Resident Evil Village (2021)

Resident Evil Village (2021)

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PS5-Review: Werwolf-Horror in Osteuropa

Diese Scheuche hält nicht nur Vögel ab.
Diese Scheuche hält nicht nur Vögel ab. © Capcom

Rund drei Jahre nach den Geschehnissen von Resident Evil 7 im Süden der USA verschlägt es uns in Resident Evil Village irgendwo nach Europa. Dort haben sich Ethan und Mia zusammen mit ihrer kleinen Tochter Rose niedergelassen. Doch das vermeintlich idyllische Familienglück findet eines Abends sein jähes Ende, als der Familienfreund Chris Redfield mit einem Sondereinsatzkommando auftaucht.

Ethan muss mitansehen, wie Mia im Kugelhagel stirbt und ihm seine Tochter aus den Händen entrissen wird. Er wird von einem Soldaten bewusstlos geschlagen und wacht erst nach einem Autounfall vermutlich im Osten von Europa in einem heruntergekommenen Dorf wieder auf.

In Resident Evil Village sticht insbesondere die RE-Engine von Capcom hervor, die Grafikhighlights sowie eine überzeugende Performance liefert. Leider sind aber die Rätsel meistens für Anfänger konzipiert. Auch die Schockmomente, eigentlich ein Erfolgsrezept dieser Serie, flachen recht schnell ab. Und einzelne Sequenzen mit sehr viel gleichzeitig auftretenden Gegnern arten in regelrechte Ballereien aus. Immerhin sehen die Bosse gruselig aus, und der Protagonist Ethan Winters ist ein Highlight. Es macht Spass, mit dem ahnungslosen, verzweifelten Helden durch die Gegend zu streifen. Und ja, seine Hände werden leiden.

Nein, das ist nicht das Disney-Schloss.
Nein, das ist nicht das Disney-Schloss. © Capcom

Sofort startet der Resident-Evil-typische Überlebenskampf. Als Gegner stellen sich Ethan dieses Mal Werwölfe, Vampire und andere Kreaturen in den Weg. Das Schusswaffenarsenal ist wie immer überschaubar. Doch im Vergleich zu den Vorgängern der Serie ist Ethan meistens mit reichlich Munition ausgerüstet. Diese wird auch benötigt, denn die Gegner tauchen häufig gleich in einer Horde auf.

Wie gewohnt gilt es auf dem Weg durch die schlauchförmige Map möglichst viel zu erkunden und Gegenstände zu sammeln. Diese lassen sich dann kombinieren, können in Munition umfunktioniert oder beim fahrenden Händler Duke verkauft werden. Das Inventar zur Ablage von Waffen und Gegenständen ist für die Serie typisch sperrig gestaltet. Doch wahre Resident-Evil-Fans mögen es eben genau so. In Resident Evil Village ist jedoch nur der Platz für Waffen, Munition und Heilgegenstände limitiert. Dies ist doch eine rechte Erleichterung.

Typische Lockdown Frisur mit passendem Bart
Typische Lockdown Frisur mit passendem Bart © Capcom

Hin und wieder muss im neusten Resident-Evil-Titel ein kleines Rätsel gelöst werden, um eine Tür zu öffnen oder ein Mechanismus auszulösen. Alles in allem sind die Aufgaben gut zu meistern und der Schwierigkeitsgrad ist mehr als überschaubar. Ebenfalls kann man sich dabei Zeit lassen, da die Gegner in der Regel nicht sehr überraschend auftauchen.

Die grösste Stärke von Resident Evil Village liegt in der technischen Umsetzung und der Inszenierung. Die Stimmung im Dorf sorgt ab der ersten Minute für Anspannung. Die verlassenen Häuser und die merkwürdigen Geräusche erzeugen eine gespenstische Horror-Atmosphäre. Ein wahres Highlight sind die aufwendig gestalteten Räume in Lady Dimitrescus Gruselschloss. Auf der Schattenseite steht hingegen insbesondere das Treffer-Feedback von Schusswaffen. Es ist nicht immer nachvollziehbar, ob ein abgegebener Schuss nun gesessen hat und wie viel Schaden er verursacht hat.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

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