Cube (1997)

Cube (1997)

Würfel
  1. , ,
  2. 90 Minuten

Filmkritik: *ngngngngngngng*

Die Würfel sind gefallen...
Die Würfel sind gefallen...

"Herzlich Willkommen im Riesenwürfelland, dem Versuchslabyrinth der absolut abgespaceten Art. Ein kräftig unheimliches Hallo! im urkomischen Kammernspiel der Neuzeit. Lernen Sie Ihre Talente nutzen und sich mit weiteren 5 Fremdlingen ("Was machen Sie denn hier?") in einem Wirrwarr von Zimmern/Kammern (einmal grün, einmal blau, oder rot...) und verbindenden Schleusen zurechtzufinden.

Egal, ob Sie wissen warum Sie zum Mitmachen gezwungen werden. ("Wo bin ich hier? Wie kam ich hier her? Hallo?!?") Egal, ob Sie bei der Wegfindung vielleicht brutal ums Leben kommen ("... da gibt es zum Teil so Kammern, die sind mit Fallen ausgestattet. Ja, also, das sind schon recht komische Fallen. Irgendwie find‘ ich das nicht mehr so lustig, wie komisch die sind...").

Der Weg nach draussen ist steinig... äh blutig.
Der Weg nach draussen ist steinig... äh blutig.

Geboten wird die Show der Superlative: Durst, Hunger, Toilettennot *brünzel*, Angst, Unsicherheit, gegenseitiger Vertrauensmangel, Intelligenz, Hass, Brutalität... um nur einige Spezialitäten zu nennen. Unter psychischen und physischen Qualen suchen Sie (gemeinsam, dennoch einsam) den richtigen Weg (richtigen Code) in die Freiheit.

Die bereits erwähnten 5 kleine MitspielerInnen (von unbekannter Hand dazu auserwählt) stehen Ihnen, wenn Sie zu den Glücklichen gehören, zur Seite. Wenn dem nicht so ist... tun Sie mir persönlich leid. Oberstes Ziel meines Erachtens bleibt: Zusammenarbeit... äh, ja, wenn möglich...

Guck mal wer da stirbt...
Guck mal wer da stirbt...

Aber ich will Ihnen die Freude nicht verderben. Spannung garantiere ich Ihnen allemal. Etwas Klaustrophobie ebenfalls. Und hey: Vertrau dem *ngngngngng*!"

Rezept zum Selberbasteln eines derartigen Spiels (Kostenpunkt: LowBudget):

  • 6 MitspielerInnen, jeder mit einem unterschiedlichen Talent: z.B. Rechengenie, Sprachgenie, ausgeprägtes Mutterinstinkttier... etc. Fantasie ist angesagt! (Beispiel Cube: schwarzer Polizist, Agent...glaube ich..., Autist, Ärztin, Ausbrecher, Rechentalentin ...etc.)
  • einen Mega-Würfel, bestehend aus mega vielen Einzelkammern/-zimmerwürfeln
  • jede Kammer mit weiteren Kammern durch zahlenkodierte Schleusen (4 Wände + Boden + Decke = *ngng* 6) mit oder ohne Falle (Hightech, äusserst giftig, brutalschnell, unglaublich komplex) versehen (in welcher Kammer ist wohl eine Faaaallöööö?)
  • ein, zwei oder mehrere MitspielerInnen mit ungezähmten Energieschüben versehen (negativ und positiv): Aggressivität, Angst, Wahnvorstellungen... dazu eine Veranschaulichung, einfach etwas weniger gefährlich: www.weristdermaulwurf.de :-)
  • etwas Glück, nochmehr Gemeinheit, Testgeilheit beim Urheber... und so weiter und so fort...

Cube ist ein echter Spannungszüchter. Mit wenig Klimmbimm (je kostengünstiger, desto genialer - gell, BlairWitch), der besten Kulissengestaltung, dem meisten an Verwirrung, den geeignetsten Schauspielern, den angemessensten SpecialEffects, dem höchsten an Intelligenz... wirklich, wirklich, wirklich. DER Kinotipp schlechthin. Wenigstens für diejenigen unter Ihnen, die Spannung vertragen (wollen). Was Sie geboten bekommen ist, obwohl 1997 (laaaaaange her) gedreht, auf seine Art und Weise neu und aussergewöhnlich. Zu den einzelnen Kammerfallen: wer kommt schon auf die Idee einen "Mitspieler" wie mit einem Eierteiler (wissen Sie, welches Küchengerät ich meine?) zu stückeln? ... ehrlich gesagt, nach Cube bleibt mir die Spucke weg. Nach 2maligem Schauen bin ich vollkommen überzeugt, dass auch ein drittes Mal Cube Watching keineswegs geistige Demenz auslösen kann. Im Gegenteil... aber, aber... gehen Sie den Film gucken... wirklich!

PS: ich leide an Klammermangel, *sniff*

/ nd

Kommentare Total: 33

Murikov

Hat mir durchaus gefallen. Macht beim zweiten Ansehen sicherlich nicht anhaltsmässig so viel Spass wie beim ersten Mal. Dazu fehlen halt noch mehr kultige Todesmomente oder Fallen, die ab der zweiten Filmhälfte etwas rar werden.

yan

Hmm hab den Film von x Jahren schonmal gesehen und gestern wieder mal angeguckt. Irgendwie konnte er mich einfach nicht so begeistern, wie die meisten hier. Sicherlich Top-Idee und viele Details, die einfach passen. Aber die Spannung lässt manchmal arg zu wünschen übrig. Das Ende ist dann zwar wieder in Ordnung und irgendwie läuft da noch ziemlich viel im Hintergrund, Vieles wird nur untermalt dargestellt, was zwar zum Nachdenken anregt, aber Natali hat dem Zuschauer (oder vielleicht nur mir) doch zu wenig Platz für einen tieferen Sinn gegeben. Cube ist ein guter Film, aber den Hype kann nicht nicht ganz verstehen.

HomerSimpson

Ich hab mehr erwartet. Spannung war nur teilweise vorhanden, ansonsten habe ich mich über die Schauspieler aufgeregt, aber an den grotten schlechten Dialogen konnten sie auch nichts tun. Aber die Idee ist super auch wenn ich doch gerne ein Warum gehabt hätte. Und das Klischee am Ende hätten sie jetzt auch nicht reinstecken müssen.

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