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Pretty Little Liars (2010)

Suancabu

Es kommt nicht oft vor, dass ich eine Serie abbreche. Immerhin schaffte ich es bis zu Beginn der 7. Staffel, den Rest habe ich im Schnelldurchgang im Internet nachgelesen. Anfangs der Serie eine 4*, dann 1*.

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Return to Monkey Island (2022)

woc

Wow, das Game ist einfach unglaublich. Unglaublich gut. Und herzzerreissend - etwas, was wohl nur alte Nostalgiker wie ich empfinden, denn die beiden ersten Games Anfang der Neunzigerjahre waren meine ersten Point-And-Click-Adventures und haben punkto Storytelling die Messlatte unglaublich hoch angesetzt. Ron Gilbert kehrt nun zurück an seine Schauplätze. Und er macht aus seinem Sequel das, was man macht, wenn man ein Fotoalbum von früher ansieht, lächelt, eine Träne verdrückt und daran denkt, wie gut die alten Zeiten doch waren. Genau das ist The Return To Monkey Island. Und genau so endet es (Spoiler: Es sind mehrere Enden möglich), wie eine nette Erinnerung an das, was war. An alle die Abenteuer, die Kämpfe, das Sprücheklopfen und den elenden Plaggeist LeChuck. Grandios.

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Im Westen nichts Neues (2022)

Murikov

Ich kann mich der offiziellen Outnow-Filmkritik von gia nur anschliessen.

Der neuste Versuch Remarque's Klassiker auf die Leinwand zu bringen hat leider nur noch sehr wenig mit der Originalvorlage zu tun, und genau das ist das Problem vom 2022er Westen Nichts Neues: Würde der Film einen anderen Namen im Titel tragen, so ginge er noch als knapp solider Anti-Kriegsfilm durch. Aber gerade weil es eine Verfilmung des zeitlosen Klassikers sein sollte, lässt diesen Film äusserst unspektaktulär erscheinen.

Technisch und cinematografisch gesehen ist der Film interessant: Die Schnitte sind gut, die Bilder brachial und es wurden gute Versuche unternommen den Zuschauer emotional zu bewegen. Auch einige Änderungen an der Geschichte fand ich durchaus kreativ, ohne dabei etwas zu spoilern.

Aber anders als in den beiden bisherigen Verfilmungen ist die Charakterentwicklung in der 2022er Version absolut mangelhaft, wenn nicht schon nicht-existent: Aus den tiefgründigen Figuren Paul Bäumer und Katchinsky sind nur noch Schatten ihrer selbst geblieben, und auf die anderen Kameraden wird gar nicht erst richtig eingagenen. Andere Figuren und Handlungen wie der Lehrer Kantorek oder Ausbildner Himmelstoss werden entweder nur sehr am Rande erwähnt oder wurden gleich komplett rausgeschnipselt.

Was bleibt ist nur eine sehr lose zusammengewürfelte Kurzfassung von einzelnen ausgewählten Ereignissen aus der Original-Geschichte, die sich irgendwie auf fast 3 Stunden Filmlänge ziehen. Die bereits andernorts erwähnte Nebengschichten um die Verhandlung des Waffenstillstands mit Matthias Erzberger und den kriegssüchtigen General finde ich im Kontext der Geschichte absolut unnötig und stören nur dem Fluss der ohnehin schon sehr zähen Handlung. Und anders als in Antikriegsfilm-Meisterwerken wie Apocalypse Now oder Die Brücke am Kwai hilft die Filmlänge hier überhaupt nicht eine lange und epische Geschichte zu erzählen. Leider geschieht über die gesamte Länge relativ wenig und es kann durchaus vorkommen, dass in vielen Szenen der Zuschauer etwas genervt auf die Uhr schaut.

Auch die paar Schlachtszenen sind eher mässig choreografiert (und leider vollgepflastert mit mässigem CGI), und da hat das Original von 1930 schon tausendmal mehr Charme.

Ich würde sagen, nett gemeint, aber wirklich mau umgesetzt. Echt Schade.

6 von 10 Granaten, denen sie nicht entkamen.

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