Flatliners (1990)

Flatliners (1990)

Flatliners - Ein schöner Tag zum Sterben
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  2. 115 Minuten

DVD-Review: Einmal Jenseits und zurück

Bauer macht blau
Bauer macht blau © Studio / Produzent

Der angehende Arzt Nelson Wright (Kiefer Sutherland) hat sich in den Kopf gesetzt, Nahtoderfahrungen zu sammeln. Dafür schart er eine Gruppe aussergewönlicher Kollegen um sich und fängt an, das Projekt zu starten. Dave (Kevin Bacon), Randy (Oliver Platt), die schöne Rachel (Julia Roberts) und der "Kamermann" Joe (William Baldwin) stehen dann auch um den Tisch herum, auf dem Nelson in den Tod geschickt wird. Mit Müh und Not gelingt es dem Team, den Kollegen nach einer Minute wieder zu beleben.

Julia staunt
Julia staunt © Studio / Produzent

Jetzt, da sie wissen, dass ihr Experiment klappt, übertreffen sich die nächsten Sterbekandidaten mit dem Zeitlimit. Von anfänglich 90 Sekunden bis hin zu knapp fünf Minuten liegen die jungen Menschen im Jenseits, bevor sie wieder zurückgeholt werden. Was nun auf den ersten Blick als weltbewegendes Experiment auf immensen Ruhm der Beteiligten schliessen könnte, entwickelt sich zum Albtraum. Denn dort drüben auf der anderen Seite hat's nicht nur hellen Sonnenschein, sondern die mysteriösen Eindrücke fangen an, den Alltag der Ärzte zu bestimmen.

Es gibt sie immer wieder, diese Filme, welche eine Reihe Jungstars vor der Kamera versammeln und dann als Sprungbrett für deren Weltkarrieren dienen. Bestes Beispiel ist Outsiders, in dem wir auf Tom Cruise, Patrick Swayze oder Matt Dillon treffen. 1990 scharte Regisseur Joel Schumacher ebenfalls eine solche Gruppe um sich und drehte Flatliners. Und immerhin wurden danach Kiefer Sutherland, Julia Roberts oder auch Kevin Bacon definitiv zu Berühmtheiten.

Die Story von Flatliners ist düster, mysteriös und auch ein bisschen wirr. Junge Menschen, die sich selbst in den Tod schicken und danach von den Eindrücken und Bedrohungen der anderen Seite fast in den Wahnsinn getrieben werden, das tönt schon nicht schlecht. Und über einen grossen Teil des Films sitzt man als Zuschauer gespannt vor dem Bildschirm und hofft, dass der nächste Schreckmoment doch bitte nicht mehr so unerwartet kommt. Allerdings driften die Aufnahmen auch mal in etwas gar verwirrende Momente ab, die man dann halt einfach über sich ergehen lassen muss.

Schauspielerisch wird solide Arbeit geboten. Nett ist es allemal, dass wir die grossen Namen von heute noch mit glatter Haut von damals gucken dürfen. Vor allem Julia Roberts, die im gleichen Jahr mit Pretty Woman zum Hollywoodstar aufstieg, vermag sich gut in der Männerrunde zu behaupten. Oliver Platt ist der lustige Kerl, William Baldwin der schöne Spanner und Kevin Bacon mit langem Haar der Rebell der Truppe. Da kommt Kiefer Sutherland grad noch brav daher...

Fazit: Flatliners ist spannend und mysteriös umgesetzt, kämpft sich wacker durch ein paar überflüssige Momente und bietet ein dramatisches Finale. Joel Schumacher machte damals noch richtig gute Filme. Das sollte sich spätestens 1995 ändern, als er Batman Forever inszenieren durfte...

Die DVD von Flatliners hätte dringend eine technische Überarbeitung nötig. Das Bild auf dem vorliegenden Exemplar ist recht verschmiert und unscharf. Auch der Ton bleibt auf Sparflamme und drückt ein bisschen auf den Unterhaltungswert. Das Bonusmaterial setzt sich aus lieblos hingestellten Texttafeln über die Filme der Darsteller und den Trailer des Films zusammen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 7

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Bestimmt spannend inszeniert und routiniert gespielt. Aber storytechnisch für meinen Geschmack zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

woc

"Tonight's forecast: a frrrreeeeeze is coming!"

Legendär! 😄

[Editiert von woc am 2010-02-14 11:29:02]

Chemic

Zitat El Chupanebrey (2010-02-12 18:47:28)

Ja, das Sequel war ja um Längen besser. 😄

😄 Freezie-Arnie, wie konnte ich den vergessen?

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