James Bond - The Living Daylights (1987)

James Bond - The Living Daylights (1987)

James Bond 007 - Der Hauch des Todes
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  2. 130 Minuten

DVD-Review: Smiert Spionom!

Service fällig?
Service fällig? © Studio / Produzent

James Bond (Timothy Dalton) bekommt den Auftrag, zusammen mit Agentenkollegen ein neues Radarsystem zu testen. Die Verteidigung desselbigen wurde Soldaten übertragen, die mit Paintball-Gewehren auf die Eindringlinge schiessen sollten. Schliesslich ist es ja "nur" ein Test und da kann ja nichts schief gehen, oder? Dumm nur, dass sich da ein paar Bösewichte eingeschlichen haben, die mit scharfer Munition ballern, ein paar Agenten töten und den Spruch "Smiert Spionom" als Hinweis hinterlassen.

Nach diesem Vorfall muss Bond einen scheinbaren Überläufer des KGB in Sicherheit bringen. General Koskov (Jeroen Krabbe) fürchtet sich vor einem Scharfschützen, der ihn ausschalten soll und prompt entdeckt James Bond einen solchen in einem Gebäude gegenüber. Der stellt sich als Cellistin Kara (Maryam D'Abo) heraus, die eigentlich auf der "guten" Seite steht, aber ihrem Freund Koskov nicht mehr so richtig traut.

Zeit für ein Käffeli bleibt immer
Zeit für ein Käffeli bleibt immer © Studio / Produzent

Und das aus gutem Grund. Denn der russische General scheint wirklich falsch zu spielen und James Bond trifft bei seinen Ermittlungen auf den neuen Chef des KGB, Puschkin (John Rhys-Davis), der einen alten Plan hervorgekramt hat, um die verschiedenen Regierungen gegeneinander auszuspielen und so einen neuerlichen Krieg zu provozieren. Je weiter unser Agent allerdings in die Gefechte der russischen Bösewichte gerät, desto klarer wird ihm, dass die Absichten der einzelnen Personen nur einem grösseren Plan dienen. Dieser beinhaltet eine gigantische Menge Opium und Geld vom KGB, dass auf höchst widerwärtige Weise beschafft wurde.

Nachdem Roger Moore mit A View to a kill den Smoking und die Lizenz zum Töten an den Nagel hängte, musste ein neuer Agent her. Nach einigem Hin und Her, indem auch Pierce Brosnan bereits beteiligt war, einigte Man sich auf den walisischen Shakespeare-Spezialisten Timothy Dalton, welcher der Serie den Schritt zurück vom leichtfüssigen und pseudolustigen Vorgänger hin zum ernst zu nehmenden und realistischerem James Bond ermöglichen sollte.

Und Timothy Dalton gelang mit seinem Debüt in The Living Daylights eine solide Performance, die ernster und härter zur Sache ging, als das man es sich vom Bond der 70er und (Anfang-)80er gewohnt war. Der "neue" Bond legte die Frauen nicht reihenweise flach, was in den Zeiten der Bekanntwerdung der Immunschwäche AIDS eine Auflage für diesen Film war. Dennoch hatte er mit der hübschen Maryam D'Abo ein nettes Bondgirl an seiner Seite, die er beschützen und natürlich auch knutschen durfte.

Die Geschichte um Überläufer, Opiumschmuggel und Walkman-hörende Killer zieht sich, wie wir es uns von Bond gewohnt sind, durch die halbe Welt. Sei es auf Gibraltar oder Marokko. Sogar in Österreich wurde gedreht. Auch wenn da die Szene mit dem Cello als Schlitten und dem Übergang der Grenze doch knapp an der Lächerlichkeit spielt. Aber irgendwie gehört das halt auch zu 007.

Immer wieder schön unterlegt von den Takten des Titelsongs (gesungen von "A-ha" *kreisch*) entwickelt sich eine flotte Story, die viel Action zu bieten hat und dazu ein sehr spannendes, wie auch gluschtig machendes, Intro zu bieten hat. Auch wenn die Bond-Gegner dann nicht ganz das halten, was man sich aus früheren Filmen gewohnt ist, so darf der Film als absolut gelungen abgestempelt werden.

Fazit: The Living Daylights ist ein guter, spannender und anständig produzierter Bondfilm geworden und präsentierte einen neuen Hauptdarsteller, der danach leider nur noch in License to Kill auftreten durfte und danach einem mageren Nachfolger Platz machen musste. Schade, denn Timothy Dalton hätte mehr Filme verdient, weil er seine Sache wirklich gut machte.

Diverse Editionen von The Living Daylights finden sich im Handel wieder. Wer ein bisschen Kohle auf der Seite hat, dürfte sich darum sicher die "Ultimate Edition" leisten, die mit Extras nur so prahlen kann. Die hier vorliegende "Special Edition" kann da nicht mithalten. Zwar bietet sie auch interessante Features, wie der übliche "Inside-Look" zum Film oder die Dokumentation über Ian Fleming. Ausserdem gibts das tolle Musikvideo zum Filmsong und sogar noch ein Making-Of dazu. Der Audiokommentar ist interessant und hörenswert und die Trailers, sowie das Booklet tun ihr Übriges, um auch dieser DVD das Prädikat "gelungen" zu verleihen.

Technisch müssen hingegen Abzüge gemacht werden. Der Ton im Original ist zwar im 5.1-Format, genügt aber den hohen Anforderungen des Heimkinos nur bedingt. Ebenso das Bild, das dieses typische 80er-Jahre-Schimmern nicht ganz verbergen kann.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 6

Chemic

Zuerst einmal einer der besten Bond-Songs ever!

Ja Dalton ist ein wenig steif, dafür aber knallhart. Hingegen das schnucklige Bond-Girl mit ihrem Chello ergänzt ihn perfekt. Dazu gibts ne rasante Story rund um den Globus der sich auch nicht scheut in damals aktuelle Konflikte reinzudrängen. Das Bond_auto ist auch ganz nett geworden, alles in allem ein Bond wie man ihn kennt und liebt!

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Zitat Le-Chiffre (2008-11-04 19:46:35)

denke aber dass er zu dieser Zeit nicht als Bond geeignet war, zu rau und hart... Könnte mir dies als Grund vorstellen.

[Editiert von Le-Chiffre am 2008-11-04 19:47:14]

Ich fand, dass Dalton zu Steif spielte. Er hatte keine Lockerheit wie ein Connery oder ein Moore.

Le-Chiffre

The living Daylights ist für mich nicht ein über Bond, kann aber zweifellos mit anderen Bond Filmen mithalten.
Finde Dalton auch für diese Rolle geschaffen, mir hat aber der zweite mit Dalton besser gefallen (Licence to Kill). Er hätte wirklich noch ein paar Filme mehr machen dürfen, denke aber dass er zu dieser Zeit nicht als Bond geeignet war, zu rau und hart... Könnte mir dies als Grund vorstellen.

[Editiert von Le-Chiffre am 2008-11-04 19:47:14]

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