Hercules in New York (1970)

Hercules in New York (1970)

Herkules in New York
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  2. 75 Minuten

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Sky Show
Wer hat den grössten Brustumfang?
Wer hat den grössten Brustumfang? © NSM

Göttersohn Hercules (Arnold Schwarzenegger) ist es langweilig im Olymp. Seit Jahrtausenden lebt er da und möchte auf die Erde herunter. Doch Vater Zeus (Ernest Graves) hat ihm diese Reise bislang verboten. Nun reicht es dem Halbgott und er macht sich auf, die Welt da unten zu besuchen. Von einem Frachtschiff aufgegabelt und nach New York gebracht, versucht sich der bärenstarke Hercules gegen allerlei Gesindel zur Wehr zu setzen. Brezelverkäufer «Pretzie» (Arnold Stang) nimmt sich dem wunderlichen, extrem muskulösen Mann an und begleitet ihn fortan auf seinem Abenteuer.

Er findet immer einen Grund, sein Shirt auszuziehen
Er findet immer einen Grund, sein Shirt auszuziehen © NSM

Gemeinsam geht ihre Reise durch die lokalen Parks, wo Hercules den jugendlichen Sporthelden erst einmal zeigt, wie man den Diskus richtig wirft. Als er auf die junge Helen (Deborah Loomis) trifft, macht das Herz des Hünen einen Sprung und auch die Dame ganz angetan vom attraktiven Kerl mit dem schlechten Englisch. Um Geld zu verdienen, und um seine mächtige Kraft zu demonstrieren, will Hercules eine Karriere als Ringer starten. Allerdings belästigen ihn schon bald geldgierige Gauner, die ihm und Pretzie das Leben schwer machen. Und dann ist da noch Vater Zeus, der nun auch noch meint, eingreifen zu müssen.

Hercules in New York gehört noch immer zu den übelsten Filmen, die es zur Produktion geschafft haben. Genau daraus zieht dieses Werk aber seine Kraft und setzt dabei voll auf seinen berühmten Hauptdarsteller. Dieser sorgt unabsichtlich für Gelächter, vermag diesem Quatsch aber auch nicht zu mehr Qualität zu verhelfen. Wer ein Flair für Trash und schlechte Filme hat, der darf (oder muss sogar) hier Augen und vor allem Ohren riskieren.

1970 hielt ein mächtiger Österreicher den Titel des Mister Universe und wollte seine imposanten Muskeln in einem Film der breiten Öffentlichkeit zeigen. Dass er weder schauspielern konnte und sein Englisch praktisch unverständlich war, schien den Machern egal. Sie wollten aus «Arnold Strong» einen Superstar machen, welcher der Herr ja dann bekannterweise - später als Arnold Schwarzenegger - auch wurde. In seinem Filmdebüt Hercules in New York war von einem Superstar allerdings noch wenig zu sehen.

Über die Jahre und nach einigen verschiedenen Synchronfassungen, wurde Hercules in New York dann im Originalton veröffentlicht, wobei man vor allem auf die Tatsache setzte, dass Schwarzeneggers schlechtes Englisch allein ein Grund für potenzielle Zuschauer war. Und unter uns gesagt, das ist auch der einzige Grund, warum man sich diesen Film anschauen sollte. Wenn Arnold nämlich im breitesten Dialekt seine hirnverbrannten Dialoge abliefert, bleibt kaum ein Auge trocken. Der arme Kerl konnte sich damals aus Geldmangel noch nicht mal einen Sprachkurs leisten.

Inhaltlich ist Hercules in New York nicht viel mehr als ein amateurhaftes Schülerprojekt mit schlechten Darstellern, einer langweiligen Story und einigen dicken Filmfehlern. Da der Fokus natürlich auf Schwarzenegger liegt und dieser selbst in den Prügelsequenzen nicht überzeugt, bleibt am Ende nicht mehr viel übrig, über das man positiv berichten könnte. Und da sind wir wieder beim Akzent des Österreichers, den man aber auch nach ein paar Minuten zu genüge gehört hat. Obwohl, einzelne Momente sind so irrepeinlich, dass sie einfach zu lustig sind.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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