FIFA 22 (2021)

FIFA 22 (2021)

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Xbox Series X|S-Review: Es braucht Reformen!

Zu schnell für die Kamera!
Zu schnell für die Kamera! © Electronic Arts

Es ist wieder soweit! Die Fussball-Saison ist schon im vollen Gange und die Transferperiode liegt auch schon einige Zeit zurück. Wir sprechen vom FIFA-Game, welches uns jeden Herbst mit einer riesigen Palette an Lizenz-Mannschaften den virtuellen Fussball auf den heimischen Bildschirm bringt. Für dieses Jahr hat EA Sports hauptsächlich die bald einjährige neue Konsolengeneration ins Visier genommen und möchte mit der Power von PS5 und Xbox Series für noch mehr Realismus sorgen.

Dazu beitragen sollen die HyperMotion- und eine proprietäre Machine-Learning-Technologie, welche ein noch realistischeres, flüssigeres und reaktionsschnelleres Fussballerlebnis liefern sollen. Auch am Torwart-System soll EA Sports geschraubt haben. Doch wie sieht es neben dem Platz aus? Wurden auch dort neue Elemente eingefügt? Anpfiff - finden wir es heraus!

Der grosse Wurf wurde der diesjährige Titel aus dem Hause EA Sports nicht. Dafür fehlen schlichtweg die ganz dicken Neuerungen, auf die man gehofft hat. Im Gegenteil gibt es unter anderem keinen Story-Modus mehr, gewisse Nationalmannschaften wurden rausgenommen und technisch ist gegenüber dem Vorgänger zu wenig passiert. Trotzdem bleibt FIFA 22 das Mass aller Dinge bei den Fussballspielen. Dafür sorgen sowohl die grossartige Atmosphäre sowie die spielerischen Verbesserungen, welche für ein authentisches Gefühl am Ball verantwortlich sind.

«Na, alles aufgenommen?»
«Na, alles aufgenommen?» © Electronic Arts

Wer die letzten FIFA-Titel kennt, wird sich im Menü gut zurechtfinden. Es wirkt auf den ersten Blick zwar aufgeräumter, auf den zweiten Blick muss man aber doch viel hin und her bewegen, um ans Ziel zu kommen. Bis auf «Volta» haben sich die verschiedenen Modi kaum verändert, was irgendwie bedauerlich ist. Erstgenannter wurde sogar deutlich abgespeckt und so gibt es unter anderem keine Story mehr. Somit ist der neueste Titel der FIFA-Reihe der erste seit fünf Jahren, welcher wieder ohne Story-Kampagne erscheint. Dieser Modus hatte seit FIFA 17 für Abwechslung gesorgt und es ist echt schade, dass EA Sports in diesem Jahr auf einen solchen verzichtet hat, zumal der Wegfall mit nichts Neuem kompensiert wird.

Spielerisch hat sich doch einiges getan in der neuesten Version: Es gibt nun wieder etwas mehr und realistischere Zufälle. Beispielsweise wenn der Spieler auf dem Feld mit seinem schlechten Fuss den Ball spielt, verspringt ihm dieser schon mal ins nirgendwo. Und auch sonst ist die Ballannahme sowie -kontrolle nicht bei allen Profis gleich. Dies sorgt für etwas mehr Realismus, was gerade die Schönwetter-ZockerInnen etwas ärgern wird. Ebenfalls ärgerlich ist die Tatsache, dass in FIFA 22 einige Nationalmannschaften entfernt wurden. Schmerzhaft für uns ist vor allem der Wegfall der Nati, die es trotz Platz 15 im aktuellen FIFA-Ranking nicht mehr ins Spiel geschafft hat. Auch der Frauenfussball wurde im Game nicht weiter gepusht, obwohl dieser mittlerweile eine hohe Popularität aufweist.

«Wohin bloss mit dem Ball?»
«Wohin bloss mit dem Ball?» © Electronic Arts

Immerhin funktioniert nun das Von-Hinten-Rausspielen deutlich besser als noch in FIFA 21. Die Verteidiger stehen entsprechend tiefer und so hat man mehr Anspielmöglichkeiten. Zwar kann der Gegner trotzdem noch mit dem richtigen Timing attackieren und den Ball wegsti­bit­zen, aber wer gerne wie im richtigen Fussball die Ketten des Gegners auseinanderziehen möchte, kann dies in FIFA 22 nun überraschend gut nachspielen. Auch die Torwarte bewegen sich nun besser und agieren direkt im Spiel. Warum man aber immer noch auf drei Wechsel limitiert ist, obwohl die FIFA seit über einem Jahr fünf Spieler-Wechsel in drei Auswechslungen zulässt, ist und bleibt ein Rätsel.

Optisch wirkt FIFA 22 sehr ähnlich wie sein Vorgänger. Da und dort sind kleinere Verbesserungen zu sehen, vor allem dank der neuen HyperMotion-Technologie (nur auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S), auf welche EA Sports ganz stolz ist. Zwar sehen gewisse Spieler echt gut aus, doch übers Ganze gesehen halten sich die Verbesserungen im visuellen Bereich in Grenzen.

Den grossen technischen Sprung auf den neuen Konsolen gibt es somit noch nicht. Auch die Ladezeiten sind überraschend spürbar. Sowohl im Menü als auch im Spiel hat man sich schnellere Reaktionen erhofft. Soundtechnisch gibt EA Sports dafür wieder alles: Geniale Tracks aus diversen Genres sorgen für stetig gute Laune. Für den Volta-Modus gibt es sogar eine eigene Playlist, die wie die Haupt-Liste individuell angepasst werden kann.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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