Friends - Season 10 (1994)

Friends - Season 10 (1994 / Serie)

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  2. 22 Minuten

DVD-Review: Das *heul* Ende der besten Sitcom ever!

The favourite place to be
The favourite place to be © Studio / Produzent

Wir sind noch immer in New York, wo seit Jahren sechs Freunde uns mit ihren Erlebnissen, Romanzen, Abenteuern und täglichen Kleinigkeiten zum lachen bringen. Vorzustellen braucht man die Sippe um Ross, Rachel und Co. nicht mehr gross. Aber in dieser letzten, 10. Staffel, geht's nochmals drunter und drüber.

Da wäre einmal Ross Gellar (David Schwimmer), der verzweifelt versucht, sich eine sommerliche Bräune anzueignen. Oder Probleme mit dem Ex-Freund (Greg Kinnear aus Stuck on you) seiner aktuellen Flamme hat. Er streitet sich mit Kumpel Chandler (Matthew Perry) drum, ein Teil einer Hochzeit zu sein, darf sich als "fest angestellt" betrachten und entwickelt eine Vorliebe für fremdländischen Sekt. Aber natürlich ist das alles gar nichts im Vergleich zum ewigen Hin- und Her mit der Liebe seines Lebens, welcher er nun endgültig seine Liebe gestehen muss.

The favourite thing to do
The favourite thing to do © Studio / Produzent

Seine Schwester Monica (Courtney Cox), die ja mit Chandler verheiratet ist, bekommt Probleme mit ihren Haaren und wird extrem nervös aufgrund der vorstehenden, möglichen Adoption eines Kindes. Auf dem Anmeldeformular wird sie zudem als "Pastorin" aufgeführt und der Kauf eines eigenen Hauses zwecks Vergrösserung der Familie schockt die Freunde aufs extremste. Ausserdem hat die Leihmutter (Anna Faris aus Scary Movie 3) noch eine spezielle Überraschung für die Neo-Eltern auf Lager.

Rachel (Jennifer Aniston) hat so ihre eigenen Problemchen. Erstmal erwachen ungeahnte Gefühle für Kumpel Joey (Matt LeBlanc), dann feiert ihr Kind den ersten Geburtstag und auch Schwester Amy (Christina Applegate) kommt wieder auf Besucht. Dann bewirbt sie sich für einen Job in Paris und es heisst Abschied nehmen von New York, ihrem amerikanischen Leben und den wichtigsten Personen darin. Oder?

The favourite thing to wear
The favourite thing to wear © Studio / Produzent

Monicas Eheman Chandler hat hingegen Probleme, einen geeigneten Schauspieler für einen Werbespot zu finden. Denn Joeys Werbevideo hat er sich gar nicht angeguckt. Auch er bereitet sich auf die Adoption vor und wird auf dem dazugehörigen Formular als "Doktor" ausgegeben. Ebenfalls wird er verdächtigt, eine Affäre zu haben, wobei es sich hier um etwas ganz anderes handeln soll. Und im neuen, gekauften Haus macht er zusätzlich noch eine Entdeckung der speziellen Art, als eine alte Bekannte scheinbar ins Nachbarhaus ziehen will.

Kumpel Joey versucht, seine Gefühle für Rachel zu kontrollieren und macht ausserdem klar, dass er sein Essen mit niemandem teilen wird. Ausserdem schafft er es in eine Prominenten TV-Show, wo er allerdings ein bisschen überfordert zu sein scheint. Französische Kenntnisse stehen zwar auf seinem Lebenslauf, aber mit der Sprache an sich, hat der gute Junge so seine Probleme. Da helfen auch Nachhilfestunden nichts. Als er von den Plänen seiner Freunde erfährt, wird er aktiv. Er versucht irgendwie die Gemeinschaft zu schützen und stellt sich, typisch Kleinkind, quer. Ausserdem hat er einen Todesfall zu verarbeiten und schlussendlich zwei ganz spezielle Geschenke für die neuen Hausbesitzer parat.

The End *schluchz*
The End *schluchz* © Studio / Produzent

Die letzte im Bund ist Phoebe (Lisa Kudrow). Sie bekommt Besuch von ihrem Bruder (Giovanni Ribisi), der mit den Drillingen ein bisschen überfordert zu sein scheint. Ihr Freund Mike (Paul Rudd macht ihr den ultimativen Antrag und die Hochzeit findet natürlich auch noch statt. Das Hochzeitsgeld wollen die beiden einer Kinderstiftung spenden, nur um es sogleich wieder zurück zu verlangen. Mit einem speziellen Cop (Danny Devito) wird die Jungesellinnenparty gefeiert und auch die romantische, jedoch aussergewöhnliche Hochzeit geht nicht ohne Probleme über die Bühne. Dass Phoebe auch noch ihren Namen in "Prinzessin Consuela" umändert, macht die Sache nicht einfacher. Schlussendlich wird sogar der Wunsch nach Kindern aktuell.

Die letzte Staffel. Das Ende. Das grosse Finale. Vollgepackt mit Witzen, Sprüchen, lustigen Szenen und auch ernsteren Momenten. Wie werden sich die Freunde vom Bildschirm verabschieden?

Leider leider geht auch mal die beste Sitcom zu Ende und stirbt den TV-Tod. Und dass die Schreiber versucht haben, die Geschichten zu einem versöhnlichen Schluss zu bringen, merkt man der letzten Staffel an. Denn angefangene Storylines werden schnell zu Ende geführt, neue gestrickt und ebenso rasch abgeschlossen und schlussendlich drückt man in den letzten 3-4 Folgen doch recht auf die Tränendrüse. Macht aber gar nichts, denn wenn man Fernsehfiguren über eine so lange Zeit (10 Jahre) regelmässig verfolgt, kommt man kaum drum herum, die Charaktere fast als wirkliche Freunde zu bezeichnen. Man kennt die Personen, die Verhältnisse untereinander, die Geschichtchen, die Maken und natürlich die Vorlieben der Friends.

Diese letzte Staffel ist auch der endgültige Schritt der Sechs zum Erwachsenwerden. Es wird geheiratet, Kinder kommen zur Welt, die Planungen für die Zukunft werden durchgeführt und die Witze, sowie auch die Blödeleien und peinlichen Situationen, nehmen einen erwachseneren Touch an. Diese Entwicklung konnte man schon in den letzten zwei Staffeln beobachten und zum Abschluss wird's wirklich schön lustig. Zwar werden immer noch kindische Clownereien eingestreut, aber diese halten sich im hervorragenden Rahmen und sind lustige Tid-bits.

Die Schauspieler, die inzwischen ja Gagen in Millionenhöhe pro Folge erhalten, sind auch in diesen Geschichten wieder mit Herz bei der Sache und meistern ihre Probleme und Rollen durchwegs sympathisch und lustig. Wie mans halt gewohnt ist. Einzig die Rolle von Ross Gellar, dargestellt von der Madagascar-Stimme David Schwimmer hat mich einige Male genervt. Zudem kommt, dass ich mich mit dem Charakter von Phoebe nicht so recht anfreunden kann. Aber mit dem Handicap hat sie schon seit der ersten Staffel zu kämpfen.

Dafür sind die vier anderen Figuren in Hochform. Dem Gespann Joey/Chandler zu zuschauen ist eine Freude und vor allem der schauspielernde Allesfresser Tribbiani ist eine Klasse für sich. Seine Spinn-off Serie Joey werde ich mit Begeisterung gucken, wenn mal was davon veröffentlicht wird. Monica und Rachel sind ebenfalls sehr gut, auch wenn der Abschied von Rachel schlussendlich doch ein bisschen sehr ans Herz geht. Aber das brauchts halt auch ab und zu.

Fazit: Die Zehnte Staffel ist ein würdiger Abschluss einer der erfolgreichsten Sitcoms aller Zeiten. Die Geschichten werden flüssig zu Ende erzählt, die Charaktere machen einen Entwicklungssprung und Möglichkeiten für Fortsetzungen (eventuell auch auf der Grossleinwand) sind durchaus gegeben. Ein tränendes Auge bleibt allerdings trotzdem, wenn die Kamera durch das leere Appartement fährt, wo so viele Situationen der Freunde stattgefunden haben. Und wenn das Bild ganz am Schluss auf der Türe stehen bleibt, wird es jedem bewusst. Jetzt ist fertig. Die Friends haben ausgeliebt, ausgelacht, fertig diskutiert und ebenso fertig die Zuschauer zum lachen gebracht. Danke Freunde für die wundervollen Jahre.

Die DVD hat auf der Rückseite (!) der letzten Disc noch ein paar Features versteckt. Die verschiedenen Synchronisationsstimmen aus Deutschland, Schweden und Japan kommen zu Wort. Ist witzig, mal die Gesichter zu den Stimmen zu sehen. Die danach folgenden Gag-Reels sind anfänglich noch recht lustig, verlaufen sich dann aber je länger je mehr in simplen Lachattacken. Und langweilen schlussendlich auch. In den drei Folgen, in denen sich die Freunde der Friends über ihre Rollen und das ganze Serienspektakel auslassen, ist wirklich witzig. Und es kommen einige schöne und coole Nebendarsteller zu Wort. In einem knapp 45 minütigen Blick hinter die Kulissen bekommt man zusätzlich noch einiges an Bildern und Kommentaren geboten, die nicht nur interessant sind, sondern auch die ganze Serie noch ein wenig sympathischer machen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

Markus

Als fan der Serie musste ich feststellen, dass das Ende leider leider um mindestens 3 Jahre zu spät kam.

Die Schauspieler konnten sich wenigstens noch eine goldene Nase verdienen (bei 1 Mio. pro Person und Folge).

Die 10. Staffel war nur noch lauwarm.

Sie fing gut an mit 'Joey & Rachel'...aber das wurde ja dann kurzfristig über den Haufen geworfen, weil man ja das ULTRA-MEGA-Happy-End haben wollte.

Joey wurde einfach noch ein paar Gänge blöder gemacht (das mit dem Kind oder die Franz-Folge...WTF???!)

Friends war nicht nur witzig sondern auch Kult als Chandler noch mit Joey zusammenwohnte. Das war einfach der Hammer.

Dass beim Hauskauf natürlich 'Janice' auftaucht, war ja eigentlich von vorne herein klar, weil sie ja IMMER im dümmsten Moment erscheint.

[Editiert von Markus am 2006-09-16 15:42:17]

muri

DVD-Review: Das *heul* Ende der besten Sitcom ever!

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