Mortal Kombat: Annihilation (1997)

Mortal Kombat: Annihilation (1997)

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  2. 95 Minuten

DVD-Review: Göttlicher Quark als Klopperei

Sandra, das Zürcher Meitli
Sandra, das Zürcher Meitli

Das grosse Turnier Mortal Kombat konnte von den Teilnehmern der Erde siegreich gestaltet werden. Liu Kang (Robin Shou), Sonya Blade (Sandra Hess) und Johnny Cage (Chris Conrad) konnten mit Hilfe des Gottes Rayden (James Remar) die Gestalten von Outer World besiegen und eigentlich hätte jetzt eine Generation Ruhe einkehren sollen. Doch die Bösewichter von der anderen Seite halten sich - mal wieder - nicht an den Plan. Unter der Führung von Shao-Khan (Brian Tompson) werden die Tore geöffnet und die Erde angegriffen.

Ach Nööööö!
Ach Nööööö!

Nicht nur Shao-Khan selber wirft sich ins Getümmel, sondern auch seine Schergen, die mit vielversprechenden Namen wie Sheeva, Sindel oder Mileena auffahren. Unseren menschlichen Kämpfern bleibt kaum Zeit zum Schnaufen, denn als Johnny Cage brutal ermordet wird, muss der Rest der Truppe einen Gang zulegen, um zu verhindern, dass die Tore zu Outer World permanent geöffnet bleiben und noch mehr schreckliche Gestalten den Weg auf unseren Planeten finden. Und auch Lord Rayden hat noch die eine oder andere Überraschung auf Lager.

1995 schlug Mortal Kombat an den Kinokassen mächtig ein. Dazu kam ein erfolgreicher Soundtrack, neu aufgelegte Videospiele und natürlich, zwei Jahre später, eine Fortsetzung. Unter dem Namen Mortal Kombat: Annihilation wollte man den Erfolg weiterspinnen, musste aber eine deftige Klatsche hinnehmen. Denn nicht nur ist der Film miserabel geworden, er brachte auch die ganze filmische Umsetzung des Spiels zum Stoppen. 2013 soll nun ein Neustart im Kino gewagt werden. Wenns denn klappt.

Die Story von Mortal Kombat: Annihilation ist schrecklich, weil praktisch nicht vorhanden. Tore öffnen sich, schlechte Effekte kommen zum Tragen und dämliche Charaktere bedrohen die Menschheit. Was im Original noch stylisch umgesetzt wurde, ist hier zum tumben Gekloppe verkommen, das sogar in Sachen Action müllig ist. Prügel hier, Prügel da, Frauen im Schlamm und Darsteller, die sich in Sachen schlechtem Schauspiel gegenseitig unterbieten. Da ist auch "unsere" Sandra Hess nicht ausgenommen. Die in Zürich geborene Schauspielerin konnte zwar in verschiedenen US-TV-Serien glänzen, kommt in diesem Film aber überhaupt nicht zum Zug. Immerhin darf sie zeigen, dass sie beweglich ist und kämpfen kann.

Fazit: Bekannte Genre-Namen wie Brian Thompson oder James Remar helfen nichts. Mortal Kombat: Annihilation ist eine Katastrophe geworden. Schäbige Effekte (die man vom Schiff aus als solche erkennt), peinliche Dialoge und unübersichtliches Gekloppe machen aus der Sache eine Nullnummer. Da schaut man sich lieber nochmals Mortal Kombat an.

Kurze Interviews und Spots zum Film sind das Bonusmaterial der DVD von Mortal Kombat: Annihilation. Qualitativ wird ein recht dunkles Bild geboten, das verpixelt daherkommt und darum nicht wirklich gefällt. Auch tonmässig wird höchst durchschnittliche Qualität geboten, der Ton ist dumpf und genügt nicht dem heutigen Standard.

/ muri