Star Wars: Squadrons (2020)

Star Wars: Squadrons (2020)

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Rundumsicht: Nicht vorhanden.
Rundumsicht: Nicht vorhanden. © Electronic Arts

Nach der Zerstörung des Planeten Alderaan ordnet Darth Vader die Suche und Tötung aller Überlebenden des Planeten an. Captain Lindon Javes wird beauftragt, ein mögliches Versteck von Alderaan-Flüchtlingen aufzusuchen und diese zu töten. Von schlechten Gefühlen geplagt, entscheidet sich Javes, die Flüchtlinge zu schützen und ihnen erneut die Flucht vor dem Imperium zu ermöglichen. Just zu diesem Zeitpunkt kommen ihm Piloten der neuen Republik entgegen, denen er sich fortan anschliesst.

Nach einigen Jahren ist Javes zum Commander befördert worden und führt die Elite-Piloten der neuen Republik an. Bei einem vermeintlichen Routine-Auftrag stösst er auf Imperium-Captain Terisa Kerill, die ihre Fähigkeiten von Javes gelernt hat. Kerill hat dabei nur ein Ziel im Kopf: Rache an dem verräterischen Javes und seiner neuen Heimat auszuüben.

Keine Frage, dieser Titel bietet viel Flugkampf-Action im bekannten galaktischen Universum. Spass machen die zwei einfachen, aber sauber implementierten Mehrspieler-Modi. Hier kann man sich richtig austoben. Leider gerät die Marke «Star Wars» ins Abseits, denn gerade die Story reizt nicht wirklich und präsentiert sich fast nur als Einstieg für die Multiplayer-Gefechte. Hier wäre eine schöne Integration in die Star-Wars-Welt wünschenswert gewesen. Somit ist Star Wars: Squadrons ein reines Kampfflug-Spiel, welches sich nur der bekannten Flugzeuge aus den Filmen bedient und einiges an Potenzial verschenkt.

«Mir sind alles geili Sieche!»
«Mir sind alles geili Sieche!» © Electronic Arts

Lange haben sich Fans ein solches Spiel gewünscht, und nun ist es endlich da: Ein reines Flug-Spektakel im Universum von Star Wars. Während bisher Sternenkrieg-Abenteuer nur aus der ersten (Battlefront) oder dritten (Fallen Order) Ansicht spielbar waren, kann jetzt also auch aus dem Flugzeug geschossen werden. Was nach Spannung und Action klingt, kann über längere Zeit leider nicht vollends überzeugen. Dafür ist hauptsächlich der Singleplayer-Modus mit seiner schwachen Story schuld. Hier haben es die Macher verpasst, das Spiel passend in die Geschichte der Sternenkriege und vielleicht den einen oder anderen bekannten Charakter einzubauen.

Allerdings macht das Game im Mehrspieler-Part wieder einiges wett. Es macht durchaus Spass, sich in die verschiedenen Flugzeuge mit ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen zu setzen und gegen andere Spieler zu kämpfen. Dabei ist, wie beim Singleplayer, auch eine taktische Komponente vorhanden. So muss entschieden werden, ob die Energie in die Triebwerke, in die Waffen oder in das Schild umgeleitet wird. Natürlich kann auch mit einem homogenen Setup gespielt werden, doch gegen geübte Spieler merkt man schnell, dass die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten von erheblichem Vorteil sein können. Dadurch erhält Star Wars: Squadrons einen nicht allzu komplexen Umfang, der gut ins Gameplay passt.

Das war knapp!
Das war knapp! © Electronic Arts

Im ganzen Spiel stehen insgesamt drei Modi zur Verfügung. Während der Story-Modus mit seinen 15 Missionen ein simpler Einstieg ist, sind es vor allem der Dogfight- und Flottengefecht-Modus, welche wie erwähnt über längere Zeit Freude bereiten. Während Ersterer an einen einfachen «Team-Deathmatch» erinnert, ist das Flottengefecht schon fast das Highlight des Games. Hier muss man nicht nur die unzähligen Feinde besiegen, sondern schlussendlich auch das grosse Trägerschiff zerstören. Dabei gilt es zuerst die Überhand im Kampf zu gewinnen, bevor man dann mit vollem Karacho auf das Mutterschiff schiesst.

Die bekannten Flugis aus den Filmen sind alle mit dabei. Seien es beispielsweise der A- oder X-Wing von der neuen Republik oder aber die unterschiedlichen TIE-Jäger vom Imperium - es ist alles dabei, was das Herz begehrt. Allerdings ist die Sicht aus den verschiedenen Cockpits nicht immer gleich gut, und gerade bei gewissen TIE-Flugzeugen wirkt es etwas eng. Technisch macht dieser Titel aber einen soliden Eindruck. Lobenswert ist die Cross-Plattform-Kompatibilität, sodass man in den Gefechten auch auf Gegner von anderen Plattformen trifft. Dabei können Spieler mit entsprechendem Equipment nicht nur auf VR-Komponenten, sondern auch Steuerknüppel und Schubregler zurückgreifen.

Wem also der Flight Simulator mit der Zeit etwas öde erscheint, und wer gerne auch mal in den Kampf steigen möchte, wird mit Star Wars: Squadrons sehr gut bedient. Schade, geht dabei der Fokus auf das Franchise Star Wars so gut wie verloren.

Daniel Wick [daw]

Liebhaber von Action- und Thriller-Filmen. Aber hauptsächlich zockt Dani auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Sogar ein Game mit Super Mario als Tomb Raider würde er spielen. Ihn erschüttert nichts, schon gar nicht, seit er an der «Quinzaine des Réalisateurs» in Cannes war.

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