The Thirteenth Floor (1999)

The Thirteenth Floor (1999)

The 13th Floor - Bist du was du denkst?
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  3. 100 Minuten

DVD-Review: to be or not to be

Sie wünschen Mister Präsident?
Sie wünschen Mister Präsident? © Studio / Produzent

Douglas Hall (Craig Bierko) arbeitet schon seit sechs Jahren an einem Projekt, welches das Ziel hat, eine funktionsfähige Simulation einer Stadt inklusive derer Bewohner zu erstellen. Douglas weiss jedoch nicht, dass das Projekt schon viel weiter gediehen ist, als er sich das in seinen kühnsten Träumen vorgestellt hat. Ohne sein Wissen hat sich Projektleiter Hannon Fuller (Armin Mueller-Stahl) schon seit längerem regelmässig in die Simulation eingeklinkt. Dabei hat er ein schreckliches Geheimnis entdeckt, welches er nur Douglas mitteilen kann. Kurz nachdem Hannon ein Brief in der Simulation hinterlassen hat, wird er unter mysteriösen Umständen ermordet, und Douglas steht plötzlich unter Mordverdacht.

Liebes Tagebuch, heute habe ich die Matrix gefunden...
Liebes Tagebuch, heute habe ich die Matrix gefunden... © Studio / Produzent

Während sich die Polizei bereits an die Fersen von Douglas heftet, versucht dieser verzweifelt, seine Unschuld zu beweisen und die versteckte Botschaft zu finden. Die Situation wird immer verworrener. Als dann noch Jane Fuller (Gretchen Mol) - die angebliche Tochter von Hannon - auftaucht, um das Projekt zu stoppen und noch mehr Leichen auftauchen, gerät Douglas wirklich unter Druck. Bald stellt sich heraus, dass die hinterlassene Botschaft von Hannon der Schlüssel zu einem Geheimnis ist, welches das ganze Weltbild von Douglas aufs tiefste erschüttern und sein Leben für immer verändern wird...

Der trockene Satz "Ich denke also bin ich" eröffnet 13th Floor und fasst eigentlich alles zusammen, was 13th Floor auszeichnet. Entstanden ist er im Jahre 1999, dem Jahr der skurrilen Sci-Fi Filme, wo auch Matrix oder eXistenZ in den Kinos anliefen. Trotz der guten Geschichte und dem guten Szenario erhielt 13th Floor jedoch recht wenig Beachtung und blieb nicht nur an den Kinokassen im Schatten von Matrix.

Im Gegensatz zu seinen eher actionlastigen Pendants eXistenZ oder Matrix folgt 13th Floor den Pfaden von Dark City und liefert eine gemächliche Detektivstory ab, die kopflastig und langsam die Wahrheit erkundet. Langsam ist hier das primäre Stichwort, denn lange werden nur sehr wenige Informationen geliefert, was genau es mit der virtuellen Welt auf sich hat und was das alles mit dem Mord zu tun hat. So werden mehrere Handlungsstränge ineinander verwoben, was 13th Floor von Anfang an dicht und trotz der fehlenden Action interessant macht.

Obwohl bei 13th Floor primär ein Mord die Handlungsspirale auslöst, stehen ganz andere Fragen im Mittelpunkt. Was ist eigentlich real, wer definiert was real ist und wie finde ich heraus was real ist? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Hauptdarsteller, sondern auch mehr und mehr den Zuschauer, da dieser dank der gemütlichen Erzählweise genügend Zeit hat, um über die Informationen nachzudenken. Diese packend-interessante Stimmung kann jedoch nicht aufrechterhalten werden: Etwa dreissig Minuten vor Schluss ist das Pulver verschossen. Ein spannungsgeladenes Finale bleibt aus und es wird nur noch überraschungslos die Handlung abgeschlossen.

Fazit: 13th Floor schafft die Gratwanderung zwischen Sci-Fi-Story und Detektivgeschichte ganz gut und kombiniert geschickt Hightech und Philosophie mit eiskaltem Mord. Das Resultat ist ein Film, der dank vielen Rätseln und einigen grossen Handlungstwists bis kurz vor Schluss den Zuschauer immer wieder überraschen kann. Obwohl das Ende etwas einschläft und nur noch wenig Neues bietet, ist 13th Floor für Sci-Fi-Fans durchaus einen Blick wert. Wer virtuelle Realitäten und das Konzept von Matrix fasziniert, wird sich hier richtig zuhause fühlen. Wer jedoch riesige Spannungsbögen oder Bombastaction erwartet, wird enttäuscht werden.

Das auf der DVD gebotene Bild ist jedoch schlichtweg unbrauchbar und wirkt in keiner Spielminute scharf, geschweige denn sauber. Überbelichtet, schlechte Farben und Schnee sind die Stichworte, die mir einfallen. Das Bonusmaterial fällt hingegen überraschend üppig aus und gibt sehr gute Einblicke in die Special Effekte und wie der Film entstanden ist. Gute Arbeit.

/ db

Kommentare Total: 2

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Spannende und Interessante Thematik, der manchmal etwas die Glaubwürdigkeit fehlt. Immerhin ein besserer Thriller als manch anderer.

db

DVD-Review: to be or not to be

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