The Insider (1999)

The Insider (1999)

Insider

Lowell Bergman (Al Pacino) arbeitet bei CBS für die Sendung "60 Minutes" als "Informationsbeschaffer". 60 Minutes gilt als die populärste und seriöseste Nachrichtsendung in Nordamerika. Mike Wallace (Christopher Plummer), seit 50 Jahren bei CBS, Nr.1 von "60 Minutes", steht vor seiner Pensionierung und möchte einen würdigen Abgang haben. Er und Bergman sind ein fast unersetzbares und scheinbar gut funktionierendes Team. Nun fehlt noch der Dritte im Bunde, The Insider Dr. Jeffrey Wigand (Russell Crowe). Der studierte Chemiker machte seine Karriere bei verschiedensten Tabakkonzernen in der Forschungsabteilung und seine letzte Stelle war die des Vizedirektors der 3. grössten Tabakfirma der USA.

Wigand muss mitansehen, wie der Tabakkonzern seine Produkte mit Chemikalien anreichert, die die Wirkung von Nikotin verstärken, ohne dass der Nikotinanteil an sich erhöht werden muss. Als er daraufhin die Direktion auf die Gefahren dieses Zusatzes aufmerksam macht und sich äussert, dass er dies nicht mit gutem Gewissen zulassen könne, wird Dr. Wigand kurzerhand entlassen. Grund: "Kommunikationsunfähigkeit". Bergman bekommt Wind von der Sache und sieht darin auch gleich eine Topstory. Er versucht Jeffery dazu zu bringen, vor Gericht auszusagen.

Ganz so einfach läuft dies dann aber auch wieder nicht, denn sonst würde der Film ja nicht satte 160 Minuten dauern. Wigand gelangt in eine sehr missliche Lage: einerseits fühlt er sich verpflichtet, das amerikanische Volk über die Missstände zu informieren und auf der anderen Seite unterschrieb er bei seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Art "Schweigegelübde", welches auch nach der Entlassung keinesfalls gebrochen werden darf.

Die Entscheidung liegt beim Doc ganz alleine. Die Tabakkonzerne sind aber auch nicht ganz ohne und wissen schon bald, dass ihr ehemaliger Arbeitskollege vielleicht aussagen wird. Nun folgt das Standartprogramm: Die Firma lässt Wigand beschatten, terrorisiert ihn auf eine schlafraubende Art und Weise und droht ihm mit der Streichung seiner Abfindung. Dies führt dazu, dass ihn seine Frau Liane (Diane Venora) und die Kinder auch noch verlassen - Das letzte was er noch hatte. Dr. Wigand scheint all seine Entscheide falsch zu treffen und fällt immer tiefer und tiefer ....
Eine Person hält jedoch ihr Versprechen und lässt sich von nichts und niemandem abhalten.

Die Geschichte an sich basiert auf einer wahren Gegebenheit, welche zur Verfilmung dann einfach noch ein wenig aufgemotzt wurde. Es ist keine Action-Story, der Film vermittelt viel eher packende Spannung, die sich mehr oder weniger durch den ganzen Film zieht. Der Regiesseur Michael Mann setzte in diesem Film auf gezielte Musikeinspielungen, die den erwähnten Spannungsmomenten noch den letzten Kick geben. Dies führt dazu, dass man sich richtig in die Charakteren ein fühlen kann und selber zu verspühren glaubt, was sie in dem Moment gerade durchmachen müssen. Das betrifft vor allem Russell Crowe, welcher in diesem Film eine schauspielerische Meisterleistung darbietet. [pj/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
157 Minuten
Produktion
1999
Kinostart
, - Verleiher: Disney
Links
IMDb, TMDb
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Kommentare Total: 8

farossi

der film erfordert zwar für seine gut 150 minuten spielzeit ein bisschen sitzleder, ist aber während seiner gesamten länge nie langweilig.
das liegt hauptsächlich an der interessanten story, der kamera, die immer sehr nahe am geschehen agiert, den dialogen, die nie in billiges geschwafel abdriften und den tollen hauptakteuren crowe und pacino.
egal ob the last of the mohicans, heat oder eben hier the insider - drei vom genre her verschiedene filme - einfach immer wieder grossartig, wie michael mann stimmungen erzeugt!

wer grisham-verfilmungen mag, der wird hier bestens bedient!

psg

So und jetzt habe ich dann wohl bei jedem Crowe-Film meinen Senf dazugegeben. 😄

The Insider ist unterhaltend und manchmal auch richtig spannend, besticht aber weniger mit seiner Story, als mit den hervorragenden Agierenden Al Pacino und Russel Crowe. Richtig nervend fand ich nur die Kameraführung.

Eine kleine Kürzung hätte dem Film aber auch nicht schlecht getan.

[Editiert von henker am 2007-09-18 18:24:37]

Chemic

Geniales Werk!

Das Tabakkonzerne zu den ganz Bösen gehören ist ja klar und nichts neues. Viel interessanter und schockierender fand ich den Teil mit Al Pacino rund um den Beitrag der auf Grund von möglichen Klagen und internen Geschäften nicht gezeigt werden darf. Da gehts wirklich ans eingemachte. Der Werdegang von Crowes Figur ist einfach nur bitter!

Schauspielerisch sind die Herren Pacino und Crowe absolut überzeugend, dazu gibts viele bekannte und gute Nebendarsteller. Weiterhin bietet Michael Mann viele kalte und interessante Kameraperspektiven die sich jeweils hervoragend mit den aktuellen Situationen und Gedankengängen der Protagonisten kombinieren.

Fazit: Toller Film mit einer bedrückender und intelligenter Story, eindrücklichen Schauspielern und toller Optik. Zurecht 7mal für den Oscar nomniert, leider aber an der sehr starken Konkurrenz (American Beauty, Matrix etc.) gescheitert.

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