Anaconda (1997)

Anaconda (1997)

Oder: Was schleicht den hier durch Nacht und Wind

Eine Schifffahrt, die ist lustig...

Eine Schifffahrt, die ist lustig...

Eine kleine Expeditionstruppe fährt mit ihrem Boot auf dem Amazonas in den Dschungel, um einen Dokumentarfilm über die Ureinwohner zu drehen, die sich in dem Gebiet niedergelassen haben sollen. Auf dem Weg zum Drehort treffen auf den schiffbrüchigen Paul Sarone (Jon Voight), den sie hilfsbereit mitnehmen. Als Dank bietet er an, die Expedition durch das Gewirr der grösseren und kleineren Flüsse zu den Ureinwohnern zu führen. Bevor sie allerdings mit den Dreharbeiten beginnen können, durchkreuzt ein tragischer Unfall von Forscher Steven Cale (Eric Stoltz) ihre Pläne. Der Arme muss so schnell wie möglich zu einem Krankenhaus gebracht werden.

Inzwischen sind sie jedoch schon weit ins Flusssystem eingedrungen, und die Gruppe vertraut Sarone, der das Gebiet wie kein anderer kennt, dass er sie so schnell wie möglich zum nächsten Krankenhaus führt. Wie sich aber nach und nach herausstellt, verfolgt Sarone seine eigenen Pläne und führt die Gruppe in Richtung der mythischen "Stätte der Schlangen". Dort will er eine der riesenhaften Anacondas fangen, die ohne Probleme einen ganzen Menschen verschlucken können. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Werden sie noch lebend der Schlangenhölle entkommen...?


DVD-Rating

Eine Mission, ein paar Monster, viel Dschungel, Wasser und ein paar Opfer. Das sind die Komponenten für einen Monster Film. Anaconda gehört in diese Kategorie und hat, wen wundert's, genau diese Bestandteile.

Nach einem kurzen Intro, das die Mitglieder der Expedition vorstellt, die alle irgendwie aus der Klischeekiste entsprungen sind, dümpelt die Crew bereits auf den Flüssen des Amazonas herum. So kommt es auch, dass sie nach relativ kurzer Zeit den von Jon Voight sehr gut gespielten Sarone aufgreifen, von da aus entwickelt sich die Story sehr linear. Wer sich mit Filmen wie Jurassic Park 3 oder ähnlichen auskennt, wird es kaum überraschen, wenn wieder einer der Gruppe ins Gras beisst: Wie es im Handbuch geschrieben steht, agieren die Mitglieder der Expedition klassisch dumm und machen alle Fehler, die nötig sind, um sich umzubringen.

Die Schauspieler, die rückblickend ein erstaunlich gut besetztes Ensemble bilden, geben sich redlich Mühe. Letztendlich können aber nur Jon Voight in seiner Reinkarnation von Captain Ahab, auf der Suche nach Mobby Dick und der Ultracoole Ice Cube einigermassen in der Rolle überzeugen. Sie treiben auch die Story voran während die andern eher kreative Untätigkeit an den Tag legen. Sie sind zwar anwesend, kämpfen sich aber nur durch schlechte Dialoge und werden auch rasch gleichgültig.

Zur Qualität von Anaconda: Trotz des Alters, sind die Special - Effekte ganz ordentlich, sehen aber oft recht verwaschen und grob hineinkopiert aus. Was aber positiv auffällt, ist der anfänglich ansprechende Soundtrack, der dann aber in den Gruselsequenzen zu zurückhaltend bleibt und nur für wenig Spannung sorgt. Zusätzlich haben sie sich mit Blood and Gore sehr zurückgehalten, so bleibt Anaconda visuell für einen Monsterfilm eher schwach.

Fazit: Anaconda ist ein mässig spannender und routinierter Monsterstreifen, der weder in der Story noch mit den Schauspielern wirklich Überraschungen bietet. Die Schockmomente zünden selten und wegen seiner berechenbaren Handlung verschenkt er sehr viel Atmosphäre. Ein lascher Monsterfilm, den man auch kurz darauf wieder vergessen hat.

DVD: Die Standardversion, die ich getestet habe, verfügt über ein akzeptables Bild, das aber auch mit Schnee überzogen ist, die Abmischung bleibt etwas zu leise. Special Features sind nicht vorhanden.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

10.03.2006 / db

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