Quando le donne avevano la coda (1970)

Quando le donne avevano la coda (1970)

Als die Frauen noch Schwänze hatten
  1. , ,
  2. 105 Minuten

DVD-Review: Von Schmakofatz und Weibchenschmus

Schön?
Schön?

In der Steinzeit ist das Leben nicht einfach. Jeden Tag muss Futter gejagt werden, die Höhle will auch geputzt sein und die neuen Erfindungen werden fleissig ausprobiert. Eine Gruppe von sieben Männern lebt in den Tag hinein, gibt sich dem "Schmakofatzen" hin, macht eine "Erfinderung" nach der anderen und entdeckt sogar das Feuer. Mit bösem Ausgang, denn das heisse Ding lässt sich nicht schön verteilen und so steht bald die ganze Insel der sieben Kerle in Flammen.

Weibchenschmus!
Weibchenschmus!

Man rettet sich aufs Wasser und nach einiger Zeit wird die Gruppe an Land geschwemmt. Dort stellt man eine Falle auf, in die prompt Filli (Senta Berger) stolpert. Dieses neuartige Tier mit den schönen Haaren, dem üppigen Vorbau und dem kleinen Schwänzchen am Popo wird natürlich genauestens inspiziert. Und als das Ding auch noch zu sprechen beginnt und von "Weibchenschmus" schwärmt, sind die Männer total durcheinander. Denn ein einziges solches Tier wird wohl kaum alle sieben Kerle zufriedenstellen, oder?

Jaja, wer sich an die nächtlichen "Erotik"-Filmchen auf deutschen Privatsendern erinnern kann, dem dürfte Als die Frauen noch Schwänze hatten bekannt sein. Wobei man hier "Erotik" insofern geboten bekommt, als dass die blutjunge Senta Berger zwar herzig aussieht und auch ein bisschen Haut zeigt, aber damit wäre dann dieses Kapitel schon gegessen. Wegen dem guckt man diesen Film nicht.

Zuschauen sollte man jedoch wegen der Synchronisation! Richtig. Die deutsche Fassung bietet allerlei bekannte Synchronstimmen auf wie Christian Brückner (spricht meistens Robert De Niro), Martin Hirte (die Stimme von Walter Matthau) oder Rolf Schult (Robert Redford, Donald Sutherland). Sie alle lassen's krachen, erfinden Wörter ("Forsch" statt Frosch") und labern frisch von der Leber weg. Das ist zwar mitunter ultradämlich, bringt aber auch enormen Witz unter die Zuschauer.

Storytechnisch kann der Film getrost vergessen werden. Da gibt es nichts, woran man sich erinnern müsste. Auch nicht das kackende Kamel oder die Probleme mit der Steinschleuder. Vielleicht finden das Kids lustig, aber für die ist dieser Quark sowieso nicht gedacht.

Fazit: Als die Frauen noch Schwänze hatten lebt von seiner deutschen Synchronisation, die immerhin ein paar Lacher zu bieten hat. Inhaltlich und schauspielerisch ist Laienkino angesagt, auch wenn Senta Berger herzig aussieht. Für einmal kann man's sich also sparen, den Film zu gucken. Hören müsste man ihn halt....

Die vorliegende DVD ist technisch eine Katastrophe. Das Bild ist unscharf und verzittert, der Ton mit Rauschen unterlegt und unsauber. Aber bei diesem Film muss man sich wohl damit zufrieden geben, dass er überhaupt auf Disc erhältlich ist. Als Bonusmaterial gibt es ein paar Texttafeln zu den bekannteren Darstellern zu sehen und noch eine kleine Slideshow.

/ muri