E3-Pressekonferenz von Sony

Die Katze ist auch bei Sony aus dem Sack. An der diesjährigen E3 präsentierten die Japaner ihre neue Konsole, die das Erbe der PS3 für die nächsten 5-10 Jahre antreten wird.

Die neue PlayStation 4

Die neue PlayStation 4

Nach dem PR-Desaster des Xbox One Reveals vor etwas mehr als einen Monat blickte man gespannt der E3 entgegen. Welche Politik würde Sony bezüglich DRM und Gebrauchtspielen verfolgen? Wird die PS4 eine Internetverbindung voraussetzen? Um den rosa Elefanten im Raum nicht warten zu lassen: Die PlayStation 4 wird den Verkauf und Verleih von gebrauchten Spielen unterstützen und auf eine konstante Online-Anbindung verzichten. Wer will, kann seine Singleplayer-Spiele ganz ohne Internet geniessen. Kostenpunkt: 399 Euro.

Hier noch das Wichtigste im Überblick:

  • Die Pressekonferenz beginnt mit einer Lobhudelei auf die PS Vita. Es sollen zahlreiche neue Spiele kommen (darunter Batman: Arkham Origins und Killzone: Mercenary) und sie soll eine umfassende Einbindung in die PS4 bekommen.
  • Im Anschluss blickte man in die Gegenwart (The Last of Us) und Zukunft (GT6, Beyond: Two Souls) der PS3. Es warten noch einige gute Spiele für die alte Dame.
  • Batman: Arkham Origins kommt mit exklusiven Skins für die PS3.
  • Für GTA V wird Sony Bundles mit PS3-Konsolen bereitstellen. Ebenfalls wird es ein exklusives Headset im GTA V-Design geben.
  • Danach zeigte man das Design der PS4. Sie sieht zwar etwas kleiner aus als die Xbox One, ansonsten sind sich die beiden Konsolen ziemlich ähnlich. Mit seinem Trapezdesign sieht die PS4 aus wie ein grosser, schwarzer Radiergummi.
  • Grosser Durchhänger für Gamer: Wertvolle Minuten gingen an die Vorstellung von verschiedenen Videodiensten, die zunächst nur in den USA verfügbar sein werden. Stichwort: Netflix.
  • Bald darauf wurde der erste grosse Kracher gezeigt: The Order: 1886 wartet mit einer düsteren Atmosphäre im Steampunk-Look auf. Das Victorianische White Chapel wird von Werwölfen überrannt, und ihr müsst mit euren retro-futuristischen Waffen die Gefahr eindämmen. Das Spiel erscheint exklusiv auf PS4.
  • Weiter warteten Killzone: Shadowfall, Drive Club, inFamous: Second Son und Knack mit Ingame-Szenen auf. Sie erscheinen zeitgleich mit der Konsole.
  • Daraufhin bekamen wir einen etwas schrägen Trailer von The Dark Sorcerer zu sehen. Wir befanden uns zunächst in einer atmosphärischen Höhle und hörten einem Magier zu, wie er Flüche heraufbeschwört. Begleitet wurde er von einem creepy aussehenden Goblin. Urplötzlich wechselt die Szenerie und wir befinden uns in einem TV-Studio mit grünem Hintergrund. Der Magier hatte seine Zeile vergessen.
  • Nun kam die Zeit der Indies. Sony wird unabhängige Entwickler in vollem Umfang unterstützen.
  • Die nächste grosse Ankündigung: Final Fantasy Versus XIII wird zu Final Fantasy XV. Ein spektakulärer Trailer wurde gezeigt.
  • Noch einen Kracher: Kingdom Hearts 3 ist in Entwicklung! Wir sahen erste Spielszenen.
  • Weiter wurde eine unstabile Demo von Assassin's Creed 4: Black Flag gezeigt. Interessanter war die längere Gameplay-Demo von Watch_Dogs. Die Grafik des Titels ist spektakulär.
  • Ebenfalls konnten NBA 2K14 mit Lebron James, The Elder Scrolls Online (erscheint im Frühjahr 2014 auf Konsolen) und Mad Max Gastauftritte verzeichnen.
  • Endlich kam die grosse Ankündigung: Mit einem deutlichen Seitenhieb auf Microsofts Xbox One erwähnte Jack Tretton, dass die PS4 sowohl Gebrauchtspiele als auch das Offline-Spielen unterstützt. Die Konsole muss zu keiner Zeit mit dem Internet verbunden werden, wenn man dies nicht wünscht. Grosser Jubel im Saal folgte diesen Worten.
  • Noch ein paar Sätze zu PSN+: Das aktuelle Abo wird auch auf der PS4 gültig sein. Als Appetithäppchen bekommt man gleich Drive Club umsonst.
  • Als letztes grosses Spiel wurde Destiny gezeigt. Die live gespielte Demo zeigte eine beeindruckende Kulisse, starke Lichteffekte und frenetische Multiplayer-Gefechte.
  • Gaikai wird ab 2014 Streaming von PS3-Spielen unterstützen.
  • Als letztes Zückerlein präsentierte Jack Tretton den Preis der PS4. Mit 399 Euro ist sie gleich 100 Euro günstiger als die Xbox One.

Wir waren gespannt auf die Reaktion von Sony, und der japanische Hersteller enttäuschte nicht! Kein DRM, keine online Anbindung, volle Unterstützung von gebrauchten Spielen und ein günstigerer Launchpreis. Die Xbox One muss sich warm anziehen. Das Nachsehen hatte man bei den Exklusivtiteln. Es fehlte etwas vom Kaliber eines Uncharted. Nichtsdestotrotz hat sich Sony mit der PlayStation 4 in eine gute Stellung für das Weihnachtsgeschäft 2013 gebracht.

Quelle: OutNow.CH

11.06.2013 07:05 / ale


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8 Kommentare

Sony als Publisher hat sich vom Online-Pass verabschiedet und wird ihn nicht mehr einsetzen, da der Multiplayer bereits PSN+ voraussetzt. Das macht auch für Third-Party-Entwickler keinen Sinn, denn diese können nun Sony direkt anzapfen. EA als grösster Befürworter des Online-Passes hat sich davon auch schon los gesprochen und dies mittlerweile in Interviews bestätigt.

Was nicht ausgeschlossen ist, sind DLCs, Pre-Order-Boni, Season-Pässe und episodische Zusatzinhalte oder gar episodische Spiele à la Walking Dead. Hierauf hat Sony (laut eigenen Angaben) keinen Einfluss. Meine grösste Befürchtung liegt in einem Singleplayer-Pass. Man kann zwar nicht den Online-Pass abschaffen nur um einen für den Singelplayer zu erschaffen, aber man weiss ja nie.

Hier steht aber was anderes:

http://www.t-online.de/spiele/id_63822864/e3-2013-ps4-und-gebrauchtspi…

Sony hat dem Online-Pass auch den Laufpass gegeben.

Jo gut EA hatte auch gewaltigen Support-Aufwand, weil der OnlinePass - selbst wenn man immer mit dem gleichen PC arbeitete - plötzlich ungültig wurde und man deshalb wieder einen neuen lösen musste. Da liegt wohl eher der Hund begraben, als irgendwo sonst...

Vermutlich wollen sie nach dem SimCity-Debakel einfach Angriffsflächen minimieren....

Electronic Arts zumindest hat den Online Pass abgeschafft. Ob die restlichen Publisher nachziehen werden oder der schwarze Peter einfach den Konsolenherstellern (insbesondere MS) zugeschoben werden soll, bleibt fraglich.

Quelle: http://kotaku.com/ea-getting-rid-of-online-passes-507021364

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