The Phantom (1996)

The Phantom (1996)

Das Phantom
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  3. 100 Minuten

DVD-Review: Im Dschungel ist das Teufelchen los

Grad noch im Überraschungsei
Grad noch im Überraschungsei © Studio / Produzent

Seit langer Zeit erzählt man sich die Legende eines Geistes, der auf einer Insel in Afrika für Recht und Ordnung sorgt. Schon viele Male soll diese Gestalt von irgendwelchen Gaunern getötet worden sein und trotzdem taucht er immer wieder auf. Er kommuniziert mit Tieren, trägt den Totenkopf als Symbol und soll übermenschliche Kräfte haben. Sein Name: Das Phantom.

Auf der Insel Bengalla sind ein paar böse Buben einem Schatz auf der Spur. Ein Totenkopf, der in Verbindung mit zwei weiteren der Sorte, eine Energie freisetzen kann, die dem Besitzer ungeheure Macht verleihen soll. Und sogar das Phantom (Billy Zane) kann diesen Diebstahl für einmal nicht verhindern.

CSI-Training
CSI-Training © Studio / Produzent

Xander Drax (Treat Williams) steckt hinter diesem Klau. Er, der gaunerische Geschäftsmann von New York, will diese drei Totenschädel zusammenführen und schreckt dabei vor keiner Untat zurück. Als er die Tochter eines grossen Zeitungsverlegers entführt, schaltet sich unser Held in Lila ein. Denn Diana Palmer (Kristy Swanson) ist ein gute Freundin vom Alter Ego des Maskierten, Kit Walker.

Doch bevor die Schädel ihre grauenhafte Macht demonstrieren können und die Bösen gewinnen, muss das Phantom eigenhändig nach New York reisen und versuchen, ausserhalb seines angestammten Territoriums für Recht und Ordnung zu sorgen.

Comicverfilmungen gabs schon lange vor Spiderman oder Batman begins. Und schon damals versuchte man aus allen möglichen (un-)bekannten Comics Filme zu drehen. The Phantom, bekannt aus den Bildstreifen in der Zeitung und den dazugehörigen Heftchen, war Mitte der 90-er Jahre ein solcher Kandidat. Mit dem Shadow war grad erst Film in ähnlicher Zeitspanne gut gelaufen, da kramten die Leute den Lila-Mann mit der Maske hervor.

Daraus entstand ein mehrheitlich schön buntes Comic-Abenteuer, das Lust auf ferne Welten macht. Die Phantom-Insel ist direkt aus dem Ferienprospekt, die Strände traumhaft klar und die Sauberkeit des Wassers ebenso. Dort lebt also unser Held, der seit vielen Jahrhunderten bereits das Geheimnis der Totenkopf-Insel (und des dazugehörigen Fingerringes) an seine Söhne weitergibt. Die Tatsache, dass es in dieser Familie keine Mädchen gibt, dürfte wohl als pures Glück abgetan werden.

Der Film fängt schön an und erinnert an Indiana Jones, was dem Einstieg hilft. Der erste Auftritt unseres Helden lässt dann auch nicht lange auf sich warten und erstaunlicherweise zieht der Gute sogar den Kürzeren. Allerdings natürlich nur so lange, bis er sich zusammenreisst und in die grosse Stadt fährt, wo die üblen Burschen zur Rechenschaft gezogen werden.

Billy Zane, der ein Jahr später auf der Titanic dem Leonardo Di Caprio an die Kehle, darf im Film vor allem seine schönen Augen zeigen, die mehrfach in Szenen gesetzt werden. Dazu ein bisschen prügeln, reiten und Frauen küssen. Das alles in schöner Umgebung. Also wahrlich kein schlechter Job für den Mann, der 2006 im umstrittenen Kurtlar Vadisi einen Auftritt hatte.

Die Nebenrollen wurden mit einem schön überagierenden Treat Williams und mit der Original-Buffy the Vampire Slayer Kristy Swanson besetzt. Während er sichtlichen Spass an den dummen Sprüchen hat, bleibt die Dame reichlich schwach und wird von der bösen Lady des Films, Catherine Zeta-Jones, in Sachen Sex-Appeal und Coolness total an die Wand spielen.

Fazit: The Phantom schwankt zwischen Abenteuer- und Kriminalfilm. Das heisst, dass sich schöne Sequenzen mit geheimnisvollen Diaolgen und überflüssiger Action abwechseln. Das verhindert eine richtig coole Wertung, ist den Fans des (klassischen) Comics aber natürlich völlig Wurst. Ein bisschen Augenzwinkern, ein charmanter Hauptdarsteller, dafür leider eine höchst durchschnittliche Story. Unterhalten tuts allemal.

Leider hats auf der vorliegenden DVD nur den Trailer zum Film, dafür kann man unter fast 15 Untertitelspuren auswählen. Der Ton an sich ist klar, fällt aber in der ungarischen (!) Version etwas ab. ;)

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 3

VesperLynd89

Die schlimmste Entscheidung der Filmgeschichte: Billy Zane in ein hautenges lila Kostüm zu stecken! Wieso grad lila? Weil es sich so super zur Tarnung im Dschungel eignet, oder wie? Ich muss immer nur auf diese Farbe starren als auf die Handlung zu achten. Und dafür gibt's schonmal massive Abzüge.

Von der Handlung her kann man eigentlich nicht meckern. Ein bisschen Fluch der Karibik gepaart mit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels und noch eine Brise Tarzan und schon kriegt man Das Phantom. Was im Klartext heisst, dass es eigentlich keine neuen oder innovativen Ideen gibt.

Wenn man keinen Wert auf neue Action sondern Filme aus der Konserve steht, ist der Film ideal.

pb

jo, der ist nichts. bestes am film ist noch die musik von david newman und die ulkigen kostüme.

muri

DVD-Review: Im Dschungel ist das Teufelchen los

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