NHL 22 (2021)

NHL 22 (2021)

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PS5-Review: Eistanz für Männer

Und weg ist der schwarze Kobold!
Und weg ist der schwarze Kobold! © Electronic Arts

Es ist wieder Oktober und wir alle wissen, was das heisst: Das neue NHL-Game ist auf dem Markt! Nachdem NHL 21 noch eine Übergangslösung war - zwar spielbar auf den Next-Gen-Konsolen, aber basierend auf alter Technologie - kommt NHL 22 komplett überarbeitet und mit der neuen Frostbite-Grafik-Engine von EA Sports daher.

Nachdem sich die Serie in den vergangenen Jahren technisch kaum noch weiterentwickelt hat, sind die Erwartungen entsprechend hoch, dass mit NHL 22 der langersehnte Sprung nach vorne gelingt. Aus FIFA 22, wo die Frostbite-Technologie schon eingesetzt wird, wissen wir, dass die Erwartungen nicht unbegründet sind. Puck drop - es geht los!

Dank der Frostbite-Engine ist die NHL-Serie endlich im Next-Gen-Zeitalter angekommen. Jedoch sind in NHL 22 noch einige Bugs auszumachen. So kommt es vor, dass der Torhüter bei einer Parade mit seinem Stock einfach durch den Torpfosten fährt. Ausserdem erscheinen in der Post-Game-Animation die Spieler manchmal mit Frost auf der Gesichtsbehaarung und auf dem Helmvisier. Glücklicherweise bietet der umfassende und abwechslungsreiche Inhalt für jeden Spielertyp etwas. Insbesondere der Modus «World of CHEL» mit vielen Challenges und Entwicklungsmöglichkeiten motiviert zum langfristigen Gamen. Und für wahre NHL-Experten gibt es den Franchise-Modus, der ebenfalls viel Spass macht.

Stimmung!
Stimmung! © Electronic Arts

Bereits auf dem Startbildschirm zeigt sich, dass die Aufmachung von NHL 22 grundlegend überarbeitet wurde. Die Menüführung kommt modern und aufgeräumt daher. Die Unterteilung in Online- und Offline-Action hilft der Übersichtlichkeit. Rechts neben dem Menü sehen wir Highlights der X-Factor-Superstars, einer neuen Kategorie von Spitzenspielern. In diese Kategorie fallen aktuelle Ausnahmekönner wie Auston Matthews oder Sidney Crosby. Wobei die X-Factor-Fähigkeiten, darunter fallen zum Beispiel besonders gute Stick-Handling-Skills oder extrem präzise Schüsse, vordergründig nur in der «World of CHEL» so richtig zur Geltung kommen. Dort startet ihr mit einer dieser Fähigkeiten und könnt über fleissiges Trainieren und Hochleveln weitere Talente freischalten.

Ab der ersten Minute auf dem Eis offenbaren sich die Stärken der Frostbite-Grafiktechnologie. Die Eishockeyarenen wirken detaillierter dargestellt und besser ausgeleuchtet. Auch die Spielergesichter wurden überarbeitet und kommen nun deutlich realistischer und näher am Vorbild daher. Es mögen Details sein, beispielsweise die Spiegelungen auf dem Eis und in den Helmvisieren, doch sie tragen wesentlich zur Wahrnehmung von NHL 22 als zeitgemässe Eishockeysimulation bei.

«Mir kommt keiner nach.»
«Mir kommt keiner nach.» © Electronic Arts

Wie gewohnt bietet NHL 22 einen weitumfassenden Spielinhalt an. Ein Highlight davon ist der überarbeitete «Be a Pro»-Modus. Er ist gespickt mit Storyelementen, die Interaktionen mit dem Coach, dem Agenten oder der Presse ermöglichen. Die Entscheidungen, die in diesen Situationen getroffen werden, haben einen Einfluss auf die Aussenwahrnehmung des Spielers, ob er beispielsweise als Teamplayer oder eher als egoistischer Star gesehen wird.

Das Schwierigkeitslevel ist wie immer individuell bestimmbar. Wer lieber mehr Arcade-Style als Simulation möchte, passt die Einstellungen entsprechend an. Das Spieltempo ist insgesamt gemächlicher und somit angenehmer im Vergleich zum Vorgänger. Dies ermöglicht insbesondere ein realistischeres Abwehrverhalten. Es kann nun mehr mit dem Stock und weniger rein mit Bodychecks verteidigt werden. Und zum guten Glück verursacht nicht jeder Poke Check gleich ein Beinstellen mehr. NHL 22 bewegt sich damit nochmals weiter weg vom Rumpelhockey und erlaubt mehr individuelles Spielen. Super Sache.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

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