Armageddon (1998)

Armageddon (1998)

Armageddon - Das Jüngste Gericht
  1. , ,
  2. 151 Minuten

DVD-Review: Bruce to the rescue!

"I cant find Mr. Potter"
"I cant find Mr. Potter" © Studio / Produzent

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Astronauten basteln an einem Satelliten, als auf einmal die Hölle losbricht. Ein Angriff ausserirdischer Mächte? Terror? Iwo, es ist ein simpler, aber tödlicher Meteoritenschauer, der den Astronauten das Leben kostet und der mit seiner gewaltigen Kraft auf die Erde prallt. Städte explodieren, Menschen sind in Panik. Und in der NASA hat man noch etwas viel schlimmeres entdeckt.

Da rast ein Asteroid auf die Erde zu, der die Grösse von Texas hat und der als "Nuclear Killer" alles Leben auf unserem Planeten auszulöschen vermag. Jemand muss ihn stoppen, sonsts wars das mit der Menschheit. Und dieser jemand ist Harry Stamper (Bruce Willis). Der ist nicht etwa Superman oder sonst ein helles Köpfchen, sondern der weltbeste Bohrermeister, der sonst auf einer Bohrinsel die unmöglichsten Dinge vollbringt. Zwar hat er dort Ärger mit seinem Angestellten AJ (Ben Affleck), weil der mit Harrys Tochter Grace (Liv Tyler) rummacht und verfolgt diesen auch schon mal mit dem Schiessgewehr. Aber um die Erde zu retten, solls reichen.

Auf dem Weg zur Verkehrsschule
Auf dem Weg zur Verkehrsschule © Studio / Produzent

NASA-Chef Truman (Billy Bob Thornton) sieht Licht am Ende des Tunnels. Der Bohrmeister hat zugesagt und will mit seiner Crew (unter anderem Owen Wilson oder Steve Buscemi) in 18 Tagen zum Astronauten reifen. Das Training beginnt, die harten Burschen stellen ihre Forderungen (Steuererlass, Parkbussen streichen, usw) und sind theoretisch bereit, auf dem Asteroiden zu landen, ein Loch zu bohren und dieses mit Atombomben zu füllen. In der Hoffnung, dass das noch in einer bestimmten Distanz geschieht, sodass sich der Asteroid in zwei Teile spaltet und die Erde verfehlt.

Gleich gehts rein....
Gleich gehts rein.... © Studio / Produzent

Die Helden sind parat. Die beiden Raumschiffe "Freedom" und "Independence" starten und wollen erstmal bei der russischen Raumstation tanken. Der dortige Astronaut (Peter Stormare) scheint ein wenig zu lange allein gewesen zu sein und die Station macht nicht den sichersten Eindruck, aber wenn Amerikaner die Welt retten, dann wird sie auch keine halbkaputte russische Raumstation davon abhalten.

Nachdem man dieses Zusammentreffen überlebt hat, gehts in Richtung Asteroid. Minustemperaturen, rasiermesserscharfe Kanten und überhaupt, das schlimmste Umfeld, das man sich vorstellen kann. Wird es den "Drill-Guys" gelingen, die Welt zu retten? Werden alle zurückkommen?

Regisseur Michael Bay hatte bereits mit The Rock oder Bad Boys bewiesen, dass er bombastisches Fastfood-Kino machen kann. Zusammen mit Jerry Bruckheimer bildete er ein optimales Duo, um mit gross angelegten Filmen und Szenen die Menschen in die Kinos zu locken und somit an den Kinokassen gewaltigen Gewinn einzufahren. Zwar konnte man bereits nach dem Titelspann voraussagen, dass die beiden ihre Finger im Spiel hatten, wurde aber schlussendlich doch auf einfache und opulente Weise unterhalten. Das war 1998 nicht anders, als die Erde in grosser Gefahr war und das Armageddon bevorstand. An den Kinokassen wurde der "Zwilling" Deep Impact abgeschossen und mit einem Einspielergebnis von über 200 Millionen Dollar darf sich auch der Buchhalter freuen.

Die Geschichte ist so simpel, wie patriotisch. Ein Asteroid wird entdeckt, die Vorschläge der Forscher und Denker werden abgeschmettert und sind undurchführbar. Bis auf einen. Nämlich eine Gruppe zu finden, die dort hin fliegt, Löcher bohrt, Bomben platziert und somit die Welt rettet. Und mit dem von Bruce Willis verkörperten Drillmeister hat man die einzige Person auf der Welt gefunden, der so was gelingen könnte. Da diese Story kaum den fast 150 Minuten langen Film füllen könnte, fügte man noch einige andere Zutaten dazu. Eine Gruppe ganz lustiger und stereotypischer Charaktere, die vor die Lacher zuständig sein sollten. Ein romantisches Pärchen, das zu den Klängen von Aerosmith's "I don't wanna miss a thing" rummachen konnte und ein Ende, das tragisch, brutal, aber nicht ganz unerwartet daherkommt.

Wenn man sich den Cast von Armageddon anschaut, entdeckt man viele Namen, die man heutzutage kaum mehr in solch kleinen Rollen sehen würde. Jason Isaacs, der momentan in Harry Potter and the Goblet of Fire auf der bösen Seite mitmischt. Owen Wilson, inzwischen selber ein Megastar. Udo Kier in einer Mini-Mini-Rolle. Und natürlich der riesige Michael Clarke Duncan, dessen Karriere nach diesem Film erst so richtig losgelegt hat.

Die Hauptrollen werden solide und passabel gespielt. Die Tatsachen, dass ich Ben Affleck halt noch immer mit gemischten Gefühlen sehe und dass Liv Tyler überhaupt nicht zum Zug kommt, ist schade. Wenigstens kriegen wir genügend Bruce Willis.

Die Effekte sind grandios. Wie man es von Produktionen von Jerry Bruckheimer gewohnt ist, differenzieren sich aber auch hier die Meinungen. Super, bombastisch oder irre geil auf der einen Seite, überflüssig, kitschig oder zu patriotisch auf der anderen. Aber eins ist sicher: Armageddon ist ein Stück Hollywood, das unterhält, Gefühle anspricht und nebst allen Logikfehlern und eher peinlichen Momenten, halt einfach ein rundum gelungener Film geworden ist.

Die vorliegende DVD hat leider keine Extras. Für Hintergrundinformationen, Musikvideos, unveröffentlichte Szenen oder Berichte über die Spezial-Effekte sollte darum unbedingt die Special-Edition erworben werden.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 43

yan

Hab Armageddon an der Cinemania endlich im Kino erleben dürfen. Ein grandioses Action-Spektakel, das zwar gegen Ende etwas kitschig wird, auch den typischen Bay-Pathos mitsichbringt, doch im Endeffekt genau das bei mir erreicht hat, was ich wollte: er hat mich wunderbar unterhalten. Ich kann die Bay-Hater auf gewisse Art und Weise verstehen, aber andererseits macht ihr euch ja selbst zum Affen, wenn ihr euch solche Filme überhaupt anseht. Armageddon ist Dynamit mit Zuckerguss. Vieles ist übertrieben und vieles gar nicht machbar, trotzdem ist der Film spannend und bietet zudem einen herrlichen Soundtrack. Man kann von Bay halten was man möchte, aber für mich ist und bleibt er ein Blockbuster-King.

[Editiert von yan am 2011-12-30 16:30:26]

V8 Power

Also ich finde DEEP IMPACT ja nicht direkt schlecht, aber was man da geboten bekommt an Spannung und vor allem UNTERHALTUNG ist allemals besser als DEEP IMPACT. Wenn ich mir was "realistisches" über Asteroiden reinziehen will, guck ich n'Wissensmagazin... und nein: ARMAGEDDON ist fürs Kino gemacht, sonst braucht man wirklich nicht hinzugehen. Wieder ne Doku: Die kann ich mir getrost an nem Fernseher ansehen.

Armageddon ist schlicht und ergreifend ein super Film!

Abzüge gibt's nur wegen dem ganzen Schnulzenmist. 😎

()=()

Zitat farossi (2008-10-12 20:16:16)
Zitat El Chupanebrey (2008-03-17 11:07:51)

1. Der Film ist laut, viel zu laut, ich glaube nicht, dass ichs im Kino ertragen hätte.

das ist doch absicht, das muss so sein! am besten ein grosses bild und fetter sound.
erst gerade wieder gesehen. schlichtweg ein klasse popcorn-movie!!! 😎

Stimme ich voll zu. Armageddon ist ein typischer Popcorn-Movie. So wünscht es sich jeder bei einem Bay Film.😛

[Editiert von ()=() am 2008-10-12 20:35:47]

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