Maximum Risk (1996)

Maximum Risk (1996)

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  2. 101 Minuten

Filmkritik: If you lie to me, pretty Girl, you won't be pretty anymore!

Anpacken, bitte!
Anpacken, bitte! © SONY PICTURES ENTERTAINMENT DEUTSCHLAND GMBH

In Nizza hetzt Mikhail (Jean-Claude Van Damme) durch die Gassen. Verfolgt von zwei Männern geht's durch Fenster, über Balkone und am Ende auch in den Tod. Da die französische Polizei dem Fall auf den Grund gehen will, wird Polizist Alain (Jean-Claude Van Damme in einer zweiten Rolle!) auf den Fall angesetzt, und dieser schaut nicht schlecht, als er merkt, dass ihm der Verblichene aus dem Gesicht geschnitten ist. Es stellt sich heraus, dass Mikhail überraschenderweise der Zwillingsbruder von Alain war, weshalb unser Cop nun dessen Identität annehmen will, um den Mördern das Handwerk zu legen. Die erste Station seiner Ermittlungen findet er in New York, wo ihm die schöne Alex (Natasha Henstridge) sofort die Zunge in den Hals steckt.

Da geht sie hin, die Karriere
Da geht sie hin, die Karriere © SONY PICTURES ENTERTAINMENT DEUTSCHLAND GMBH

Mikhail war in dunkle Geschäfte mit der russischen Mafia verwickelt, die nun annimmt, dass er (natürlich in Person von Alain, das wissen die Russen aber nicht!) wieder aufgetaucht ist und ihn um die Ecke bringen will. Aber Alain wäre nicht Alain, wenn er nicht ein paar harte Kicks, Luftsprünge und Handkantenschläge zu verteilen hätte. Als er zudem noch herausfindet, warum die Russen seinen Tod wollen und was das Ganze mit einem Schliessfach in Nizza zu tun hat, wird die grosse Jagd endgültig lanciert.

Maximum Risk ist einer dieser Neunziger-Streifen, die mit ein paar netten Sequenzen und überbrutalen Momenten punkten wollen, aber eigentlich nur heisse Luft bieten. Klar, Van Damme ist fit und sein Akzent herzig, aber selbst für einen dieser alten Actionfilme kommt dieser einfach und unspektakulär daher. Ausserdem ist die Species-Dame Natasha Henstridge viel zu wenig im Bild. Aber mit viel Nostalgie haut der Film doch ein bisschen rein.

Der doppelte Van Damme klappte in Filmen wie Double Impact schon wunderbar, warum also das Erfolgsrezept nicht wiederholen? Genau, darum durfte der Belgier auch in Maximum Risk auch wieder doppelt ran. Im Sog seiner kommerziell erfolgreichsten Zeit (in den Neunzigern war der Kerl ein richtiger Star) schob man nun also einen weiteren Thriller an den Start, liess Species-Schönheit Natasha Henstridge (kennt die noch jemand?) als Eye-Candy auftauchen und packte das Ganze in eine mehr als durchschnittliche Thrillergeschichte. Voila - Maximum Risk war fertig.

Natürlich erwarten wir von JCVD keine schauspielerischen Glanzleistungen, sondern einfach das, was der Kerl am besten kann: sich durch die Gegner prügeln und mit französischem Akzent tumbe One-Liner abliefern. «Dön't Shüt, I'm a Cöp!» oder «You move, you die!» sind da schon fast das Höchste aller Dialogdinge. Aber den Muscles from Brussels darf man keinen Vorwurf machen, denn sein einziger Job war es, ein bisschen zu prügeln und die Henstridge zu knutschen - da hätten wohl die meisten Männer auch solchen Quark von sich gegeben.

Inhaltlich läuft Maximum Risk auf simplem Niveau, präsentiert uns eine einfach geschriebene Story mit klischierten Russen und ein paar netten Actionsequenzen. Ohne Hinterdanken darf man sicher die Prügelei in der Sauna als Höhepunkt des Films betrachten. Fast schon magisch, wie die Handtücher trotz Kicks und Punts stets an den richtigen Stellen blieben und nicht verrutschten. Kinomagie der hohen Schule!

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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