Catie in MeowmeowLand (2022)

Catie in MeowmeowLand (2022)

  1. , ,
  2. , ,

Xbox Series X|S-Review: Mit jemandem Katz und Katz spielen

Eine Dackel-Katze
Eine Dackel-Katze © Blowfish Studios

Die kleine Catie folgt in ihrem Garten einer seltsamen weissen Katze. Urplötzlich wird sie in einen Kaninchenbau gezogen. Nach einem langen Sturz befindet sich Catie in einer bizarren Katzenwelt, in der sie eine lange Reise antreten muss, um einen Weg zurück nach Hause zu finden.

Das kleine slowakische Entwicklerstudio ARTillery bringt mit Catie in MeowmeowLand sein erstes grosses Spiel auf den Markt. Dabei haben sich die Macher für das schon fast vergessene Point-and-Click Genre und einen Multiplattform-Launch entschieden. Ob dieses Katzen-Abenteuer auch auf Konsolen funktioniert?

Das Game besticht durch eine surreale Welt. Diese schafft eine überzeugende Atmosphäre, die nicht nur Katzen-Fans gefällt. Leider entpuppen sich die Rätsel im Spiel als nicht fordernd. Teilweise sind sie sogar völlig unlogisch und funktionieren erst nach mehrmaligem Probieren. Abgesehen davon erhält man mit Catie in MeowmeowLand Unterhaltung der mal anderen Art, die zwar kurz ist, aber von der Länge her genau richtig ausfällt.

Nachmittagskuchen in MeowmeowLand.
Nachmittagskuchen in MeowmeowLand. © Blowfish Studios

Wenn unsere Protagonistin am Anfang aus dem Füdli-Loch einer Katze ihr Abenteuer startet, reibt man sich verwundert die Augen und stellt sich die Frage. was man hier gerade spielt. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Point-and-Click um ein sehr surreales Spiel, das aber im Grossen und Ganzen gut gefällt. Dafür sorgen einzig und allein die pfiffige Art sowie die hübsch gezeichneten Levels. Eine Herausforderung sucht man hier aber vergebens.

Dazu sind die Rätsel entweder viel zu einfach oder aber unlogisch aufgebaut. Es kommt ab und zu vor, dass man dieselbe Aktion mehrmals ausführen muss, bis es dann klappt, obwohl es hierfür keinen Grund gibt. Ausserdem beschränkt sich das ganze Abenteuer auf Rumklickerei. Ein Inventar mit Gegenständen, das man von anderen Games dieses Genres kennt und von Zeit zu Zeit einsetzen sollte, gibt es hier nicht. Somit ist Catie in MeowmeowLand ein sehr einfach gehaltenes Spiel.

So sehen also Zuhälter-Katzen aus.
So sehen also Zuhälter-Katzen aus. © Blowfish Studios

Auch bei den Einstellungen gibt es ausser der Sprachauswahl und der Geschwindigkeit des Cursors nichts zu verändern. Die Steuerung mit dem Controller an der Konsole funktioniert dabei relativ gut, wobei typisch für diese Art von Spiel das Zocken am PC mit der Maus die bevorzugte Art ist. Auf der Xbox wird eine angehängte Maus ebenfalls unterstützt, wobei die vertikalen Bewegungen vertauscht und nicht anpassbar sind. Genauso unlogisch wie viele Rätsel.

Abgesehen davon bewegt sich das Game technisch auf einem soliden Niveau. Kurze Ladezeiten, eine bunte Spielewelt und hübsche Effekte leisten ebenfalls ihren Beitrag zur witzigen Atmosphäre. Einzig der Hintergrundsound nervt mit der Zeit, umso mehr, wenn man grad mit einer unsinnigen Aufgabe beschäftigt ist.

Alles in allem ist ARTillery ein witziges Game gelungen, das einige Male einen WTF-Moment auslösen wird. Auch wenn das Spiel in knapp zwei Stunden spielbar ist, hat man nicht das Gefühl, dass es zu kurz erscheint. Dafür bietet es schlichtweg zu wenig Herausforderung, sorgt aber immer mal wieder für ein kleines Schmunzeln. Schlussendlich ist es genau diese Art von Spiel, die in der Game-Szene für willkommene Abwechslung sorgt. Catie in MeowmeowLand ist also definitiv nicht für die Katz.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Instagram

Trailer: Reveal Englisch, 01:12