Fair Game (1995)

Fair Game (1995)

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  2. 91 Minuten

DVD-Review: Ein Model in Not

Heisses aus Mexiko
Heisses aus Mexiko © Warner Home Video

Die Anwältin Kate (Cindy Crawford) joggt, wie jeden Morgen, am Strand vom Miami und sorgt so dafür, dass ihr Modellkörper weiterhin in Form bleibt. Heute aber werden die Strapazen durch einen Schuss unterbrochen, der die schöne Dame nur knapp verfehlt. Natürlich wird sofort die Polizei kontaktiert, und Kate findet sich in einem Verhörraum wieder, wo sie auf Detective Max Kirkpatrick (William Baldwin) trifft. Der hat grad mächtige Beziehungsprobleme mit seiner Ex-Freundin (Salma Hayek) und ist auch sonst nicht grad der Beliebteste auf dem Revier. Aber einer hübschen Anwältin unter die Arme greifen, das geht natürlich immer.

Kurz vor dem Absprung
Kurz vor dem Absprung © Warner Home Video

Nachdem die Polizei herausgefunden hat, dass Kate keinen Dreck am Stecken hat, wird diese nach Hause geschickt, wo sie nur knapp einem Bombenanschlag entgeht. Was ist denn da los? Der Cop und die Model-Anwältin müssen nun zusammenarbeiten und sich vor einer Bande übler Russen in Sicherheit bringen. Doch die bösen Buben haben nicht nur die neuste Technologie, um die Flüchtigen aufzuspüren, sondern sind auch extrem schlecht gelaunt. Die Anwältin muss sterben, sonst kommt sie einem gewagten, aber ertragsreichen Plan in die Quere, der den Gaunern Berge von Geld verspricht.

Andrew Sipes ist eher im Bereich der Fernsehserien daheim, durfte aber 1995 einen Actionfilm fürs Kino als Regisseur betreuen. Mit Hilfe des Produzenten Joel Silver (The Matrix, Predator) versuchte er, eine simple Story so aufwändig und spannend wie möglich zu konstruieren. Fair Game floppte allerdings an den Kinokassen, und so hörte man auch von Regisseur Sipes nichts mehr.

In der Hauptrolle versucht sich Model Cindy Crawford zum ersten Mal in einem Kinofilm. Dass sie dabei zwar äusserst attraktiv aussieht, dafür in Sachen Schauspiel nicht brilliert, durfte man erwarten. Eine Schauspielkarriere konnte die Dame aber hiermit nicht starten. Da hätte man eher auf Filmpartner William Baldwin tippen können. Der konnte mit Backdraft und Sliver zwar Erfolge feiern, aber danach kam nicht mehr viel. Auch nicht Fair Game, in dem er zwar die gute Crawford vernaschen darf, aber dafür von Salma Hayek rausgeworfen wird. Soll mal einer sagen, Filmcops seien intelligent...

Was an diesem Film aber gefallen mag, ist die Action. Unser Duo rennt und fährt stets um sein Leben, und die Verfolger, ausgerüstet mit Hitzesensoren und ähnlichem, jagen alles in die Luft, was nicht niet- und nagelfest ist. Wenn schon die Story nicht packt, dann versucht man's halt mit Explosionen. Das klappt ganz nett, zumal die Verfolgungen vielfach mit Achtzigerjahre-Gitarrenmusik unterlegt sind und eigentlich recht cool aussehen. Man mag halt Miami und Umgebung...

Fazit: Fair Game ist ein höchst durchschnittlicher Actionfilm, der zwar eine hübsche Hauptdarstellerin bietet, sonst aber inhaltlich auf Sparflamme kocht. Laute Explosionen, ein paar Schiessereien und eine lausige Nebenrolle für Salma Hayek tragen auch dazu bei, dass aus dem Film kein Hit wurde. Zum einmal Gucken reicht's aber grad noch.

Die DVD hat jetzt auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel, was man dem Film auch in Sachen Bild- und Tonqualität ansieht und -hört. Es fehlt die absolute Sauberkeit, und zwischendurch hat der Film hörbare Schwächen. Zudem fehlen jegliche Bonusfeatures. Dabei hätte man doch wenigstens mit Cindy Crawford ein Interview zeigen können.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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