The Blood of Heroes (1989)

The Blood of Heroes (1989)

Die Jugger - Kampf der Besten
Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
90 Minuten
Produktion
, 1989
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IMDb, TMDb
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Murikov

Lasst euch nicht durch die üblen Bewertungen auf IMDB oder Rotten Tomatoes abschrecken! 'The Blood of Heroes', oder in Australien bekannt als 'The Salute of the Jugger', ist in Tat und Wahrheit viel besser als es den Anschein hat.

Der Plot ist schnell erklärt; eine junge Wasteland-Bewohnerin (Joan Chen) schliesst sich einer Gruppe so genannter 'Jugger' an, Extremsportler, die in dieser postapokalyptischen Ödnis ihr Heil in einer futuristischen, blutigen Kampfsportart names 'Jugger' suchen. Der Anführer dieser Mannschaft ist niemand anderes als Rutger Hauer, der uns noch als Replikant aus 'Blade Runner' wohl bekannt ist. Mit dabei von der Partie ist auch Vincent D'Onofrio (PRIIIVATTEE PAULAAA), der als kettenschwingender Muskelprotz seine Gegenspieler von den Socken haut.

Mad Max-Fans oder Anhänger der Fallout-Spiele mögen sich in der ersten halben Stunde schnell langweilen - hier im Jugger-Universum gibt es keine dramatische Hintergrundsgeschichte, wilde Verfolgungsjagden oder radioaktiv verseuchte Mutanten. Viel mehr lässt der Film den Zuschauer absolut im Dunkeln wie ein solch primitiver Extremsport wie 'Jugger' überhaupt entstanden ist, warum dieser bei den Wasteland-Bewohnern so beliebt ist oder warum die Welt überhaupt in den Abgrund gestürzt ist. Stattdessen wird man als Zuschauer splitternackt und ohne Vorahnung diesem Wasteland ausgesetzt, in dem nun mal so rauhe Sitten herrschen.

Apropos rauhe Sitten, an Blut und expliziter Gewaltdarstellung wird nicht gespart. Mal wird unserem Rutger Hauer eine Auge ausgeschlagen, anderen Gegenspielern diverse Körperteile gebrochen und die restlichen Protagonisten blau und schwarz verprügelt.

Mein Lob gebührt auch den Filmschauplätzen: Trostlose Wüsten, schrottplatzähnliche Siedlungen, eine unterirdische Jugger-Arena... So muss ein postapokalyptischer Actionfilm aus den 80ern aussehen! Der Soundtrack von Todd Boekelheide darf auch nicht unerwähnt bleiben - besonders das Lied am Abspann ist ein Ohrwurm ohnegleichen.

Nachdem der Showdown nach etwa 90 Minuten über den Bildschirm flimmert, fragt man sich ernsthaft, woher die üblen Bewertungen nur herkommen. Fans des postapokalyptischen Genres werden hier bestens bedient! Mein Gratistipp: Unbedingt die ungeschnittene Fassung anschauen!

8/10

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