Arlington Road (1999)

Arlington Road (1999)

Michael Farraday (Jeff Bridges) ist Geschichtslehrer an der Universität und unterrichtet seine Schüler über "Terrorismus". Wie kann sich dieser in unserem Wohlstand entwickeln? Wer steckt dahinter? Warum fühlt sich der Mensch erst wieder sicher, wenn ihm von den Medien ein Schuldiger präsentiert wird? Vor einiger Zeit hat der Professor seine eigene Frau, eine FBI-Agentin, verloren, als sie einer Falschinformation aufsassen und in eine Schiesserei gerieten. Zusammen mit seiner neuen Freundin Brooke (Hope Davis) versucht er seinem kleinen Sohn Grant (Spencer Treat Clark aus Gladiator oder Mystic River) den Schein einer Familie zu wahren.

Eines Tages rettet er auf der Strasse vor seinem Haus einen kleinen Jungen, der blutüberströmt herumtorkelt. Er hat sich mit Feuerwerk im Park die Hand verbrannt und kann in letzter Minute gerettet werden. Es ist der Sohn von Farradays neuen Nachbarn, einem netten Pärchen namens Oliver (Tim Robbins) und Cheryl Lang (Joan Cusack. Die beiden Kids fangen an sich zu mögen und auch die Erwachsenen versuchen, Freundschaft zu schliessen. Man lernt sich kennen und verbringt Zeit miteinander.

Alles läuft bestens, bis Michael Farraday Ungereimtheiten in Oliver Langs Leben entdeckt. Er beginnt zu recherchieren und stösst auf Unglaubliches. Aber kann es wirklich sein, dass sein netter Nachbar etwas mit Bombenattentaten und Terrorismus zu tun hat? Auf jeden möglichen Beweis gibt es eine plausible Begründung. Für jeden Verdacht eine Entwarnung. Sind Oliver und Cheryl einfach "nur" perfekte Nachbarn und verliert Michael Farraday langsam seinen Sinn für die Realität und driftet in Richtung Paranoia ab? [muri/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
,
Laufzeit
117 Minuten
Produktion
1999
Kinostart
, , - Verleiher: Universal
Links
IMDb, TMDb
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Poster Round-Up

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Kommentare Total: 10

yan

Arlington Road ist von Anfang an richtig spannend und zieht das bis zum gewaltigen Ende durch. Es schleichen sich zwar auch gegen Ende zwei, drei Logiklöcher ein, welche aber für einmal nicht ganz so schlimm ausfallen. Auch die Hintergründe der Taten werden nicht wirklich durchleuchtet und ob die Tat irgendwas auslöst, darf in diesem Fall auch bezweifelt werden. Trotzdem ist Arlington Road ein äusserst gelungener Film, der dank zwei herausragenden Hauptdarsteller einen starken Anker aufweist. Das interessant geschriebene Drehbuch, der passende Score und ab und zu etwas Mindfuck sorgen dafür, dass man mit Arlington Road einen im Gedächtnis bleibenden Thriller zu Gesicht bekommt.

Arminius

Nun, hab mir diesen Streifen gerade im TV angeschaut. Positive Punkte: Sehr gutes Schauspiel und sehr spannend gemacht. So spannend, dass ich mich während des Films fragte, warum andere Thriller nicht annähernd diese Spannung hinkriegen. Ist doch so einfach, dachte ich. Es passt ja alles zusammen!
Genau das ist das Problem, das ich aber letztlich doch hatte:

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Der Film ist völlig überkonstruiert und unplausibel. In der Realität wäre die mathematische Chance, dass dieses Attentat gelingen würde, unendlich klein. Solch sophistizierte und organisierte Attentäter hätten mit 100%er Wahrscheinlichkeit eine viel erfolgsversprechendere Methode gewählt. Denn: Die Attenäter hätten niemals damit rechnen können, dass Faraday 1. den Link zwischen dem Transportwagen und Lang herstellen könnte, so dass dieser dem Wagen folgt. 2. Wäre die Gefahr, dass er bei der Verfolungjagd von der Polizei rausgenommen würde, viel zu hoch. 3. Hätten die nie damit rechnen können, dass er ins FBI-Gebäude reinkommt. Jedes einzelne dieser 3 Punkte (gibt noch mehr) sind an sich schon unplausibel genug. Zusammen praktisch unmöglich. Dass der Film dennoch 4 Punkte von mir erhält, liegt daran, dass er mich im ersten Moment total überzeugt hat. Ich bin auf ihn reingeflogen. Er hat sogar meine sonstige starke Aversion gegenüber Verschwörungstheorien im ersten Moment umschifft. Das hat schon lange kein Thriller mehr geschafft, drum hat er bei mir ein "gut" verdient, auch wenn er die Zuschauer eigentlich ziemlich dreist an der Nase herumführt 😊

ma

Eines der wenig tollen Drehbüücher von Ehren Kruger und ein Wahnsinnsfilm mit Top-Besetzung

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