James Bond - Octopussy (1983)

James Bond - Octopussy (1983)

James Bond 007 - Octopussy
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  3. 131 Minuten

DVD-Review: Der Tiger-Flüsterer

Ausgelacht!
Ausgelacht!

James Bond (Roger Moore) muss einen Kollegen ersetzen. 009 war bei einem seiner Einsätze ums Leben gekommen und konnte mit seinem letzten Atemzug ein wertvolles "Fabergé-Ei" abliefern. Dieses stellt sich aber als gut gemachte Fälschung heraus und Bond wird an eine Auktion für solche Seltenheiten geschickt, wo er zum ersten Mal auf Kamal Khan (Louis Jourdan) trifft. Dieser, sonst eher ein Verkäufer, scheint dieses Ei um (fast) jeden Preis haben zu müssen.

Bond setzt sich dem mysteriösen Mann, der mit Leibwächter Gobinda (Kabir Bedi) eine imposante Begleitung hat, an die Fersen und endet schliesslich in Indien. Dort gehts dem Ei und seinem Besitzer in einem munteren "Bäumchen-wechsle-Dich"-Spiel an den Kragen. Schöne Frauen, prächtige Bauten und wilde Verfolgungsjagden gehören zur Tagesordnung.

Where is my 4 o'clock tea?
Where is my 4 o'clock tea?

Bis Bond die ebenso geheimnisvolle, wie auch schöne Octopussy (Maude Adams) kennenlernt. Sie betreibt einen Schmugglerring, lässt die Ware durch einen Zirkus über die Grenzen bringen und arbeitet mit dem russischen General Orlov (Steven Berkoff) zusammen. Nicht wissend, dass einer in ihrer Organsiation ein falsches Spiel spielt, schlittern Octopussy und James Bond von einer prekären Situation in die Nächste. Denn dass ausgerechnet auf einem US-Stützpunkt in Berlin ein Attentat geplant ist, müssen die beiden erst noch herausfinden. Und wer steckt denn da überhaupt dahinter?

Nachdem der Schotte Sean Connery die Rolle des James Bond nicht mehr spielen wollte und dessen Nachfolger George Lazenby bei den Fans nicht ankam, übernahm der Brite Roger Moore bekanntlich den Part von "007". Octopussy war sein zweitletzter Auftritt in dieser Rolle und man spürte, dass die Luft da draussen war.

Wie es sich für einen Bondfilm gehört, darf der Agent natürlich in der Weltgeschichte rumreisen. Dieses Mal verschlägt es ihn nach Indien, wo er, typisch Roger Moore-Ära, mit zweideutigen Witzchen die Frauen bezirzt und auf den Teufel komm raus versucht, lustig zu sein. Die Szenen mit dem Tiger ("Sit!") oder seine dümmlichen Versuche, den coolen Agenten zu geben, sind in diesem Film speziell ärgerlich.

Was bei Octopussy zudem nicht passt, ist leider der Bösewicht. Da hat man einen Kerl mit dem Potenzial eines Kabir Bedi und alles was er darf, ist böse in die Kamera gucken und Würfel mit der Hand zerdrücken. Auch Louis Jordan ist nur ein Abklatsch der richtig guten Bösewichte, die in den früheren Filmen James Bond Feuer unter dem Hintern gemacht haben.

Was die Damen angeht, hat man allerdings mit der wunderschönen Maud Adams eine tolle Frau engagiert. Kein Wunder, darf sie hier nach The Man with the Golden Gun zum zweiten Mal die Männerwelt bezirzen. Sie ist, neben dem Titelsong von Rita Coolidge und dem fetzigen Opener, das einzige Highlight des Films.

Fazit: In die Reihe der schwachen James Bond Filme setzt sich Octopussy leider in die Spitzengruppe. Die Witze sind schlapp, die Action übertrieben und der ganze Film wirkt total überproduziert und ohne richtige Storyline. Ausserdem fehlen Spannung und Action. Denn ein solcher Showdown wie hier ist eines britischen Geheimagenten nicht würdig.

So schwach der Film auch sein mag, die Extras auf der DVD sind spannend und interessant. Angefangen vom Feature zum Film selber, in dem die Stars von damals zu Wort kommen und auch so einiges aus dem Nähkästchen plaudern, bis hin zum Portrait des Bond-Designers Peter Lamont, der dafür sorgte, dass diese Filme immer teurer aussahen, als sie in Wirklichkeit waren. Das Titellied "All Time High" ist mit dem Musikvideo vertreten und anhand des Storyboards kann man sich für zwei Szenen ein Bild machen, wie schwierig dessen Umsetzung war. Der Audiokommentar von John Glen, dem Regisseur, ist ebenfalls hörenswert und seine Geschichten sind witzig und sehr unterhaltsam.

/ muri

Kommentare Total: 7

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Mich konnte Octopussy nicht gerade überzeugen. Dem Film fehlt einfach ein richtiges Highlit. Das ganze ist für mich schon zu gewöhnlich für einen Bond. Die Bösewichte die sonst immer ein Höhepunkt darstellen, waren schwach. Moore kam auch schon besser als 007 zur Geltung. Und die Action fand ich nun mangelhaft. Da wäre mehr dringelegen.

Für mich ist dieser Bondstreifen zusammen mit A View to a Kill die schwächsten Moore Filme.

Chemic

Nicht überragend, aber auch nicht gerade schlecht, 4 Points! Octopussy reiht sich da im Mittelfeld der Reihe ein. Wohl auch ein Grund warum der Film kaum im Tv zu sehen ist im Vergleich zu anderen Titeln der Reihe.

Ja arg gesucht alles zusammen. Da verwundert es auch nicht das die Big-Bomb total einfallsreich sich in der Zirkuskanonen für den Clown befindet. Was an Qualität fehlt wird mit einigen hübschen Damen wettgemacht sowie durch nette Locations. Dieser Kredit wird aber durch den miesen Song dann auch gleich wieder verspielt.

Das einzig wirklich richtig Gute ist mal wieder die Eröffnungssequenz wo der Kerl mit seinem "Jettchen" an der Zapfsäule ein wenig Super tanken will. Ach ja und gabs da nicht noch den ferngesteuerten Alligator? 😄

[Editiert von Chemic am 2008-12-10 21:38:04]

Le-Chiffre

Find den Film eigentlich auch in Ordnung. Story hat zu dieser Zeit sicher gepasst.
Die Action ist meiner Meinung nach auch ordentlich! Roger Moore macht seine Sache einmal mehr souverän.
Für mich ist der schwächste Bond mit Moore The man with the golden gun.

[Editiert von Le-Chiffre am 2008-10-05 11:57:54]

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