Pikuniku (2019)

Pikuniku (2019)

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Xbox One-Review: Für einen Fussvoll Geld

«Ich bin eine Bestie, holt mich hier raus!»
«Ich bin eine Bestie, holt mich hier raus!» © Entwickler / Publisher

Der weltbekannte Mr. Sunshine verteilt gratis Geld. Er verlangt rein gar nix dafür, sondern lässt es an diversen Orten förmlich goldene Münzen regnen. Diese nehmen die unterschiedlichen Bewohner natürlich mehr als dankend an. So weit, so gut. Doch als eine aufgeweckte Bestie aus ihrer Höhle emporkriecht und die für sie neue Situation beobachtet, merkt sie je länger, je mehr, dass hier etwas nicht stimmt. Sind nun wirklich alle glücklich und zufrieden mit dem kostenlosen Geld? Und ist es tatsächlich kostenlos?

Pikuniku ist ein süsses und teilweise witziges Spiel geworden, welches man gleich von Beginn weg erkunden will. Die rote Bestie hüpft, rollt und schwimmt mit ihren zwei langen Beinen durch ein liebevoll gestaltete Welt und löst dabei etliche Puzzles. Diese sind leider nicht sehr fordernd und werden von versierten Zockern sehr schnell gelöst. Auch der Umfang hält sich arg in Grenzen, und man wünscht sich nach dem schnellen Ende eine längere Reise in diese doch sehr abstrakte Welt. Somit sorgt dieser bunte Titel leider nur für kurzen Spass, bei dem man sein Hirn nicht sonderlich beanspruchen muss.

Keine Chance gegen dieses athletische Monster
Keine Chance gegen dieses athletische Monster © Entwickler / Publisher

Der Einstieg fällt nicht sonderlich leicht. Man muss sich an die Fortbewegung der Bestie zuerst noch gewöhnen. Diese hat nämlich nur zwei Beine und keine Arme, und dies macht die Interaktion mit diversen anderen Charakteren und Gegenständen nicht eben einfach. Wenn man den Dreh aber mal raus und die schnell rollende Funktion entdeckt hat, kann dem Abenteuer eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Ausser der nicht gross vorhandenen Herausforderung. Pikuniku spielt sich nämlich recht einfach und schnell. Es gilt den jeweils aktuellen Auftrag zu erledigen, ohne dass man noch gross die Welt erkunden kann oder soll. Dies macht das Spiel sehr linear, was gerade Neulingen im Puzzle-Genre zugute kommen wird. Wer schon etliche Games dieser Art hinter sich hat, wird Nebenquests sowie fordernde Rätsel aber stark vermissen. Diese sind nämlich nur ganz selten vorhanden.

Schwimmen ohne Arme?
Schwimmen ohne Arme? © Entwickler / Publisher

Auch dadurch ist das ganze Abenteuer nach wenigen Stunden schon fertig. Die liebliche Welt mit ihrer vielseitigen Fauna und Flora animiert eigentlich zum Verweilen ein, doch dafür ist schlichtweg zu wenig in diesem Spiel vorhanden. Zusätzlich kann der sehr monotone Sound im Hintergrund auch mal zu nervigen Situationen führen - gerade dann, wenn doch mal der Sprung auf die nächste Wolke verpasst wird. Zum Glück bringen die Kooperations-Aufgaben mit einem zweiten Spieler aber wieder gute Stimmung zurück, von der man sich am Ende einfach mehr gewünscht hätte.

/ daw

Kommentare Total: 2

th

leider viel zu kurz. offenbar war früher mal mehr content angedacht, der dann aber aufs release hin zusammengestrichen und für ein nachfolger gespart wurde.

daw

Xbox One-Review: Für einen Fussvoll Geld

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Trailer: Gameplay Englisch, 00:58