Aircraft Evolution (2020)

Aircraft Evolution (2020)

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PS4-Review: Russischer Bombenhagel

Heizen wir ihnen ein!
Heizen wir ihnen ein! © Sometimes You

Das vom russischen Studio entwickelte Indie Game Aircraft Evolution darf als Hommage an den 1987 erschienen Klassiker Wings of Fury verstanden werden. Ohne Story oder Einführung geht es in Aircraft Evolution gleich mit actionreichen Flugkämpfen gegen eine massive Überzahl an Gegnern los. Ob dies für lang anhaltenden Spass reicht?

Aircraft Evolution eignet sich hervorragend für unbeschwertes Spielen für einige Stunden. Einzelne Levels sind anfangs durchaus anspruchsvoll und wecken den Ehrgeiz, sie erfolgreich abzuschliessen. Doch für einen längeren Spielspass bietet Aircraft Evolution einfach zu wenig Abwechslung. Alles in allem ist es dennoch ein erfrischendes Game.

In Deckung!
In Deckung! © Sometimes You

Insgesamt können 40 Missionen in vier Epochen gespielt werden. Die Zeitreise durch die Entwicklungsgesichte von Kampfflugzeugen beginnt zur Zeit um den 1. Weltkrieg und endet in der Zukunft. Für jede Epoche stehen passende Flugzeuge zur Verfügung.

Die Missionen müssen einzeln der Reihe nach freigeschaltet werden und gleichen sich im Inhalt immer wieder. Hauptsächlich geht es darum, verschiedene Gegner am Boden und in der Luft auszuschalten. Manche Missionen haben ein Zeitlimit. Bei anderen Szenarien muss ein Minenfeld in einer vorgegebenen Zeit überwunden werden. Wird die Mission erfolgreich abgeschlossen, erhält man Punkte. Mit diesen können die Flugzeuge verbessert oder neue Flugzeuge gekauft werden. Ebenfalls lassen sich die Punkte in bessere Bomben oder Reparaturkisten investieren.

Das ist bestimmt schlecht für die lokale CO2-Bilanz.
Das ist bestimmt schlecht für die lokale CO2-Bilanz. © Sometimes You

Da es sich bei Aircraft Evolution um ein Slide-Scrolling-Game handelt, fliegt man öfters wiederholt von links nach rechts, bis alle Gegner oder Gebäude ausgeschaltet sind. Die Steuerung ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig, doch mit der Zeit gehen auch kleinere Kunststücke leicht von der Hand. Die Menüführung hingegen ist unbrauchbar. Einerseits reagiert die Steuerung selten wie gewollt und andererseits ist kaum zu erkennen, welcher Menüpunkt gerade selektiert ist. Hingegen ist die handgezeichnete Grafik hübsch anzusehen. Auch der Sound gefällt ebenfalls ganz gut und ist stimmig. Leider wird aber übers Ganze gesehen zu wenig Abwechslung geboten. Für ein paar einfache Game-Stunden, ohne dabei das Gehirn allzu gross zu beanspruchen, reicht es aber allemal.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

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