A Fold Apart (2020)

A Fold Apart (2020)

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Xbox One-Review: DIN A0, A1, A2, A3, A4, A-Liebe!

Wie kommen die zwei bloss zusammen?
Wie kommen die zwei bloss zusammen? © Lightning Rod Games

In diesem kleinen Abenteuer wird die Geschichte einer Fernbeziehung erzählt, welche auf eine harte Probe gestellt wird. Wie können zwei Personen, die sich über alles lieben, aber so weit voneinander getrennt leben, zusammen glücklich sein? Zum guten Glück gibt es moderne Technik und so können zu jeder Zeit relativ schnell Nachrichten per Smartphone ausgetauscht werden. Bloss, was meinte er mit seiner Nachricht «Mir ist langweilig»? Ist er böse, weil sie schon länger nichts mehr geschrieben hat? Wie kann so eine Situation gelöst werden? Genau, mit Papier falten!

Es ist immer wieder erstaunlich, wie man herzzerreissende Geschichten in Videospielen erzählen kann. A Fold Apart spielt diesbezüglich ebenfalls ganz oben mit und versteht es, mit passender Musik, Mimik und Erzählungen eine ganz tolle Story auf den Bildschirm zu bringen. Leider entpuppen sich die Rätsel selbst als nicht sonderlich fordernd und auch die Dauer des Spiels ist sehr kurz geraten. Dadurch wird viel Potential verschenkt, welches aber in einem hoffentlich nächsten Teil besser ausgeschöpft werden kann.

A Star Is Born!
A Star Is Born! © Lightning Rod Games

Zu Beginn des Spiels wählt man die Partnerschaft der zwei Protagonisten aus. Dabei kann man nicht nur zwischen Frau und Mann wählen, sondern auch zwischen Frau/Frau und Mann/Mann - so etwas haben wir in Spielen bisher noch nie gesehen und entsprechend gebührt diesem Feature besonderes Lob!

Der Anfang des Spiels verläuft harmonisch, einfach und schön instruiert. Schnell mal hat man die Geschichte erkannt und gleich geht es hinein ins erste Rätsel. Dabei wird einer der beiden Charaktere in den Mittelpunkt gestellt und findet sich dann während der Geschichte in einem Bildausschnitt wieder. Um voranzukommen, muss dieser Ausschnitt wie eine Art Papier gefaltet werden. Auf der Rückseite befinden sich weitere Elemente, um den Charakter vorwärts zu bringen. Es gilt also, an der richtigen Seite und in der richtigen Reihenfolge zu falten, um ans Ziel zu kommen.

So nah und doch so fern
So nah und doch so fern © Lightning Rod Games

Was sich zu Beginn als sehr einfach darstellt, wird mit der Zeit ein wenig schwieriger. Nicht nur kann das Papier seitlich gefaltet werden, sondern im Verlauf des Spiels auch über die Ecken. Dies macht es zwar etwas herausfordernder, leider aber immer noch nicht wirklich knifflig. Ausserdem hat man bis zu diesem kleinen Wendepunkt schon die Hälfte von A Fold Apart durchgespielt. Als ob das nicht schon genug wäre, können jederzeit Rätseltipps über das Spielmenü aufgerufen werden. Man kann sich also auch durch das ganze Game durchschmuggeln, was für die umfassende Spielerfahrung natürlich nicht zu empfehlen ist.

Nach knapp drei Stunden ist die liebevoll gestaltete Geschichte leider schon vorbei. Nach einem so grossartigen Beginn wünscht man sich definitiv mehr. Denn A Fold Apart ist vom Inhalt her ganz grosses Kino und bietet eigentlich eine gute Ausgangssituation, um es nach ganz oben zu schaffen. Die kurze Länge sowie die einfachen Rätsel verhindern dies aber und trüben leider das sonst sehr schöne Bild, welches man am liebsten immer wieder falten und aufklappen möchte.

Daniel Wick [daw]

Liebhaber von Action- und Thriller-Filmen. Aber hauptsächlich zockt Dani auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Sogar ein Game mit Super Mario als Tomb Raider würde er spielen. Ihn erschüttert nichts, schon gar nicht, seit er an der «Quinzaine des Réalisateurs» in Cannes war.

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