The Sixth Sense (1999)

The Sixth Sense (1999)

Sixth Sense
  1. , ,
  2. 107 Minuten

DVD-Review: John McClanes geistreichster Fall

"I see dead people"
"I see dead people" © Plazavista

Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) ist Kinder- und Jugendpsychologe und wird bei einem gemeinsamen Abend mit seiner Frau von einem ehemaligen Patienten überrascht. Vincent (Donnie Wahlberg) ist verzweifelt, zu allem bereit und trägt eine Waffe auf sich. Mit der schiesst er den Doktor nieder und richtet sich danach selbst.

Ein Jahr später hat sich Dr. Crowe des jungen Cole (Haley Joel Osment) angenommen. Dieser ist ängstlich und agiert zurückgezogen, weshalb auch seine Mutter (Toni Collette) hilflos mitansehen muss, wie ihr kleiner Bub von allen Seiten als Freak und Aussenstehender angesehen wird. Nur langsam findet Dr. Crowe Zugang zu dem Jungen, der ihm beichtet, tote Menschen zu sehen. Diese wüssten meist nicht, dass sie tot seien und seien deswegen enorm wütend. Crowe beginnt mit dem Jungen eine Therapie. Dabei soll sich dieser auf ein kleines Mädchen konzentrieren, das immer wieder auftaucht.

Lachen verboten
Lachen verboten © Plazavista

Durch seine Tätigkeit hat sich Crowe schon seit längerem von seiner Frau entfernt. Man spricht nicht mehr miteinander, und sie ignoriert ihn komplett. Bis der Psychiater jedoch erkennt, was genau vor sich geht und wie Cole damit in Zusammenhang steht, sind noch einige mysteriöse Fragen zu lösen.

M. Night Shyamalan präsentierte mit seinem Film The Sixth Sense auch gleich sein Meisterstück: eine langsam erzählte Geschichte, angereichert mit erschreckenden Geistermomenten und natürlich mit dem wohl ultimativen Ende, auf das man als Zuschauer nicht vorbereitet war und das man auf den ersten Blick auch nicht so richtig verarbeiten konnte. Selten konnte man nach der Auflösung angeregter diskutieren oder sich über den Aufbau des Films unterhalten. Inzwischen ist der Film längst zum Welthit geworden, und der Regisseur versucht auch bei seinen weiteren Filmen diese Twists am Ende zu setzen. So überraschend und eindrucksvoll wie hier waren sie allerdings nie mehr.

Getragen von einem ruhig agierenden Bruce Willis, der als Actionstar auch Ambitionen fürs anspruchsvollere Kino zeigte, und seinem Co-Star Haley Joel Osment (Pay it Forward) entwickelt sich die Geschichte nur langsam. Scheinbar planlos plätschert der Film vor sich hin, wird durch Geistermomente aus der Ruhe gebracht, nur um danach sofort wieder zurück ins Schema zu fallen. Das lässt einerseits den Darstellern Zeit zur Entfaltung, andererseits macht es halt einfach unglaublich neugierig. Denn dass noch was kommen muss, darf erwartet werden...

Fazit: Wer bislang The Sixth Sense noch nicht gesehen hat und sich somit das Ende nur vom Hörensagen kennt, sollte das umgehend nachholen. Starke Darsteller, interessante Ausgangslagen und der angesprochene Schluss entschädigen für die etwas längeren Momente im Mittelteil des Films. Und wer mitdenkt, könnte durchaus selber in die richtige Richtung kombinieren.

Die DVD bietet als Extras ein paar Interviews und wenige Impressionen vom Set. Technisch macht die vorliegende DVD eine gute Falle, der Ton kommt klar und sauber durch die Boxen, und das Bild mag auch bei den dunkleren Szenen problemlos folgen. Inzwischen gibt es von The Sixth Sense einige Spezial-Editionen, so dass man sich, je nach Lust auf Bonusmaterial und Qualität, die passende Version aussuchen kann.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 3

yan

Toller, grossartiger Film, mit einem gewaltigen Schluss

@ muri

Der Typ von Die Hard heisst McClane;)

woc

Ein Meisterwerk, dass man sich ruhig mehrmals antun kann. Die Qualität von The Sixth Sense zeigt sich nicht nur im (damals) unglaublich haarsträubenden Twist. Hitchcock und The Twilight Zone vereint in einer topbesetzten und überaus atmosphärischen Geisterbahnfahrt. Shyamalan hat sich mit einem solchen Hit natürlich selber das Bein gestellt, wobei ich seine späteren Filme durchaus sehenswert finde.

muri

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