Titanic (1997)

Titanic (1997)

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  2. 194 Minuten

DVD-Review: Mehr vom Ding, das einfach nicht untergeht!

*tuutuuuut*
*tuutuuuut*

Jack (Leonard DiCaprio) gewinnt bei einem Kartenspiel Tickets für die Überfahrt ins gelobte Land - Holzklasse einfach natürlich, dafür mit dem schnellsten und grössten Passagierschiff der Welt, der Titanic. Auf diesem Riesendampfer (vier Schornsteine, einer zur Zierde) lernt er die lebensmüde Rose (Kate Winslet) kennen, High Society natürlich.

Kuoni, TUI oder Neckermann?
Kuoni, TUI oder Neckermann?

Die Begegnung ist in etwa so schicksalshaft wie die Fahrt des Schiffes selber. Fast wie in Romeo und Julia passt zusammen, was nicht zusammengehören darf. Und weil Rose auch noch ihren Verlobten und die gesamte Entourage inkl. Hausdetektiv mitgebracht hat, sind die Konflikte natürlich vorprogrammiert. Doch ein Eisberg grösseren Ausmasses steht dem Liebesglück schliesslich im Weg, auch für Schwimmer!

James Camerons Riesenerfolg und Oscarabräumer ist etwas für kalt-nasse Winterabende und eignet sich vorzüglich für "tempo"reiches (ja, ich meine die Papiertaschentücher) Zusammensein. Es ist der Film, der das Fandom um Leonardo DiCaprio begründete und Teenies bei dessen Anblick kreischen liess wie bei einer alljährlichen Boyband-Hysterie. James Cameron hat es aber auch verflixt geschickt angepackt. Er verbandelt die Geschichte des zum Untergang verurteilten (wie wir ja wissen) Luxusdampfers mit einer undenkbaren Liebesgeschichte von Reich und Arm, stellt plakativ Gut und Böse gegeneinander, bebildert das Ganze mit visuellem Schmalz und lässt James Horner den Hit seines Lebens schreiben, der eine kanadische Sängerin an die absolute Hitparadenspitze katapultiert mit einem Song der danach wochenlang in Kaufhäusern, Liften und aus Autoradios plärrte.

Titanic ist lang, sehr lang. Der Ausspruch "wann geht das verdammte Schiff denn endlich unter?" stammt nicht unbedingt von mir, hat aber schon was für sich. Man sitzt seinen Filmhintern ab und beobachtet eine eigentlich völlig triviale, klischeehafte Lovestory mit sicherem Ausgang (Im Rückblick, je öfter man den Film sieht, desto auffallender wird die Simplizität des einstigen Megaprojektes). Und doch hat der Film Millionen gepackt und berührt. Die Mischung aus Liebes- und Katastrophenfilm hat nicht zum ersten Mal funktioniert, aber selten zuvor hat sie eine derartige Heftigkeit in den Medien ausgelöst - das Publikum wurde von der Titanicmanie mitgerissen. Und die Maschinerie funktionierte tadellos, James Cameron kürte sich zum selbsternannten "König der Welt" und Leo zum Megastar.

Visuell ist der Film natürlich beeindruckend, wie eigentlich immer bei Cameron. Und wenn Wasser im Spiel ist, gibt sich der detailverliebte Regisseur gleich doppelt Mühe. In dieser Hinsicht ist am Film nichts auszusetzen, da sind die verliehenen Goldmännchen sicher verdient. Ob das Riesending wirklich der beste Film des Jahres, Jahrzehnts oder was auch immer ist, dahinter setze ich mal ein Fragezeichen. Zweifelsohne ist es einer der erfolgreichsten Filme überhaupt und bei jung und alt nach wie vor beliebt.

Extras: Die vorliegende DVD ist lediglich die 2-Set Edition, die zwar auch einige Extras, wie zum Beispiel ein alternatives Ende, enthält, aber nie an die Masse an Zusatzmaterial der 4-Disc-Collectors-Edition herankommt, die für die absoluten Schiffliversenkis-Fans sowieso das Nonplusultra ist. An Bild und Ton gibt es nichts auszusetzen, man darf dem Spektatkel audiovisuell vollständig erliegen.

/ pb

Kommentare Total: 25

nadisimei

Dieser Film ist sensationell. Titanic bekommt von mir ein grosses Lob. Leonardo Di Caprio und Kate Winslet haben mich wirklich überzeugt. Meiner Meinung nach ist dieser Film einer der besten Filme überhaubt!

gashi

bester film den es je gab !! 😄

Chemic

😊 Absolut richtig!

Ändert aber wenig daran das man sich mMn das Geld besser für einen anständigen Irland-Urlaub hinzusparrt und dann einen Abstecher nach Belfast macht. Das dort kürzlich eröffnete Museum rund um den Kahn soll ja ziemlich imposant sein.

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