The Guns of Navarone (1961)

The Guns of Navarone (1961)

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  3. 158 Minuten

DVD-Review: Gruppendynamik par excellence

Feurige Kreuzfahrt?
Feurige Kreuzfahrt? © Studio / Produzent

Griechenland im Zweiten Weltkrieg. Die Engländer müssen sich aus der Region zurückziehen. Doch in der Ägäis beherrschen zwei gigantische Kanonen der Deutschen die Meerenge. Unter der Führung von Major Franklin (Anthony Quayle) wird ein Spezialkommando zusammengestellt, um die Gefahr ausser Gefecht zu setzen, so dass britische Kreuzer die Insel Navarone passieren können. Neben dem Bergsteiger Keith Mallory (Gregory Peck), dem Sprengstoffexperten Miller (David Niven) und weiteren Experten auf ihrem Gebiet ist der Griechische Widerstandskämpfer Stavros (Anthony Quinn) mit von der Partie, der mit Mallory noch eine Rechnung offen hat.

Musikantenstadl?
Musikantenstadl? © Studio / Produzent

Nachdem Major Franklin sich bei der Besteigung der Inselklippen schwer verletzt, übernimmt Mallory das Kommando und führt sie mit Hilfe von Partisanen weiblicher Verzückung zum geplanten Ziel. Doch die Deutschen sind der Gruppe auf den Spuren und unternehmen alles um deren Plan zu durchkreuzen. Gelingt es Mallory und Co. die Kanonen von Navarone auszuschalten ehe die Schiffe der Engländer vor Navarone kreuzen?

Die Romane von Alistair MacLean zeichnet Spannung, Heldentum und diverse inhaltsmässige Kehrtwendungen aus. Produzent und Drehbuchautor Carl Foreman adaptierte die fiktive Story und liess sie von J. Lee Thompson mit viel Gusto für Abenteuer und Menschen, die ihn kritischen Situationen über sich hinauswachsen, umsetzen. Von besonderem Augenmerk neben den fantastischen Aufnahmen ist das Trio Gregory Peck, David Niven und Anthony Quinn. Die drei Grossen entwickeln eine wunderbare Chemie - es macht einfach Spass ihnen beim Spiel zuzusehen. Der restliche Cast ist übliches "Kanonenfutter", wie es sich bei dieser Art Abenteuer-/Kriegsfilm eben gehörte.

Zum Schmunzeln ist natürlich auch die ein oder andere Miniaturarbeit, Handwerk mit Erkennungswert, während andere mechanische Effekte wie der gewaltige Sturm einem selbst nach 45 Jahren den Mund offen stehen lassen. Freilich, die Deutschen werden mal wieder sehr klischeehaft dargestellt. Grundsätzlich nicht allzu intelligent, einfach abzuknallen und selber mit wenig Zielwasser ausgestattet. Aber das ist in heutigen Filmen ja auch nicht so viel anders.

The Guns of Navarone ist hochspannendes, klassisches Kino, das einfach für perfekte Unterhaltung sorgt. Der Nachfolger, Force 10 from Navarone, ist übrigens kaum der Rede wert.

Extras: Die Collector's Edition enthält zwei DVDs, wovon die erste für den Film plus Audiokommentare reserviert ist und die zweite das Bonusmaterial präsentiert. Dieses setzt sich aus liebevollen Dokumentationen zusammen, die schöne Einblicke in die Produktion bieten. Sehr gelungen. Der Bildtransfer leidet etwas unter Artefakten, die scheinbar auf dem vorhandenen Ursprungsmaterial zu finden sind und hier nicht digital überarbeitet wurden. Das 2.35:1 Bild ist davon abgesehen und einer leichten Körnigkeit auf einem grösseren Bildschirm oder natürlich der Heimkinoleinwand schlicht atemberaubend. Die Tonspur ist trotz 5.1-Abmischung hauptsächlich auf die Frontlautsprecher gerichtet.

/ pb

Kommentare Total: 2

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Das Review fasst den Film gut zusammen. The Guns of Navarone ist zu keiner Sekunde langweilig und bietet beste Unterhaltung. Wer also auf action- und spannungsgeladene Filme steht, ist hier genau richtig.

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Witzig fand ich vor allem, wie das Wetter auf Kreta spielte. Regen, Schnee und Sonnenschein, alles innerhalb von etwa 48 Stunden.😄

pb

DVD-Review: Gruppendynamik par excellence
Collector's Edition

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