öffnet. Er überzeugt Mutter und Vater Lisbon ihre Töchter an den PROM (jaja, USA-Schrott-Ball) zu lassen. Eigentlich geht es ihm primär darum, die hübsche Lux für sich zu haben (die verbotene Frucht des Garten Eden). Die kriegt er am Ende auch - nutzt sie aus - mit anschliessend gemischten Gefühlen, wie man erfährt.

Von da an geht es mit der ganzen Familie Lisbon nur noch bergab. Mr. und Mrs. Lisbon erwürgen ihre Töchter fast vor Strenge und Überwachung. Durch die fast totale Isolation von der übrigen Welt, beginnt die Verzweiflung und der langsam wachsende Befreiungswille in den Schwestern zu wirken. Wie sie schliesslich ihren Eltern entkommen, bleibt hier ein Geheimins - nicht aber im Kino.

Oh je - schon wieder eine Sozialstudie einer amerikanischen Familie in den 70er Jahren. Erneut eine Tragödie, die sich auf die Leinwand getraut hat. Darum verliere ich (auch aus Schutz meiner Selbst) nicht viele Worte zum Film oder dessen Design:

Schausspielerische Leistung: gut
Kamera/Foto/Musik: gut
Story: genügend
Empfehlung: für Kenner/Interessierte der 70er Jahre ein netter Movie. Nicht mehr, nicht weniger.
Ich: ... fand den Film nicht gut genug...

/ nd

Kommentare Total: 8

fearing is believing

Hab ihn gerade letztens gesehen und fand ihn sehr gut, wie alle Sofie Coppola Filme. Fand ihn besser als Lost in translation, was auch am Soundtrack lag, an der Erzählweise des Filmes und an Kirsten Dunst' sehr gute Performance(wie auch bei Marie-Antoinette). Inspirierend, nicht so tiefgründig wie erwartet, guter Soundtrack, schöne Szenen und Bilder...

Korben Dallas

vor etwa 2 jahren gesehen...zimmlich langweilig..

papp

hat mich an peter weirs "picnic at hanging rock" erinnert

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