Submerged: Hidden Depths (2020)

Submerged: Hidden Depths (2020)

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PS5-Review: Spielbare Entschleunigungstherapie

Sieht hübsch aus, diese postapokalyptische Welt.
Sieht hübsch aus, diese postapokalyptische Welt. © Uppercut Games

Wellen brechen sich an den Ruinen einer halb versunkenen Stadt. Riesige Gewächse ziehen die Überreste der menschlichen Zivilisation langsam in die Tiefe. Und mittendrin versucht das Geschwisterpaar Miku und Toku, den unaufhaltsam wirkenden Zerfall zu stoppen.

Mit einem Boot schippern wir zwischen den Ruinen umher und suchen in halb versunkenen Wolkenkratzern nach Pflanzensamen, die wir an ihren ursprünglichen Ort einpflanzen müssen, um die Gefahr aus der Tiefe zurückzudrängen. Dabei begegnen wir eigenartigen - aber friedlichen - Tieren und decken mit Tagebüchern und kryptischen Nachrichten die Geschichte der alten Zivilisation auf.

Submerged: Hidden Depths ist eine gelungene Fortsetzung, die abermals auf ein entspanntes und schnörkelloses Spielerlebnis setzt. Wir erkunden frei von Gefahren eine halb versunkene Welt, die durch stimmige Grafik und schöne Musik eine ganz eigene Atmosphäre aufbaut. Leider bleibt die Spielfigur oft in der Umgebung stecken, was nervige Neustarts erfordert.

Wir suchen nach Pflanzensamen, um die Welt wieder erblühen zu lassen.
Wir suchen nach Pflanzensamen, um die Welt wieder erblühen zu lassen. © Uppercut Games

Submerged: Hidden Depths ist ein ruhiges Erkundungsspiel und trotz seiner offenen und frei begehbaren Welt äusserst zielstrebig. Ja, es gibt einige Tagebücher und Upgrades für das Boot zu finden, alles in allem gibt es abseits der Hauptaufgabe - Gebäude erklimmen und mittels kleinerer Umgebungs-Rätsel die weltrettenden Samen zu finden - nichts zu tun. Und das ist auch gut so. Submerged: Hidden Depths fokussiert in seinen rund sechs Stunden Spielzeit vor allem auf seine simple Prämisse und die hübsch gestaltete Welt.

Wie beim Vorgänger wird auch in Submerged: Hidden Depths auf Kämpfe und knifflige Kletterpassagen verzichtet. Das macht das Gameplay zwar arg simpel - unsere beiden Helden, die wir abwechselnd steuern, halten sich automatisch an Kanten fest und können weder runterfallen noch danebengreifen -, passt aber zum gemütlichen Ton des Spiels.

Unsere Spielfigur hält sich automatisch an Seilen und Kanten fest, was den Sprungpassagen jegliche Herausforderung nimmt.
Unsere Spielfigur hält sich automatisch an Seilen und Kanten fest, was den Sprungpassagen jegliche Herausforderung nimmt. © Uppercut Games

Trotzdem mussten wir das Spiel regelmässig neu laden, weil unsere Spielfigur des Öfteren in der Umgebung hängenblieb und sich nicht mehr vom Fleck rühren konnte. Das ist besonders ärgerlich, weil ein Neustart auch die absolvierten Rätsel und gefundenen Dokumente im aktuellen Abschnitt zurücksetzt.

Dafür gibt's was auf die Augen und Ohren. Der Grafikstil mag zwar nicht mit AAA-Titeln mithalten, zaubert jedoch eine bunte und doch melancholische Welt auf den Schirm. Besonders der Wetter- und Tageszeiten-Wechsel sorgt für so manch schöne Stimmung. Auch tonmässig weiss der Titel zu gefallen. Besonders gelungen ist der verträumte Soundtrack von Jeff van Dyck.

Chris Bucher [chb]

Chris ist ein Luzerner Filmemacher, Journalist und leidenschaftlicher Gamer. Er mag alles, was mit Horror zu tun hat. Seine Devise lautet: Je morbider, desto besser. Für OutNow schreibt er seit 2019 regelmässig Reviews. Er hat eine Schwäche für alte Dinosaurierfilme.

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