Super Mario Maker 2 (2019)

Super Mario Maker 2 (2019)

Switch-Review: Die Rückkehr des Baumeisters

Super Mario ist wieder da!
Super Mario ist wieder da!

Was ist die einzig erdenkliche Steigerung eines Super-Mario-Titels? Richtig geraten, ein nie endendes Abenteuer mit unzähligen Levels und kreativen Komponenten. Dementsprechend überraschte der Erfolg von Super Mario Maker für WiiU nicht wirklich, denn es beinhaltete alles, was Mario Fans lieben: etliche Levels mit thematischen Anbindungen an die Lieblingsspiele von früher, massenweise Gegenstände und viel Raum für die eigene Kreativität.

Wie sollte man das nur steigern? Klar, mit einer tragbaren Version für die 3DS. Der grosse Wurf blieb wegen diverser Abstriche aber aus. Die Switch mit ihrer hybriden Natur bietet nun die optimale Ausgangslage, um endlich einen Nachfolger ins Rennen zu schicken. Mit 100 vorgefertigten Levels, einem lokalen und Online-Multiplayer-Modus und noch mehr Elementen und thematischen Welten stehen die Zeichen deutlich auf «Erfolg». Ist dem auch so?

Mario Maker 2 macht dermassen viel richtig, dass man über die Mängel im Online-Bereich getrost hinwegsehen kann. Das typische Super-Mario-Flair gepaart mit den ausgezeichneten 2D-Jump-n-Run-Elemente kommt gut zur Geltung, insbesondere dank dem massiven Editor und der tollen Steuerung. Mario Maker 2 gehört auf jede Switch - ohne Wenn und Aber.

Der vorgefertigte Story-Modus rund um den Aufbau von Prinzessin Peaches Schloss scheint auf den ersten Blick nur Beilage und entpuppt sich schnell auch als solche. Die 100 Levels dienen ohne nennenswerte Erzählung nur dazu, die Elemente vorzustellen und den Spielern zu zeigen, was alles im Editor steckt. Man kann zwar damit ein Mario-Abenteuer wie noch zu Zeiten von Mario Bros auf NES oder Mario Land auf Gameboy erleben, man sollte jedoch nicht die gleiche Hingabe oder Kreativität wie bei "echten" Mario-Titeln erwarten.

Renovationsarbeiten als Pausenaktivität, so kann's gehen.
Renovationsarbeiten als Pausenaktivität, so kann's gehen.

Das wahre Herzstück des Spiels ist und bleibt der Editor, und der hat es (glücklicherweise) in sich. Zur Auswahl stehen nebst einer guten Anzahl an thematischen Welten, welche sich an klassischen und modernen Titeln orientieren, auch Autoscroll-Optionen und natürlich massenweise unterschiedliche Bausteine. Während erstere den Stil und die Erscheinung der Levels bestimmen und sich jederzeit per Knopfdruck wechseln lassen, sind letztere frei einsetz- und kombinierbar.

Mit Hilfe einer massiven Anzahl an Gegenstände, wie zum Beispiel Plattformen, Röhren, Pflanzen und allerhand Gegnern sowie vielen weiteren Effekten (zum Beispiel Sound, Geräusche, und Animationen) lassen sich Levels nach Herzenslust gestalten und befüllen. Dabei ist nicht nur die stolze Menge an Optionen überzeugend, sondern auch die gesamte Handhabung.

Übersichtlich und leicht zu bedienen, so macht «bauen» Spass.
Übersichtlich und leicht zu bedienen, so macht «bauen» Spass.

Die Steuerung ist komplex und dennoch simpel genug, dass sich sogar jüngere Spieler (der Titel ist ab drei Jahren freigegeben) schnell damit zurechtfinden und so ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Einige Verbesserungen an der Mechanik sind herzlich willkommen und bieten so noch mehr Optionen zur Gestaltung.

Die Steuerung kommt im Handheld-Modus mit dem Touchscreen besonders gut zur Geltung, weil sich mit dem Stift oder mit der Hand Elemente schnell auswählen und platzieren lassen. Der TV-Modus ist zwar leicht umständlicher, macht deswegen aber nicht weniger Spass. Vor allem dann nicht, wenn ein weiterer Spieler hinzukommt. Zu zweit steht man sich ab und an im Weg, die Levelkration macht trotzdem doppelt soviel Spass.

Mario macht auch im Wasser eine sehr gute Figur.
Mario macht auch im Wasser eine sehr gute Figur.

Anders sieht es leider beim Online-Mehrspieler aus. Nebst unnötigen Zwängen, Lags und etlichen Einschränkungen lassen auch gewisse Design-Entscheide (z.B. Filter und Auswahl) zu wünschen übrig. Natürlich lassen die unzähligen User-generierten Levels gut und gerne darüber hinwegsehen, ein bitterer Nachgeschmack bleibt trotzdem übrig.

/ pan

Kommentare Total: 3

th

Danke @Stoney Blues, ist in die falsche Kategorie gerutscht und nun geswitched (ha...) worden.

Stoney Blues

öhm...Super Mario Maker geht unter XBox One-Review???

pan

Switch-Review: Die Rückkehr des Baumeisters

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