Shattered (1991)

Shattered (1991)

Tod im Spiegel
  1. , ,
  2. 98 Minuten

DVD-Review: Wer bin ich?

I like Roger Rabbit
I like Roger Rabbit © EuroVideo

Dan Merrick (Tom Berenger) und seine Frau Judith (Greta Scacchi) haben einen schrecklichen Autounfall, bei dem sie mitsamt Auto über eine Klippe stürzen. Während sie einigermassen unverletzt überlebt, hat ihr Gatte nebst den seelischen Schmerzen auch noch ein total zertrümmertes Gesicht. Er wird von den Ärzten zusammengeflickt, hat aber seine Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall verloren. Als er in seinem Haus auf eine Fotostrecke stösst, auf der seine Gattin in inniger Umarmung mit einem Liebhaber zu sehen ist, fängt Merrick an, an den Gefühlen seiner Frau zu zweifeln.

Bremstest nicht bestanden
Bremstest nicht bestanden © EuroVideo

Merrick wendet sich an den Schnüffler Gus Klein (Bob Hoskins), mit dem er schon vor dem Unfall zu tun hatte. Und der Mann, der einen Tierladen betreibt und auch sonst ein wenig gar speziell agiert, liefert schon bald erste Ergebnisse. Nicht nur, dass ausgerechnet der Liebhaber seiner Frau wieder aufgetaucht sein soll, auch die Freundin der Familie, Jenny (Joanne Whalley), macht ihm eindeutige Avancen, denen nur schwer zu widerstehen sind. Als dann auch noch die ersten Toten auftauchen, schwebt auch Merrick in Lebensgefahr, denn je länger und tiefer die Ermittlungen gehen, desto gefährlicher wird's.

Durch Das Boot wurde Regisseur Wolfgang Petersen auch in Hollywood zum angesehenen Regisseur, und Filme wie The Neverending Story oder Enemy Mine stärkten diese Position. 1991 schlug sich Petersen auf die Spuren von Alfred Hitchcock und präsentierte mit Shattered einen Thriller, der mit einer unerwarteten Wendung auffährt und auch sonst recht düster daherkommt.

Während die Anfangssequenzen eher ruhig sind und danach vor allem Bob Hoskins (er drehte im gleichen Jahr noch Hook) für die Unterhaltung zuständig ist, kommt vor allem die Auflösung der Geschichte recht billig und plump daher. Erwarten kann man sie zwar nicht, aber ein fader Nachgeschmack bleibt, wenn der blass aufspielende Tom Berenger begreift, was da mit ihm geschehen ist. Diese Sequenz reisst dann auch den Rest des Films merklich herunter. Dieser ist bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich recht solide und spannend, ohne allerdings den ultimativen Thrill zu verbreiten.

Fazit: Shattered ist ein passabler Thriller, der lange mit dem Zuschauer spielt und dann mit einem Ende auffährt, das einen unausgearbeiteten und plumpen Eindruck macht. Dazu kommen die eher schwachen Darsteller (immerhin zeigt Greta Scacchi viel Haut) und eine musikalische Begleitung, die nicht in Erinnerung bleibt. Schade, da hätte Altmeister Hitchcock sicher Besseres draus gemacht.

Shattered ist in einer neuen Remastered-Version als DVD erhältlich. Der Ton, sauber abgemischt und in reiner Qualität, überzeugt durch Stärke und Klarheit, während das Bild in den dunklen Szenen etwas Mühe hat. Leider sucht man vergebens nach Bonusmaterial. Da wären Kommentare vom Regisseur noch interessant gewesen...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

woc

Dieser Thriller (der guten alten Sorte) funktioniert meiner Meinung nach von A bis Z: Coole Story, cleveres Drehbuch, absolut hammermässige Besetzung und das perfekte Setting. Als Kind bin ich bei der Szene,

Spoiler zum Lesen Text markieren

in der Tom Berenger sein Ebenbild aus dem Säuretank zieht,

fast gestorben. Auch heute reisst mich Shattered noch locker mit. Genial!

muri

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