Höhenfeuer (1985)

Die besagte Alp

Auf einer ruhigen, recht abgelegenen Alp leben Vater, Mutter, Tochter "Belli" sowie der seit Geburt gehörlose Sohn "Bueb" mit ihren Schweinen und Kühen. Kontakt zur Zivilisation im Tal unten goutiert der Vater nur bedingt. (Gewisse Lebensmittel müssen von dort gekauft und jeweils auf die Alp getragen werden.) So wird der Sohn nicht etwa in eine Sonderschule für Gehörlose geschickt, sondern erhält - vom Vater angeordnet - Privatunterricht durch "Belli". Letztere wäre gerne Primarlehrerin geworden, musste auf Geheiss des Patriarchen jedoch ihren Traum begraben.


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5.0 Sterne 

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Film-Informationen

Englischer Titel: Alpine Fire
Französischer Titel: L'Âme-soeur

Drehort: Schweiz 1985
Genre: Drama
Laufzeit: 119 Minuten

Regie: Fredi M. Murer
Drehbuch: Fredi M. Murer
Musik: Mario Beretta

Darsteller: Thomas Nock, Johanna Lier, Dorothea Moritz, Rolf Illig, Tilli Breidenbach, Jörg Odermatt

» The Internet Movie database (IMDb)


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8 Kommentare

Zitat nd (2007-06-05 08:13:20)

(M)Eine These...


Du hast schon Recht, einfach nur Liebe war es nicht. Mir geht es eher darum, dass diese Szene für mich extrem unrealistisch war, es hat nicht in den Film gepasst (obwohl es ja eigentlich um das geht). Es passierte für mich einfach zu plötzlich und ohne jede Vorahnung - vorher kein körperlicher Kontakt oder eine Zuneigung. Oder ein Zeichen, dass die Schwester etwas sexuelles vermissen würde. "Es passierte einfach", find ich ein bisschen zu einfach vorallem weil man begnadete Schauspieler vor der Kamera hatte und da sicher mehr hätte rausholen können. Aber vielleicht war man damals genug mit dem vorprogrammierten Skandal beschäftigt...

Zitat Chemic (2007-06-05 08:19:33)

Hört sich ja ganz nach einem astreinen Skandalstreifen an. :-O

Ein Tabuthema wird ganz klar angesprochen. Auch wenn's im Film ziemlich lange geht, bis "es" dazu kommt. Ein Skandal...? Ja, ich glaube, es hat die Schweizerinnen & Schweizer damals ziemlich durchgeknüttelt.

BTW: Der TV Film "Sennentuntschi" (Schweizer Sage, von Hansjörg Schneider als Theaterstück verfasst), der auch auf einer Alp spielt, hatte damals die Schweizer aufgebracht. Immer mal wieder etwas kulturelles Aufmüpfen in der Schweizer Filmszene. Finde ich gut... Weiter so!

Hört sich ja ganz nach einem astreinen Skandalstreifen an. :-O

Zitat sj (2007-06-05 08:07:52)

[...] Umso erstaunlicher ist es, dass man es nicht geschafft hat (zumindest mich) davon zu überzeugen, dass eine grosse Liebe die Schwester und den Bruder verbindet. Ihre Führsorge zum "Bub" war den ganzen Film durch normal, dass es dann auf einmal mehr wurde, fand ich nicht wirklich glaubwürdig.

Ich denke nicht, dass es sich um "Liebe" im herkömmlichen Sinn handelt. Vielmehr kommt es zum

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Inzest aufgrund der familiären Umstände: Abgeschiedenheit = keine anderen Männer = limitierte bis nicht vorhandene sexuelle Intimitäten = keine diesbezügliche Erfahrungen oder Entwicklungen. Eine "Normalität" ist demzufolge für die Geschwister nicht möglich.

(M)Eine These...

Die sechs mitspielenden Protagonisten überzeugen extrem und der ganze Film könnte demnach eine Dokumentation einer Urner Bergbauernfamilie sein. Umso erstaunlicher ist es, dass man es nicht geschafft hat (zumindest mich) davon zu überzeugen, dass eine grosse Liebe die Schwester und den Bruder verbindet. Ihre Führsorge zum "Bub" war den ganzen Film durch normal, dass es dann auf einmal mehr wurde, fand ich nicht wirklich glaubwürdig.

Auch die andere Schlusselszene

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als der "Jähzornige" seine Kinder umbringen wollte fand ich nicht überzeugend und war für mich zu extrem und unglaubwürdig. Klar, hat er sonst schon Drohungen ausgestossen, doch die entpuppten sich immer als leer.


Schöne Kulissen, tolle Schauspieler eine interessante Story, doch leider vermag der Film in den Schlüsselszenen nicht zu überzeugen.

ps. Ja, die Bildqualität ist wirklich sehr schlecht - VHS Niveau. Dass man alte Filme gut auf DVD transferieren kann, haben genügend Filme bewiesen. Schade, dass gerad hier geschlampt wurde.

[Editiert von sj am 2007-06-05 08:09:10]