James Bond - A View To A Kill (1985)

James Bond - A View To A Kill (1985)

James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
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  3. 131 Minuten

DVD-Review: Wenn Agenten in die Jahre kommen

I believe I can fly!
I believe I can fly! © Fox

Mirkochips sind klasse. Sie sind klein, haben eine Menge Daten gespeichert und sind somit ideal für allfällige spionagetechnische Absichten. Dumm nur, dass die Dinger bei einer atomaren Explosion durch deren Strahlung vernichtet werden. Nun hat James Bond (Roger Moore) aber einen solchen Chip ergattern können, der immun gegen diese Strahlung ist. Und das ausgerechnet aus den Händen des KGB. Das schreit förmlich nach einer Untersuchung.

Bond trifft sich in Paris, auf dem Eiffelturm, mit einem Informanten, der durch einen mysteriösen Killer erledigt wird. Das lässt unseren Agenten auf die Spur des Industriellen Max Zorin (Christopher Walken) gelangen. Der führt grad sein Gestüt vor und James Bond macht sich, mit Unterstützung von Sir Godfrey Tibbett (Patrick McNee) auf, sich diesen Kerl mal genauer anzuschauen.

Doppel-Date?
Doppel-Date? © Fox

Dabei macht er auch die Bekanntschaft mit Zorins Leibwächterin May Day (Grace Jones), die zwar prügeln wie ein Kerl, aber im Bett ganz Frau ist und natürlich bald in Bonds Kiste landet.

Je länger die Ermittlungen vorangehen, desto klarer wird die Absicht Max Zorins. Der durchgeknallte Mann will das ganze Silicon Valley überfluten, um danach die technische Herrschaft über die Welt zu übernehmen. Dass James Bond das nicht zulassen kann, ist klar. Ebenso logisch ist das Auftauchen der schönen Geologin Stacey Sutton (Tanya Roberts), die unserem Herzensbrecher zur Seite steht, wenn es darum geht, ein ganzes Tal vor künstlichen Erdbeben und darauf folgender Überschwemmung zu retten.

1985 schlüpfte Roger Moore das letzte Mal in den Smoking und ging für ihre Majestät auf die Jagd nach Superverbrechern. A View to a Kill konnte seine Produktionskosten natürlich locker wieder einspielen, wurde aber von den Fans eher unterkühlt angenommen. Vor allem der in die Jahre gekommene Roger Moore hatte sichtlich Mühe, mit seinen Co-Stars mitzuhalten und wurde in den einzelnen Szenen sogar von Patrick McGee an die Wand gespielt.

Der Titelsong der tollen, britischen Band "Duran Duran" stürmte die Charts weltweit und der Eiffelturm wurde zum Mittelpunkt, wenn unser Agent einer mysteriösen Killerin hinterherjagt. Die wird von Grace Jones "animalisch" gegeben und passt hervorragend zum toll aufspielenden Christopher Walken. Das Duo ergänzt sich überzeugend und zeigt eindrücklich, dass sie den Film beherrschen und James Bond (fast) jederzeit unter Kontrolle haben. Vor allem der damals noch sichtlich jüngere Christopher Walken passt hervorragend in diese Geschichte und auf seinen Charakter.

Und wer genau aufpasst, kriegt auch noch Dolph Lundgren (Rocky 4) kurz zu sehen. Der lebte damals mit Grace Jones zusammen, die ihm seine erste Rolle in einem grossen Kinofilm besorgte.

Roger Moore zog sich nach dieser Produktion grösstenteils aus dem Filmgeschäft zurück, widmete sich seiner Arbeit für UNICEF und hatte nur noch Nebenrollen in zweitklassigen Produktionen. In A View to a Kill kommen seine Sprüche zwar für einmal nicht so sexistisch wie in den anderen Filmen, aber man merkt ihm eine gewisse Lustlosigkeit an. Was natürlich dem Film auch extrem schadet.

Fazit: A View to a Kill hat ein interessantes Thema, einen tollen Bösewicht, aber leider haperts an der Umsetzung. Überflutete Tunnels bringen nicht so richtige Bond-Stimmung an den Tag, dafür ist der Showdown auf der Golden-Gate-Brücke zu San Francisco wieder sehr gut gelungen. Ein akzeptabler Bond ists schlussendlich doch noch geworden, auch wenn man bald mal das Gefühl bekommt, dass da noch mehr drin gelegen wäre.

Vollgepackt mit allerlei Bonusmaterial kommt die Doppel-DVD von A View to a Kill daher und präsentiert dem Fan umfangreiches Material, in dem es sich zu stöbern lohnt. Die Geschichte der Filmfigur wird kurz unter die Lupe genommen, die einzelnen Szenen aus A View to a Kill näher betrachtet und ausführlich über die Songs und die Musik der Filmserie diskutiert. Dabei kommen diverse Sänger, Schauspieler und Macher zu Wort und haben allerlei Informatives zu berichten. Es gibt das tolle Musikvideo (unbedingt ansehen) zum Filmsong, erweiterte Szenen und auch die Momente in San Francisco werden erläutert. Ein toll ausgestatteter Film, der mit dem Bonusmaterial eher punktet, als mit dem eigentlichen Film an sich....

Technisch hingegen ist, wie bei den meisten dieser Produktionen, sehr hohe Qualität geboten. Der klare Ton, der das schöne und britische Englisch herrlich durch die Boxen fahren lässt, und natürlich das sauber transferierte Bild machen einen sehr guten Eindruck und bieten Kritikern keinen Platz für Kommentare.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 5

Chemic

Hui massenhaft schlechte Wertungen, wie kommts?

Ich persönlich fand den richtig gut! Angefangen natürlich mal wieder bei einem richtig guten Bond-Song, bietet der Film smarte Bond-Action wie gewohnt. Christopher Walken finde ich als fiesser Bösewicht richtig gut und mit Grace Jones gibts ma eine etwas andere Lady die sich mit Bond in den Bettlacken wälzt.

Das der Eiffelturm und die Golden Gate Bridge Schauplatz netter gemachter Action bzw. des Showdowns ist gefällt auch wenn da die Verfolgungsjagd im Auto, ausgestattet nur mit den Vorderrädern, doch das ein kleines Schmunzeln verursacht. Vom Fischer der plötzlich auf dem Grund des Sees liegt will ich gar nicht erst anfangen. 😄

[Editiert von Chemic am 2008-12-10 20:41:28]

Le-Chiffre

Für mich der schlechteste Bond überhaupt. Es konntent mich gerade die Szenen am Anfang und am Schluss überzeugen. Den Rest könnte man sich sparen.
Zudem ist die Geschichte meiner Ansicht nach zu langweilig.

pb

der wirklich mieseste aller roger moore bonds und somit auch einer der schwächsten überhaupt. himmelnochmal, so lausig gemacht, grausamst gespielt (Jones, Walken, Moore), heieiei.

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