The Dark Crystal (1982)

The Dark Crystal (1982)

Der dunkle Kristall
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  3. 93 Minuten

DVD-Review: Puppenspielen schafft Fantasie

In einem Land, das niemand kennt und zu einer Zeit die keiner weiss, spielt diese Geschichte. An einem Ort, der auf ein Ereignis wartet, dass die ganze Welt verändern wird. Denn bald soll es soweit sein, dass die drei Sonnen, die den Planeten umgeben in der richtigen Konstellation sind, um den momentan herrschenden Skeksis die allmächtige Kraft und ewige Herrschaft zu geben.

Legolas und Aragorn?
Legolas und Aragorn? © Studio / Produzent

Die Skeksis, geierartige Wesen, böse, verhasst und gefährlich, beherrschen den Planet eh schon seit langer Zeit. Und zwar vom Schloss des dunklen Kristalls aus. Dieser Kristall wurde vor Urzeiten beschädigt und die Prophezeihung sagt, dass nur ein Gelfling dieses verlorene Stück dem kaputten Kristall wieder zufügen kann und somit die Vernichtung der Skeksis einleiten kann. Die Skeksis, in der Annahme dass sie damals vor langer Zeit alle Gelflinge getötet haben, geben nichts auf diese Prophezeihung. Denn wenn keiner das verlorene Stück Kristall finden kann, dann werden sie für alle Zeiten über den Planeten herrschen.

Doch sie waren nicht gründlich. Denn Jen, ein Gelfling hat die Attacken auf seine Familie überlebt und wurde von den gutmütigen und geheimnisvoll mit den Skeksis verbundenen Mystics aufgenommen und aufgezogen. An ihm liegt es jetzt, das Stück Kristall dem beschädigten Ganzen wieder zuzufügen. Ganz alleine macht er sich auf die grosse Reise zur dunklen Burg. Ganz alleine? Mitnichten... Denn unterwegs trifft er die geflügelte Kira, ebenfalls eine uberlebende Gelfling, mit der er sich auf den Weg macht, das unmögliche möglich zu machen und die Welt zu retten.

1982 taten sich Muppet-Erfinder Jim Henson und Franz Oz (verantwortlich für Yoda in Star Wars) zusammen, um eine ganz neue Art von Film zu schaffen. Einen Fantasy- oder Märchenfilm mit Puppen, das den Zuschauer in eine gewaltige Welt entführen sollte, die man so noch nie zu Gesicht bekam. Der Film wurde dann auch an diversen Fantasy-Festivals ausgezeichnet und ist heute ein Kultfilm, der in den Tiefen des Internets so einige Fans und deren Pages hervorgebracht hat.

Die Geschichte an sich ist relativ einfach. Gut gegen Böse. Ein Held, dessen Eltern von den Bösen getötet wurden, ein Mädel, dass ihm den Kopf verdreht und jede Menge Kreaturen, die dem Hirn und der Fantasie eines Jim Henson entsprungen sind und die man sich locker in der Muppet-Show vorstellen könnte.

Der Film braucht seine Zeit. Das Märchen wird schön ausführlich erzählt. Die Begriffe, die Mysthik und die Welt an sich, machen neugierig und die Figuren sind sowieso eine Klasse für sich. Und auch wenn einem mehr als einmal neuere, aktuellere Fantasyfilme in den Sinn kommen, so sollte man sich bewusst sein, dass dieser Film bereits über 20 Jahre auf dem Buckel hat und man es ihm natürlich auch anmerkt. Sei es an den einzelnen Figuren, an der Bildqualität oder halt einfach an der Geschichte selber. Allerdings wird kein Fantasy-Fan um diesen Film herumkommen. The Dark Crystal gehört definitiv in jede Sammlung eines Genrefans.

Das Material auf der DVD lässt dann auch keine Fragen offen. Von vielen Bildern der Charaktere, Storyboards, Charakter- und Künstlerprofilen, Trailer und Geschichten rund um diese Fantasywelt kommt der Fan absolut auf seine Kosten. Und wenn man dann noch das knapp einstündige Making-of anschaut, dann gibt es nachher kaum mehr etwas, dass man nicht über diesen Film weiss. Und schon nur die Köpfe der damaligen Leute anzusehen, ist herrlich unterhaltsam. Ganz zu schweigen vom riesigen Aufwand, denn man für diesen Film in Kauf nahm....

/ muri