Minecraft Dungeons (2020)

Minecraft Dungeons (2020)

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Xbox One-Review: Pixelige Jäger und Sammler

Neue Helden braucht diese Welt!
Neue Helden braucht diese Welt! © Xbox Game Studios

Die pixeligen Klötzchen von Minecraft konnten sehr schnell sehr grossen Erfolg feiern. Obwohl das Spiel schon vor einigen Jahren auf den Markt gekommen ist, erfreut es sich noch heute grosser Beliebtheit. Nachdem Microsoft die Marke und das dazugehörige Studio aufgekauft und in ihr «Xbox Game Studios»-Ensemble integriert hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Spiele um die Klötzchen veröffentlicht wurden. Der nächste Ableger ist ein sogenannter «Dungeon Crawler» bei dem vereinigt gekämpft und überlebt wird.

Ein eigentlich friedlicher und einsamer Illager sucht einen neuen Ort, um unter Gleichgesinnten zu leben. Leider wird er immer wieder abgewiesen und entdeckt auf seinem weiteren Weg in einer Höhle einen mysteriösen Gegenstand. Als er diesen zu sich nimmt, werden ihm plötzlich neue Kräfte zugesprochen. Als Erz-Illager verändert sich aber auch sein Charakter und so herrscht er nun abtrünnig und böse über das ganze Land. Während ein Dorf nach dem anderen von ihm zerstört und versklavt wird, machen sich ein paar wenige auf, um sich gegen den Erz-Illager zu wehren.

Kämpfen, Sammeln, Erkunden, Aufbessern und das Ganze nochmals von vorne. Was nach ultra einfachem Prinzip klingt, funktioniert überraschenderweise sehr gut! Es sind beinahe alle typischen Elemente des Genres vorhanden und gerade deswegen sorgt Minecraft Dungeons für gute Unterhaltung. Natürlich ist die pixelige Optik nicht jedermanns Sache und tatsächlich stört sie auch in gewissen Passagen. Das einfache Konzept, gepaart mit einem gut funktionierenden Mehrspieler-Part, sorgt aber für ein kurzweiliges Abenteuer mit Suchtpotential.

Krasser Laser
Krasser Laser © Xbox Game Studios

Obwohl die erste Welt als Tutorial angepriesen wird, fehlt beim Einstieg die eine oder andere wichtige Information. Der Start ins Spiel verläuft somit nicht ganz einfach und man muss selber ein bisschen herausfinden, wie man seinen Charakter entsprechend weiterentwickelt. Spätestens in der zweiten Welt ist es nämlich von Vorteil, wenn man weiss, wie man Waffen austauschen, verbessern oder auch wiederverwerten kann. Hat man den Dreh aber raus, stürzt man sich in ein einfaches, aber tolles Abenteuer.

Minecraft Dungeons ist sicherlich kein Diablo, hat aber fast alle Eigenschaften des Genre-Krösus. Man kämpft in typischer «Hack & Slay»-Manier, erkundet die unterschiedlichen Welten und löst auch noch das eine oder andere kleine Rätsel. Durch den Fortschritt gewinnt man an Erfahrungspunkten, die sich in einer Level-Skala widerspiegeln. Je höher der Level, desto stärkere Ausrüstungen erhält man. Diese können teilweise auch noch verbessert werden, wenn man über entsprechende Punkte verfügt. Im Gegensatz zu Minecraft bietet dieses Spiel zwar keine offene Welt, allerdings enthält sie trotzdem sehr grosse und umfangreiche Ortschaften. Es gibt definitiv vieles zu entdecken und man muss auch eine gewisse Portion Geduld mit sich bringen, um alles zu erkunden.

Unser Team ist unbesiegbar!
Unser Team ist unbesiegbar! © Xbox Game Studios

Leider ist das Speichern in diesem Spiel nicht überall möglich. Es muss jeweils ein Abenteuer fertig gespielt werden, um seinen aktuellen Stand zu sichern. Hier wären Speicherpunkte innerhalb einer Welt wünschenswert. Vermisst wird auch die Möglichkeit, das Game zu pausieren. Ist man nämlich während einer Mission im Menü drin, greifen die Gegner trotzdem munter weiter an. Dies kann dann schon ab und zu für einen Frustmoment sorgen. Da kann man nur hoffen, dass diese Punkte beim nächsten grösseren Update, spätestens aber beim Nachfolger, ausgemerzt werden.

Damit man den Spass auch teilen kann, wurde ein kooperativer Multiplayer eingebaut. Bis zu vier Spieler können sich in das Abenteuer stürzen. Dabei kann jederzeit ein- und ausgestiegen werden - der Fortschritt wird entsprechend in der Cloud gespeichert. Man behält also seinen Charakter mitsamt Level und Ausrüstung, wenn man sich zu einem späteren Zeitpunkt oder aber bei jemand anderem in das Gefecht stürzt. Davon können sich andere Games gerne eine Scheibe abschneiden. Etwas gewöhnungsbedürft ist natürlich das Erscheinungsbild mit den pixeligen Klötzchen. Kompensiert wird dies aber mit einem passenden, einfachen Soundtrack und teils guten Soundeffekten. Da ist der Reiz, das Game am Schluss mit einem höheren Schwierigkeitsgrad nochmals zu spielen, schon sehr gross.

Daniel Wick [daw]

Liebhaber von Action- und Thriller-Filmen. Aber hauptsächlich zockt Dani auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Sogar ein Game mit Super Mario als Tomb Raider würde er spielen. Ihn erschüttert nichts, schon gar nicht, seit er an der «Quinzaine des Réalisateurs» in Cannes war.

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