Batman (1989)

Batman (1989)

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  3. 126 Minuten

DVD-Review: Boys with Toys

Kein Witz
Kein Witz © Studio / Produzent

Obwohl Harvey Dent (Billy Dee Williams) und Commissioner Gordon (Pat Hingle) darum bemüht sind, die Metropole Gotham City in ein sicheres Plätzchen zu verwandeln, tun sie sich gegen die organisierte Kriminalität ziemlich schwer. Auch die mehrheitlich korrupten Polizisten sind da keine grosse Hilfe. Doch seit kurzem geht die Angst bei den Verbrechern um, denn es heisst, dass eine riesige Fledermaus in der Stadt haust und für Gerechtigkeit sorgt. Dies erfahren zwei dieser Spiesgesellen dann auch am eigenen Leib, nachdem sie eine junge Familie in einer Seitengasse ausgeraubt haben. Fasziniert von diesen Geschichten über die menschliche Fledermaus, versucht der Journalist Alexander Knox (Robert Wohl ihm auf die Schliche zu kommen und muss sich dadurch regelmässig dem Spott seiner Kollegen hingeben. Unerwartete Unterstützung erhält er aber alsbald von der intelligenten, schönen und erfolgreichen Fotografin Vicky Vale (Kim Basinger). Um Commissioner Gordon einige Informationen zu entlocken, begeben sich die beiden auf eine Party des stadtbekannten Playboys Bruce Wayne (Michael Keaton).

Zu Hilfe!
Zu Hilfe! © Studio / Produzent

Der Gangster Jack Napier (Jack Nicholson) hat von seinem Boss Grissom (Jack Palance) inzwischen den Auftrag erhalten, den Safe in einer Fabrik auszuräumen. Doch als Jack und seine Ganoven ihn öffnen, ist dieser leer und das Haus bereits von der Polizei umstellt. Jack wurde von seinem eigenen Boss verraten, weil er eine Affäre mit dessen geliebten hat. Napier sieht nur eine Möglichkeit: er muss flüchten. Doch nicht nur die Polizei ist ihm auf den Fersen, auch Batman ist offensichtlich anwesend. Und so stürzt Napier bei einem Angriff auf den dunklen Ritter in einen Säurebehälter und wird für Tot gehalten.

Der schwarze Ritter
Der schwarze Ritter © Studio / Produzent

Vicky Vale baut langsam eine Art Beziehung zum geheimnisvollen Millionär Bruce Wayne auf. Als sie aber eines Tages beobachtet, wie er Blumen auf einem Gehweg niederlegt, beginnt sie damit, Nachforschungen über ihn anzustellen. Sie findet heraus, dass an diesem Ort Bruces Eltern getötet wurden und dass der damals noch junge Millionenerbe dies mit ansehen musste. Was indes niemand weiss: Jack Napier hat überlebt, allerdings wurde sein Gesicht durch die Säure entstellt und seine Haut gebleicht. In einem heruntergekommenen Haus versucht ein Chirurg Jack Napiers Gesicht zu retten, doch das Ergebnis ist nicht das erwünschte: ein psychopathisches Lächeln ziert fortan sein Gesicht. Napier, der offenbar seinen letzten Funken Verstand inzwischen verloren hat und sich fortan "Joker" nennt, beschliesst, sich an seinem ehemaligen Arbeitgeber Grissom zu rächen und nebenbei die Kontrolle über Gotham's Unterwelt an sich zu reissen. Er vergiftet diverse Nahrungsmittel und Kosmetikprodukte und schiebt Batman die Schuld in die Schuhe. Ausserdem will er die übrigen Einwohner der Stadt am Jahrestagsfestival vergiften. Nur Batman kann da noch helfen...

Endlich hatte das Warten ein Ende und Warner Bros. spendierte dem ersten "Batman"-Film eine angemessene DVD-Veröffentlichung. Obwohl ich auch bereits die Erstausgabe mein Eigen nenne, komme ich als Fan des dunklen Ritters um die Neuveröffentlichung nicht herum. Im Gegensatz zu der älteren Version, die schon fast VHS-Qualität hatte, hat insbesondere das Bild an Qualität gewonnen. Zwar wurde nicht das Optimum aus dem Material herausgeholt, allerdings kann man sich auf jeden Fall damit zufrieden geben. Auch das Bonusmaterial überzeugt auf ganzer Linie. So gibt es auf der ersten Disc einen Audiokommentar mit dem Regisseur Tim Burton und den Trailer. Auf der zweiten Disc entfalten sich dann die restlichen Specials: Dokumentationen, Fearurettes zu den Schurken und Helden, Interviews, Musikvideos und ein wirklich interessantes Storyboard zu einer Szene in der Robin hätte eingeführt werden sollen. Als Sprecher für den Joker fungiert dort sogar Mark Hamil! Der Ton ist auf Deutsch nur in "Dolby Surround" vorhanden, auf Englisch findet sich aber ein DTS-Track.

Der Film selbst überzeugt eigentlich in jeder Hinsicht. Die an sich schon sehr spannend erzählte Story, wird immer wieder durch gut inszenierte Actioneinlagen und schwarzen Humor angereichert. Auch die Bildersprache lässt sich sehen. Insbesondere die Ausstattung und die wirklich fantasievollen Sets fallen einem sofort ins Auge und lassen einen tatsächlich in die Welt von Batman eintauchen. Für den Regieposten wurde mit Tim Burton in meinen Augen der ideale Mann gefunden. Mit seinem schrägen Stil wertet er den Film ungemein auf. Dies kann allerdings auch dazu führen, dass der Film für einige Zuschauer wohl schon zu skurril ist, obwohl es sich im Vergleich mit dem Nachfolger noch in Grenzen hält.

Michael Keaton kreiert mit seiner kühlen und distanzierten Art einen überzeugenden Bruce Wayne und macht auch im Bat-Kostüm eine gute Figur. Auch Kim Basinger und der restliche Cast spielte solide, verblasst aber im Vergleich mit dem Schurken: Durch seine brillante Art und Weise lässt Jack Nicholson seine Kollegen schon beinahe wie blutige Anfänger aussehen. Man kann die Verrücktheit des Jokers fast fühlen, was für den Zuschauer ein riesiger Spass ist.

Fazit: Der erste Leinwandausflug des dunklen Ritters ist wirklich sehenswert und verliert nur knapp gegen Batman Begins von Christopher Nolan. Auch die DVD-Ausstattung überzeugt, wodurch ich eine eindeutige Kaufempfehlung aussprechen kann!

/ yle

Kommentare Total: 8

yan

Nolan's Batman-Trilogie ist düster und schonunglos. Die alten Batman sind kitschig und teilweise richtig witzig. Jack Nicholson als Joker ist völlig durchgeknallt, aber niemals so angsteinflössend wie das der neue Joker war. Trotzdem sind beide Darbietungen grandios und nicht miteinander zu vergleichen. Der Film an sich ist mehr Musical und Komödie, als Action und Superheldenepos, dies sorgt für ein herrliches Feeling, weist aber auch einige Negativpunkte auf. Als Fan der düsteren Batmanfilme wird mir hier zu viel rumgetanzt und rumgeblödelt. Sicherlich auch ein guter Streifen, aber die Ernsthaftigkeit hat mir eindeutig gefehlt.

kosova

einfach super

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Nachdem ich Batman Begins (6 Sterne) gesehen habe, war es nur eine Frage der Zeit wann ich mir diesen Schinken reinziehen werde.

Der Film ist im Grossen und Ganzen gut. Gottham City hat einen schönen düsteren Look. Jack Nicholson spielt den Joker überragend und ist auch das erwartende Highlit des Films. Des Weiteren ist der Film Storytechnisch sehr gut. Leider fand ich Keaton als Batman nicht so überwältigend. Er spielt mir zu kalt. Ebenfalls merkt man dem Streifen doch sein Alter an. Teilweise sind ein paar Szenen lächerlich.

Für die damalige Zeit war Batman bestimmt das, was nun Batman Begins für uns ist. Im Duell der beiden gewinnt aber Nolan ganz klar.

4.5

[Editiert von ()=() am 2009-09-29 18:36:31]

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