Riders Republic (2021)

Riders Republic (2021)

  1. , ,
  2. , ,

PS5-Review: Extremsport in den nordamerikanischen Nationalparks

Frei wie ein Vogel
Frei wie ein Vogel © Ubisoft

In Riders Republic, dem Nachfolger von Steep, werden in einer Open World sieben riesige Nationalparks der USA unter anderem auf Skiern, Mountainbikes oder per Jetwingsuit unsicher gemacht. Im Arcade Spiel stehen dabei insgesamt fünf verschiedene Extremsportarten in einer beinahe grenzenlosen Umgebung zur Auswahl.

Als Highlight des Extremsport-Games kündigt Hersteller Ubisoft Massenstartrennen mit bis zu 64 Online-Spielern gleichzeitig an. Überhaupt soll gegenüber dem Vorgänger alles grösser, atemberaubender und abwechslungsreicher sein. Kann dieses Versprechen eingehalten werden?

Auf den ersten Blick kommt Riders Republic sehr spassig und unterhaltsam daher. Leider klingt dieser erste, gute Eindruck schnell ab. Nach einiger Spielzeit werden die neuen Events immer rarer. Um frischen Content freizuschalten, müssen immer mehr Sterne gesammelt werden. Anfänglich geht der Fortschritt noch recht zügig voran. Irgendwann sind die Abstände zwischen den Stufen aber zu gross. Da zu dem Zeitpunkt kaum mehr neue Events zur Verfügung stehen, müssen die gleichen Herausforderungen immer wieder bestritten werden.

Wer hat Lust auf eine Kindergeburtstagsparty?
Wer hat Lust auf eine Kindergeburtstagsparty? © Ubisoft

Die verschiedenen Nationalparks gehen optisch und auf der Karte nahtlos ineinander über. Entsprechend ihrer Topografie und geografischen Lage stehen jeweils Events in den geeigneten Extremsportarten an. Die Events wiederum unterteilen sich in Trick-Challenges, in denen möglichst viele Stuntpunkte gesammelt werden müssen, sowie in klassischen Rennen. Spezialevents, beispielsweise ein Rennen mit Glace-Verkaufsfahrrädern, bieten zusätzliche Abwechslung.

Auf der grosszügig gestalteten Map tummeln sich hunderte von anderen Spielern herum, die zu Wettkämpfen herausgefordert werden können. Leider beschränken sich die Wettkämpfe gegen andere echte Spieler auf einige ausgewählte Events beziehungsweise müssen eure Freunde über das Ubisoft-Netzwerk miteinander verbunden sein. Für die verschiedenen Sportarten sind eigene Karrieren und Erfahrungswertungen vorgesehen. Am Anfang stehen die Fahrrad- und Schneesportkarrieren zur Verfügung. Weitere Karrieren müssen erst noch freigespielt werden. Um gesamthaft in Riders Republic weiter zu kommen, müssen Sterne gesammelt werden. Diese werden nach abgeschlossenen Events vergeben. Wer in bestimmten Sportarten mehr auf dem Kasten hat, kann sich mit Zusatzherausforderungen Bonussterne dazu verdienen.

Viel Rauch um nichts?
Viel Rauch um nichts? © Ubisoft

Insgesamt bietet Riders Republic vielfältige Einstellmöglichkeiten was die Controller-Bedienung und die Computerunterstützung angeht. Zwischen zwei Setups, die entweder mehr Fokus auf Tricks oder schnelle Rennperformance legen, kann flexibel hin und her gewechselt werden. Einsteiger werden schrittweise in die Trick-Steuerung eingeführt und können beispielsweise auf eine automatische Landung zurückgreifen. Erstaunlicherweise sind die Konfigurationsmöglichkeiten des Avatars hingegen recht bescheiden. Dieses wird bei Spielbeginn gestaltet, wobei hier keinesfalls die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten anderer aktueller Games angeboten wird. Outfits und verrückte Styles können im Shop in der Riders Ridge, der Homebase von Riders Republic, gekauft werden. Der Wert, der über Events verdienten Ingame-Währung ist jedoch recht gering, weshalb für halbwegs coole Outfits leider echtes Geld in die Hand genommen werden muss.

Wer auch ganz gerne cool wäre, sind die verschiedenen KIs in der Riders Ridge, die insbesondere in der Einführungsphase von Riders Republic sehr viel Platz bekommen. Die Figuren versuchen mit ihren Sprüchen und ihrem Verhalten krampfhaft hipp zu sein, sodass sie einfach nur nerven. Zum Glück haben sie im weiteren Spielverlauf nur eine Nebenrolle. Ein weiterer Kritikpunkt, der das Spielvergnügen von Riders Republic schmälert, ist die veraltet wirkende, in die Jahre gekommene Grafik. Gerade in einer weitläufigen Spielwelt, wie sie in Riders Republic geboten wird, sind Pop-ups und matschige Texturen ein Ärgernis.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

  1. Artikel
  2. Profil

Trailer: World Englisch, 02:01