The Bible: In the Beginning... (1966)

The Bible: In the Beginning... (1966)

Die Bibel - Am Anfang schuf Gott...
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  2. 174 Minuten

Blu-ray-Review: ...und zu Staub sollst du wieder werden

Bald ist Feierabend
Bald ist Feierabend © Fox

Am Anfang war... nicht etwa das Feuer, sondern das grosse Nichts. Und daraus schuf Gott innert sieben Tagen eine Umgebung mit Wasser, Luft, Tier und Mensch. Alle sollten in Frieden leben, bis sich Eva (Ulla Bergryd) von einer Schlange zum verheerenden Biss in den verbotenen Apfel verleiten liess. Gott konnte das nicht billigen und setzte neue Regeln an. Wir kennen die Folgen davon...

Kain (Richard Harris) ist eifersüchtig auf seinen Bruder Abel (Franco Nero) und schlägt ihn mit einem Stein nieder. Auch hierfür wird er von Gottes Stimme bestraft, und auch der einfache Mann Noah (John Houston) staunt nicht schlecht, als ihm eine Stimme befiehlt, dass er eine Arche bauen soll, um der drohenden Flut zu entkommen.

Und was kommt jetzt?
Und was kommt jetzt? © Fox

Bei Babel wird ein Turm in den Himmel gebaut, doch auch hier mag Gott dem Treiben nicht länger zuschauen und schickt die Sprachvielfalt auf die Erde, auf dass sich die Menschen nicht mehr verständigen können. Und zum Ende wäre da noch Abraham (George C. Scott), der mit seiner Frau Sarah (Ava Gardner) trotz seines hohen Alters noch Nachwuchs bekommt und sich mit der Problematik der Sünde konfrontiert sieht. Da spielt dann auch die bekannte Erstarrung zur Salzsäure eine kleine Rolle...

Wie im Himmels Willen verfilmt man das berühmteste, erfolgreichste Buch der Geschichte? Regisseur (und "Noah"-Darsteller) John Huston hat sich 1966 eines kleinen Teils der Bibel angenommen und beginnt beim Nullpunkt. In knapp drei Stunden werden hier die Geschichten des Genesis, des Turms von Babel oder diejenige von Kain und Abel erzählt - opulent angerichtet und aufwändig in Szene gesetzt.

Über die Story an sich braucht eigentlich kein Wort verloren zu werden. Wir wissen (oder sollten wissen), wie das mit den sieben Tagen war, der Schlange auf dem Baum, dem eifersüchtigen Bruder, der Arche, dem Turm und dem Sündenpfuhl namens Sodom und Gomorra. Diese kleinen Teilgeschichten werden in The Bible: In the Beginning ausführlich vorgestellt, was vom Zuschauer schon ein bisschen Sitzfleisch verlangt. Denn bis schon mal nur das Paradies steht, geht's ein paar Minuten...

Dargestellt werden die einzelnen Figuren von weltbekannten Schauspielern wie Richard Harris, Ava Gardner oder Peter O'Toole. Alle natürlich deutlich jünger, durchtrainierter und parat für Tragik und Symbolik. Da werden Hände gen Himmel gestreckt, es wird auf die Knie gefallen und natürlich mimisch einwandfrei um Vergebung gebeten - grosses, klassisches Hollywoodkino.

Fazit: The Bible braucht mit seinen drei Stunden Spielzeit etwas Sitzfleisch und wird auch recht gemächlich präsentiert. Dennoch, wer auf oppulentes Starkino mit viel Dramatik steht, kriegt hier etwas vom Feinsten geboten, was man sich wünschen kann. Ein wenig mehr Schwung und eine flottere Umsetzung der bekannten Geschehnisse hätten dem Ganzen gut getan. Grosses Kino bleibt's trotzdem.

Nun kommt The Bible auf Blu-ray und bringt die in die Jahre gekommene Produktion in neuer und hervorragender Qualität. Bild und Ton sind stark transferiert worden und lassen praktisch keine Wünsche offen. Kräftige Farben, gut abgemischte Töne und vor allem die klassische Musik machen aus dem Film ein kleines Ereignis. Da hätte es durchaus auch mehr Bonusmaterial als nur den Trailer haben dürfen. Das ist nämlich das einzig wirklich Enttäuschende am Ganzen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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