Gran Turismo 7 (2022)

Gran Turismo 7 (2022)

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PS5-Review: Harte Arbeit für virtuelle Hypercars

Eindrucksvolle Stimmungsbilder dank Raytracing
Eindrucksvolle Stimmungsbilder dank Raytracing © Sony Interactive Entertainment

Mit Gran Turismo 7 kehrt der Klassiker schlechthin unter den Rennsportsimulationen auf die Playstation zurück und findet erstmal den Weg auf die Next-Gen-Konsole. Nachdem sich Entwickler Polyphony Digital bei Gran Turismo Sport noch stark auf den Multiplayer fokussierte, feiert eine ausgedehnte Solo-Kampagne ihr Comeback im Playstation-exclusive-Titel.

Dies dürfte die breite Fanbasis freuen. Denn der Hauptaspekt von Gran Turismo 7 besteht - wie eben früher - wieder im Sammeln von Autos, Tunen, Meistern von Herausforderungen und somit Hochleveln auf der Karriereleiter. Also, worauf warten wir? Ab auf die Strecke!

Wer es liebt, schöne Autos zu betrachten, an der Ideallinie zu feilen und eine Herausforderung mehrmals anzugehen, bis aus der Bronzemedaille die Goldene wird, wird mit Gran Turismo 7 bestimmt glücklich werden. Nebst der fantasielosen KI sind die In-Game-Käufe der grösste Kritikpunkt. Dass in einem kostenpflichtigen Game für bestimmte Autos nochmals hunderte von Franken ausgegeben werden müssen, ist eine bedenkliche Entwicklung und trübt das sonst tolle Spielerlebnis deutlich.

Nein, das ist kein Aufbauspiel sondern die Übersichtskarte mit euren Aufträgen.
Nein, das ist kein Aufbauspiel sondern die Übersichtskarte mit euren Aufträgen. © Sony Interactive Entertainment

Der Einstieg in Gran Turismo 7 startet nicht etwa mit Höchsttempo auf dem Nürburgring, sondern ganz gemütlich in einem Park Café. Dort erhalten wir fortan unsere Aufträge. Meistens sollen themenspezifische Fahrzeuge gesammelt werden. Dazu müssen Rennen bestritten und eine Mindestklassifizierung muss erreicht werden. Nach und nach werden über das Abschliessen solcher Herausforderungen weitere Gebäude auf der Landkarte freigeschaltet. Im Café treffen wir andere Autoenthusiasten an und erfahren mehr über bestimmte Fahrzeuge und deren Einfluss auf die Automobilgeschichte. Der ganze Informationsfluss in Gran Turismo 7 ist rein textbasiert, obwohl immer ein Sprecher eingeblendet wird. Schade, dass man diese reale Person nicht hören kann.

Die Rennstrecken sind in drei Weltregionen aufgeteilt und beinhalten eine Mischung aus real existierenden und Fantasierundkursen, die aber bereits als Genreklassiker gelten. Wie gewohnt, bieten verschiedene Streckenlayouts zusätzliche Abwechslung. Um in der Kampagne weiterzukommen, ist es notwendig, Lizenzprüfungen zu bestehen. Darin vermittelt Gran Turismo 7 das Rennfahrerhandwerk. In den Missionen stehen teilweise ganz witzige Herausforderungen an. Beispielsweise soll mit wenig Sprit eine möglichst grosse Distanz zurückgelegt werden. Allerdings sind die Missionsherausforderungen nicht mehr ganz so abgespaced wie noch im Vorgänger, wo man auf dem Mond oder in Gokarts herumfahren konnte.

Der Gebrauchtwagenmarkt - Startpunkt jeder GT 7 Karriere
Der Gebrauchtwagenmarkt - Startpunkt jeder GT 7 Karriere © Sony Interactive Entertainment

Insgesamt bietet Gran Turismo 7 einen umfangreichen Fuhrpark. Zu Beginn der Karriere muss man sich noch mit Gebrauchtwagen und lahmen Gurken zufriedengeben. Später stehen dann auch Neuwagen und wahre PS-Monster zur Verfügung. Ein besonderes Highlight stellen jeweils Concept- und Classic-Cars dar. Autos können in Rennen gewonnen oder mit Credits gekauft werden. Credits wiederum sammelt man über das erfolgreiche Abschliessen von Herausforderungen oder können mit echtem Geld gekauft werden. Exklusive Autos kosten schnell mal Millionen von Credits, einige sogar 10 Millionen und mehr. Dafür wird entweder tageslanges Grinden notwendig oder der Kauf kostet 100 Franken aufwärts.

Gran Turismo 7 liefert eine eindrückliche Fahrphysik ab, die über die modernen Controller besonders gut spürbar ist. Unterschiede zwischen den Autos und den verschiedenen Antriebsarten sind deutlich im Handling wahrzunehmen. Ebenso überzeugt die grafische Aufmachung der Autos und der Umgebung. Leider bleibt Gran Turismo 7 auf der Rennstrecke nicht ganz von lästigen Popups verschont. Der Sound der Autos kann als authentisch bezeichnet werden und unterscheidet sich deutlich je nach Auto und Hersteller. Als Schwachpunkt hat sich jedoch die KI herausgestellt, die gerade bei Überholmanövern wenig intelligent und unflexibel agiert.

Der Porsche 917K '70 bleibt für die meisten in GT 7 und im realen Leben unerreichbar.
Der Porsche 917K '70 bleibt für die meisten in GT 7 und im realen Leben unerreichbar. © Sony Interactive Entertainment

Natürlich darf der Multiplayer in Gran Turismo 7 nicht fehlen. Dieser besteht aus lokalem Splitscreen und Online-Action. Online kann in der Lobby bestehenden Räumen beigetreten oder ein eigener Raum sprich Rennevent erstellt werden. Die Einstell- und Spezifikationsmöglichkeiten sind dabei fast unendlich. Wem dies alles noch nicht reicht, bietet Gran Turismo 7 ausserdem den Sport Modus, in dem man sich in vorgegebenen Rennevents mit anderen Fahrern messen kann. Geniale Sache.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

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Kommentare Total: 3

gto

Hallo @goe

Du kannst Gran Turismo 7 ganz gut ohne Lenkrad und Pedale etc. spielen. Ich hatte im Test ebenfalls nur den PS5 Controller zur Verfügung. Hoffe ich konnte dir mit meiner Antwort weiterhelfen.

Gruss Tobi

goe

@Tobias Geser:

Kann man das Spiel auch ohne Lenkrad spielen oder braucht man das ganze Equipment? (Habe keinerlei Erfahrung mit den Spielen)

gto

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