Star Wars: Episode V - The Empire Strikes Back (1980)

Star Wars: Episode V - The Empire Strikes Back (1980)

Das Imperium schlägt zurück
  1. , ,
  2. 124 Minuten

DVD-Review: Das Beste vom Besten

Angriff im Morgengrauen
Angriff im Morgengrauen

Die Rebellen haben in der Schlacht um ihren Stützpunkt auf dem Eisplaneten Hoth eine verheerende Niederlage einstecken müssen. Auf der Flucht vor den imperialen Truppen retten sich Han Solo (Harrison Ford) mit Prinzessin Leia (Carrie Fisher) in die Wolkenstadt Bespin, wo sie auf den Verbündeten Schmuggler Lando Calrissian (Billy Dee Williams) treffen. Währendessen besucht Luke (Mark Hamill) die tiefen Sümpfe von Dagobah, wo er von Jedi-Meister Yoda (Frank Oz) in die Geheimnisse der Macht eingeweiht wird. Die neu erlernten Fähigkeiten werden jedoch auf eine harte Probe gestellt. Darth Vader setzt alles daran, ihn zur dunklen seite der Macht zu bewegen. Ein Showdown auf Leben und Tod soll die Entscheidung bringen - und enthüllt schlussendlich die unglaubliche Wahrheit über Lukes Familie.

Das ist die Review zur Originalfassung, so wie der Film 1977 in die Kinos kam. Diese DVD ist nur als Bonus-Disc mit der "neuen Fassung" erhältlich.

The Empire Strikes Back ist die Perle im Star Wars Universum, der Höhepunkt der Saga, das Gelbe vom Ei - genug der trivialen Lobeshymnen! Die Charaktere sind eingeführt und beliebt und dank der Mitarbeit von Lawrence Kasdan und Leigh Brackett am Drehbuch ausgefleischt und vielfältig. Neue, wichtige Figuren wie Yoda, der Imperator oder der absolut kultige Kopfgeldjäger Boba Fett gesellen sich dazu. Und das Design der Stahlkolosse und Fluggeräte wird mit AT-ATs, Snow Speeders, TIE-Bombern etc. ergänzt. Fantastische Welten entstehen auf Dagobah und dem Eisplaneten Hoth und wir lernen das dunkle Geheimnis von Luke Skywalker kennen, das fast wie eine 273. Folge von Reich und Schön anmutet: späte Vaterfreuden!

Wir wissen, dass George Lucas das alles so geplant und eingefädelt hat, heute nach 6 Episoden Star Wars sind die Umstände dieser überraschenden und gleichzeitig schockierenden Wendung bestens bekannt. Damals aber, 1980, hat es zusätzlich zum düsteren und fast hoffnungslosen Ambiente des 2. Teils, sprich Episode 5 beigetragen: die Rebellen werden auf ihrem Stützpunkt Hoth fast vollständig besiegt, Han Solo werden alte Schulden zur Last gelegt - zur Strafe wird er sogar schockgefroren -, das Imperium ist überall und der junge Skywalker versagt bei seiner Ausbildung zum Jedi.

Viele Parallelerzählungen mit hohem Unterhaltungswert ergeben am Schluss ein beeindruckendes Gesamtbild, wenn auch ein wie angesprochen fast aussichtsloses. Dabei ist The Empire Strikes Back Science Fiction in Hochgenuss. Fantastische Effekte, untermalt von einer grossartigen, packenden und historischen Filmmusik, die das unvergessene Thema für Darth Vader einführt oder den Falken im Asteroidenfeld beschwingt begleitet. Und ein Finale, dass einem mehr als zwingt sich auf den kommenden Teil zu freuen. Wer sich mit Star Wars: A New Hope angewärmt hat, wird mit The Empire Strikes Back endgültig zum Fan!

Extras: Es handelt sich hier um die unbearbeitete Originalfassung, die keinen 16:9 Transfer bietet. Zwar ist das Bild in 2.35:1 enthalten, aber eben nicht anamorph abgetastet. Die Bildqualität ist leider auch nicht erste Sahne: Artefakte sind zu sehen, besonders bei Star Wars: A New Hope und The Empire Strikes Back. Tonal ist schlicht eine 2.0 Fassung enthalten. Wer digitale Qualität haben will, muss sich an die "neuen Fassungen" halten, mit all ihren Ver(schlimm)besserungen.

/ pb

Kommentare Total: 20

jon

Was für ein Hafenkäse.

Was Episode V so unsterblich macht, ist schlicht und einfach die Atmosphäre. War Episode IV durchweg "warm" gehalten (Luke kann praktisch den ganzen Film in seiner Toga rumlaufen), wird in Episode V mit der ersten Szene unmissverständlich klar gemacht, dass sich hier das Blatt gewendet hat: Die Kälte, die in Hoth genial etabliert wurde, zieht sich dann als roter Faden durch den ganzen Film. Szenen wie der verregnete Sumpf in Dagobah sind an atmosphärischer Dichte kaum zu übertreffen. Während also in Episode IV die Farbe Rot mindestens in der ersten Hälfte dominant war, stehen in Episode V die (kalten) Farben Blau und Grün im Zentrum.
Als Kontrastprogramm fungiert die Wolkenstadt Bespin: Der Zuschauer wird zusammen mit Han, Leia und C-3PO nach dem dunklen, lebensfeindlichen Asteroidenfeld plötzlich in eine aufgeräumte und warme Welt geworfen. Man hofft, hier nach der hektischen Flucht eindlich einen Ort des Ausruhens und des Sammelns gefunden zu haben. Natürlich ist dem nicht so, denn wie wir alle wissen entpuppt sich der scheinbare Hort des Friedens als eine Falle des Bösen. Wiederum wird das durch die Schauplätze verdeutlicht: Hinter der sauberen Fassade kommen plötzlich neue Orte zum Vorschein, nämlich ein verschachteltes System von bedrohlichen Maschinenräumen, dunklen Gängen und riesigen Schächten.

Der grosse Unterschied ist auch, wie diese Schauplätze erschlossen, dh in die Handlung eingebunden werden. Vergleicht man die Haupthandlung von Episode IV um Han und Luke mit derjenigen von Han und Leia in Episode V, fällt auf, dass die "Reise" der Protagonisten in Episode IV viel zielgerichteter ist. Der erste Star Wars funktioniert nämlich ganz so, wie man es von den klassischen Abenteuerfilmen (etwa Marke Kurosawa) kennt, sprich der Held bekommt einen Auftrag und muss auf dem Weg eine Reihe von Hindernissen überwinden. Die Reise der Protagonisten in Episode V (den Handlungsstrang mit Luke für den Moment beiseite gelassen) ist dagegen eine Flucht. Der zentrale Antriebsmotor ist nicht wie in Episode IV ein Ziel, das erreicht werden muss, sondern die Sternzerstörer, die Han und Leia im Nacken sitzen. Dazu kommt natürlich der pfiffige Plot-Twist mit dem nicht-funktionierenden Hyperantrieb, wodurch ein viel stärkeres Gefühl des endlosen Weltraums entsteht als im Vorgänger. Während Episode IV also mehr ein klassischer Men-on-a-mission-Film ist, ist Episode V eine waschechte Space Odyssey.

Kurz gesagt: Meiner Meinung nach der Grund, warum Episode V der beste der alten Trilogie ist, ist die geniale Art und Weise, wie die Schauplätze gestaltet, inszeniert und durch die Handlung verknüpft werden - und eben die düstere Atmosphäre, die dadurch entsteht.

[Editiert von jon am 2010-12-05 12:58:27]

V8 Power

Warum Blasphemie? Teil V ist einfach nicht der tollste aller SW Filme und Baste. =)

Komischerweise sind bei dir die Sympathien für die Filme in den Triolgien ähnlich:
Episode I & IV sind sehr gut.
Episode I& V sind ziemlich schwach
Episode III und VI sind meiner Meinung nach die Besten

Das Gesamtpaket aller 6 SW Filme würde ich bei 5.3 bewerten. 😄

pb

ach so, das asteroidenfeld. dat war klasse!!! von A-Z.

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